Bachelorarbeit, 2015
151 Seiten, Note: 1,2
1 Theorie
1.1 Grundlagen des Change Managements
1.2 Führungskräfte als Change Agents
1.3 Transformationale Führung im Change Management-Prozess
1.4 Frauen als transformationale Führungskräfte und Change Agents
2 Fragestellung und Hypothesen
3 Methodik
3.1 Datenerhebung
3.1.1 Experteninterviews – Eine Einführung in die qualitative Forschung
3.1.2 Auswahl der Interviewpartner
3.1.3 Interviewleitfaden
3.1.4 Durchführung der Interviews
3.2 Datenaufbereitung
3.2.1 Transkription der Interviews
3.2.2 Kategorienbildung und Kodierung der Daten
3.3 Datenauswertung
3.3.1 Qualitative Inhaltsanalyse
3.3.2 Inhaltliche und typisierende Strukturierung
4 Darstellung und Diskussion der Ergebnisse
5 Schlussbetrachtung
5.1 Implikationen
5.2 Ausblick
Diese Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen dem transformationalen Führungsstil von Frauen und deren Wirksamkeit als Change Agents in Veränderungsprozessen. Die zentrale Forschungsfrage ist, ob weibliche Führungskräfte aufgrund ihres tendenziell transformationalen Führungsstils den Change-Prozess erfolgreicher gestalten können als männliche Kollegen.
1.2 Führungskräfte als Change Agents
Führungskräfte sind stark an der Entwicklung und Kommunikation der Vision und gleichermaßen an dem Einbezug der Betroffenen beteiligt (Kotter, 1996). Sie sind in die Steuerung und Durchführung der organisationalen Veränderung involviert, wodurch die Führungskraft zum Change Agent wird (Schuler & Moser, 2014). Die Aufgaben des Managers wandeln sich vom rein Befehlenden hin zu einer Führungskraft, die seinen Mitarbeitern kraftvolle Impulse gibt, diese lenkt und damit den Change-Prozess erfolgreich macht (Doppler, 2003).
Ein Change Agent ist laut Reiß, von Rosenstiel und Lanz (1997) „eine Person […], die im Rahmen von ablaufenden Änderungen Prozesse bewusst und gezielt auslöst bzw. steuert. Der Change Agent hilft, die Ziele der Organisation zu identifizieren und Veränderungsstrategien zu erarbeiten. Während der Umsetzung wird Kontakt zu den beteiligten Parteien gehalten“ (S. 431).
Eine weitere, idealisierte, Definition liefern auch Greif et al. (2004). Demnach ist der Change Agent „ein engagierter, an den Veränderungen aktiv beteiligter Aktivist, der nicht durch Top-down-Einflussnahme, sondern durch Förderung einer breiten Partizipation aller Bereiche und Ebenen möglichst von allen getragene Analysen und Lösungen zu entwickeln hilft. Durch partizipative Methoden kann er dazu beitragen, Veränderungswiderstände und Konflikte zu überwinden“ (S. 205).
1 Theorie: Vermittelt die theoretischen Grundlagen zum Change Management, der Rolle der Führungskraft als Change Agent sowie der transformationalen Führung und dem Kontext Frauen in Führung.
2 Fragestellung und Hypothesen: Leitet auf Basis der Theorie die zentralen Hypothesen ab, die den Zusammenhang von transformationaler Führung, geschlechtsspezifischem Führungsverhalten und dem Erfolg von Change-Prozessen betreffen.
3 Methodik: Beschreibt das methodische Vorgehen der qualitativen Sozialforschung durch Experteninterviews, deren Durchführung, Transkription sowie die deduktive und induktive Kategorienbildung.
4 Darstellung und Diskussion der Ergebnisse: Präsentiert und interpretiert die erhobenen Daten, prüft die Hypothesen und diskutiert die geschlechtsspezifischen Tendenzen beim Umgang mit Change-Prozessen.
5 Schlussbetrachtung: Fasst die Erkenntnisse zusammen, leitet Handlungsempfehlungen für die Praxis ab und gibt einen Ausblick auf künftige Forschungsbedarfe.
Change Management, Change Agent, Transformationale Führung, Frauen in Führung, Führungskräfte, Organisationsentwicklung, Geschlechterforschung, Experteninterview, Qualitative Inhaltsanalyse, Führungsverhalten, Organisationsveränderung, Partizipation, Vision, Mitarbeiterbeteiligung, Unternehmenswandel.
Die Arbeit untersucht, ob Frauen aufgrund ihres Führungsstils effektivere „Change Agents“ bei organisatorischen Veränderungsprozessen sind als Männer.
Die Schwerpunkte liegen auf Change Management, transformationaler Führung, dem geschlechtsspezifischen Vergleich von Führungsstilen und der Rolle der Führungskraft als Change Agent.
Das Ziel ist zu ergründen, ob ein Zusammenhang zwischen dem transformationalen Führungsverhalten von Frauen und einem positiven Einfluss auf Change-Prozesse besteht.
Es wurde ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, der auf Experteninterviews mit neun Führungskräften und einer anschließenden qualitativen Inhaltsanalyse basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die Hypothesenbildung, eine detaillierte Beschreibung des methodischen Vorgehens und die Darstellung der empirischen Ergebnisse aus den Interviews.
Die Kernbegriffe umfassen Change Management, Change Agent, transformationale Führung, Geschlechterunterschiede und Organisationsentwicklung.
Der Großteil der befragten Experten sah in der Praxis keinen eindeutigen geschlechtsspezifischen Unterschied im Führungsverhalten; die Unterschiede wurden eher als individuell oder personenabhängig wahrgenommen.
Die Experten bewerten eine Mischung von Geschlechtern in Projektgruppen als sehr positiv, da so unterschiedliche Kompetenzen und Herangehensweisen zu einer ganzheitlicheren Gestaltung des Veränderungsprozesses führen.
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