Bachelorarbeit, 2015
75 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1. Hinführung und thematische Einordnung
1.2. Zur Gliederung
1.3. Ziel dieser Arbeit
1.4. Auswahl des Untersuchungsgebietes
1.5. Methodik
1.6. Selbstverortung und persönliche Motivation
2. Theorie und konzeptueller Kontext
2.1. Politische Ökologie
2.1.1. Entstehung und Definition
2.1.2. Forschungsschwerpunkte
2.1.3. Theoretischer Bezug und Methodik
2.2. Land Sharing
2.2.1. Land Sharing vs. Land Sparing
2.2.2. Ökologische Grundlagen und Argumentation von Land Sharing
2.2.3. Kleinbäuerliche Landwirtschaft und Agrarökologie
2.2.4. Die Grüne Matrix
2.3. Land Sharing und Politische Ökologie
3. Land Sharing-Strukturen in Madre de Dios - Peru
3.1. Politischer Überblick
3.2. Landeskundlicher Überblick
3.2.1. Naturräumlicher und administrativer Überblick
3.2.2. Sozioökonomischer Überblick
3.2.3. Aktuelle umweltrelevante Entwicklungen
3.3. Charakterisierung der Landwirtschaft in Madre de Dios
3.4. Existenz von Land Sharing-Strukturen in Madre de Dios
3.4.1. Land Sharing-Akteure in Madre de Dios
3.4.2. Naturschutz in Madre de Dios aus der Perspektive des Land Sharing
3.4.3. Landschaftliche Fragmentierung und landwirtschaftliche Matrix
4. Einfluss politisch-ökologischer Problemfelder auf die Entstehung von Land Sharing
4.1. Illegaler Holzeinschlag
4.2. Expansion der Siedlungs-, Straßen- und Landwirtschaftsflächen
4.3. Informeller und illegaler Goldabbau
5. Ausblick
5.1. Perspektiven für Madre de Dios
5.2. Land Sharing-Perspektiven in Madre de Dios
6. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die politisch-ökologischen Problemfelder bei der Entstehung von Land Sharing-Strukturen im peruanischen Departamento Madre de Dios, um aufzuzeigen, wie sich diese Faktoren auf das Potential für einen sozial verträglichen und ökologisch nachhaltigen Naturschutz auswirken.
2.2.1. Land Sharing vs. Land Sparing
Bei der Land Sharing vs. Land Sparing-Debatte stehen sich zwei Konzepte gegenüber, die die Lösung derselben Probleme zum Ziel haben, dabei allerdings unterschiedliche Vorgehensweisen und Argumentationsstränge verfolgen. Beim Diskurs um die beiden Konzepte wird häufig auch die dabei auftretende Polarisierung durch die unterschiedlichen Ideale der zwei Parteien kritisiert (Fischer 2012).
Als Ausgangslage wird von beiden Konzepten eine wachsende Weltbevölkerung genannt, die bis 2050, je nach Schätzungen variierend, auf ca. 9 Milliarden Menschen anwachsen wird (United Nations 2011, S. xix) und zunehmend energie- und flächenintensive Nahrungsmittel (wie tierische Produkte) nachfragt. Damit einher geht eine Zunahme des Nahrungsmittelverbrauchs bis zu diesem Zeitpunkt um etwa 70% (Schutter 2014, S. 8) bei einer wachsenden Weltwirtschaft und Expansion des kapitalistischen Systems. Infolge dessen wächst der Druck auf die noch zur Verfügung stehenden Flächen „intakter Natur“. Bei beiden Konzepten wird die aktuelle Verschärfung globaler Umweltprobleme wie Klimawandel, Artensterben, Entwaldung sowie die fortbestehende Armuts- und Hungerproblematik als Ausgangssituation betont, die sich in erheblichem Maße im globalen Süden bzw. in den Tropen abspielt und auswirkt, weshalb sich die Debatte um die Vereinbarkeit von Artenschutz und Landwirtschaft überwiegend auf die Tropen konzentriert (Tscharntke et al. 2012; World Food Programme 2014; UNDP 2014; Perfecto et al. 2009).
Land Sharing ist aus der Kritik am (1995 erstmals von US-Amerikanischen Wissenschaftler Paul E. Waggoner erwähnten) Land Sparing hervorgegangen (Clausing 2013, S. 93). Deshalb soll hier zunächst das Land Sparing-Konzept erklärt und die Kritik daran, aus der Perspektive der Land Sharing-BefürworterInnen, dargestellt werden. Diese Herangehensweise führt ebenfalls zu einer Dichotomie zwischen den beiden Konzepten, die im Diskurs über Land Sharing vs. Land Sparing kritisiert wird. Eine differenziertere Darstellung kann aufgrund des Umfangs dieser Arbeit nicht geleistet werden und ist auch für die Fragestellung der Arbeit nicht von Bedeutung, da sich diese nicht mit der Debatte, sondern ausschließlich mit Land Sharing befasst.
1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die globale Krisensituation und die Relevanz des Land Sharing-Konzepts sowie die Ziele und methodische Vorgehensweise der Arbeit vor.
2. Theorie und konzeptueller Kontext: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Politischen Ökologie und des Land Sharing-Konzepts sowie deren konzeptuelle Kompatibilität.
3. Land Sharing-Strukturen in Madre de Dios - Peru: Hier wird der Untersuchungsraum vorgestellt, indem die sozioökonomischen und ökologischen Rahmenbedingungen sowie die Akteurslandschaft in Madre de Dios analysiert werden.
4. Einfluss politisch-ökologischer Problemfelder auf die Entstehung von Land Sharing: Das Kapitel untersucht kritisch, wie illegaler Holzeinschlag, Infrastrukturausbau und Goldabbau die ökologische Qualität und soziale Voraussetzungen der Region beeinflussen.
5. Ausblick: Der Ausblick diskutiert mögliche Perspektiven für die Region Madre de Dios im Hinblick auf zukünftige Entwicklungen und notwendige politische Rahmenbedingungen.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert das Potential sowie die Herausforderungen von Land Sharing als neues Naturschutzparadigma.
Land Sharing, Politische Ökologie, Madre de Dios, Agrarökologie, Naturschutz, Ernährungssouveränität, Goldabbau, Amazonasbecken, Nachhaltigkeit, Land Sparing, Kleinbäuerliche Landwirtschaft, Ressourcenkonflikte, Artenvielfalt, Grüne Matrix, Fragmentierung
Die Arbeit analysiert die Möglichkeiten und Hindernisse für die Etablierung von Land Sharing als Naturschutzkonzept im peruanischen Amazonas-Departamento Madre de Dios.
Die zentralen Themen sind das Spannungsfeld zwischen Naturschutz und Landwirtschaft, der Einfluss der Politischen Ökologie auf lokale Ressourcenkonflikte sowie die Bedeutung kleinbäuerlicher Wissenssysteme.
Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie politisch-ökologische Problemfelder die Entstehung von Land Sharing-Strukturen beeinflussen und welche Rolle dabei Akteurskollektive spielen.
Die Untersuchung basiert auf einer umfassenden Literaturrecherche, die wissenschaftliche Fachpublikationen, NGO-Berichte sowie regionale und lokale Zeitungsberichte aus Peru miteinbezieht.
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen (Politische Ökologie, Land Sharing) dargelegt, anschließend wird die Situation in Madre de Dios analysiert und schließlich die Auswirkungen von Holzeinschlag und Goldabbau auf Landnutzungsstrukturen untersucht.
Besonders prägend sind Land Sharing, Agrarökologie, Madre de Dios, Politische Ökologie, Ernährungssouveränität und Ressourcenkonflikte.
Die Region bietet sich an, da sie einerseits eine extreme Biodiversität aufweist und andererseits seit dem Bau der Interoceánica durch einen rasanten, extraktivistischen Erschließungsprozess geprägt ist, der Land Sharing-Strukturen maßgeblich beeinträchtigt.
Der Goldabbau ist als das dominierende politisch-ökologische Problemfeld identifiziert, das durch Umweltzerstörung, soziale Polarisierung und Landnutzungskonflikte die Umsetzung nachhaltiger Agrarkonzepte massiv behindert.
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