Bachelorarbeit, 2015
63 Seiten, Note: 1,7 (vor Fehlerkorrektur)
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2 Theoretischer Grundlagenteil
2.1 Investmentfonds
2.1.1 Funktionsweise und Grundstruktur
2.1.2 Investmentfondstypen
2.1.3 Portfoliotheorie
2.2 Theorie der Performanceanalyse
2.2.1 Anlageentscheidung
2.2.2 Capital Asset Pricing Model (CAPM)
2.2.3 Performancemaße
2.3 Nachhaltigkeit und nachhaltige Investmentfonds
2.3.1 Entwicklung des Nachhaltigkeitsbegriffs
2.3.2 Die Rolle der nachhaltigen Ratingagenturen
2.3.3 Die Umsetzung des Nachhaltigkeitsgedankens in Investmentfonds
2.3.4 Der Prozess zur Entstehung nachhaltiger Investmentfonds
3 Performanceanalyse anhand verschiedener Nachhaltigkeitskriterien
3.1 Kritische Analyse bisheriger Performancestudien
3.2 Methodisches Vorgehen
3.2.1 Begriffliche Abgrenzung
3.2.2 Markteingrenzung
3.2.3 Vorgehensweise in der Performanceanalyse nachhaltiger Investmentfonds
3.3 Nachhaltige Fonds höherer Güte und konventionelle Fonds
3.3.1 Nachhaltigkeitsanalyse
3.3.2 Performanceanalyse
3.4 Nachhaltige Fonds geringerer Güte und konventionelle Fonds
3.4.1 Nachhaltigkeitsanalyse
3.4.2 Performanceanalyse
3.5 Vorstellung und Diskussion der Ergebnisse
4 Handlungsempfehlungen und Politikimplikationen
5 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Wirtschaftlichkeit von nachhaltigen Investmentfonds im Vergleich zu konventionellen Anlageprodukten zu prüfen, wobei besonderes Augenmerk auf die qualitative Analyse der Nachhaltigkeitsansätze gelegt wird, um deren Einfluss auf die finanzielle Performance zu ergründen.
2.1.1 Funktionsweise und Grundstruktur
In einem Investmentfonds (in der Rechtssprache: Sondervermögen) bündelt eine Kapitalanlagegesellschaft (KAG) die Gelder mehrerer Anleger, um sie i.d.R. nach dem Prinzip der Risikoverteilung in verschiedene Vermögenswerte (z. B. Immobilien, Wertpapiere, Derivate sowie flüssige Mittel) anzulegen. Je nach rechtlicher Form des Investmentfonds können dabei eine unbeschränkte Anzahl von Anlegern in diesen investieren, wobei die Anleger gegen einen Ausgabepreis Fondsanteile erwerben. Steigen bspw. die Vermögenswerte und somit der Wert des Portfolios an, kann ein Anleger (zumeist) zu einem beliebigen Zeitpunkt von seinem Rückgaberecht Gebrauch machen und seine Fondsanteile zu einem gestiegenen Anteilspreis der KAG zurückgeben. Die grundlegende Struktur und Funktionsweise eines Investmentfonds wird durch Abbildung 1 nochmals graphisch dargestellt und inhaltlich ergänzt.
Das klassische Ziel einer Investmentgesellschaft wurde im Jahre 1868 festgesetzt und lautet nach dem Gründungsprospekt des „Foreign and Colonial Trust“ - der erste bekannte Investmentfonds – wie folgt: „Das Ziel der Gesellschaft ist es, den kleinen Sparern dieselben Vorteile zu verschaffen wie den Reichen, indem das Risiko durch Streuung der Kapitalanlage auf eine Anzahl verschiedener Aktien vermindert wird“. Es dauerte von diesem Zeitpunkt knapp ein Jahrhundert bis sich die Idee des Investmentfonds 1949 auch in Deutschland etablierte, wodurch auch der Begriff „Kapitalanlagegesellschaft“ erstmals geprägt wurde. Investmentfonds werden nach dem deutschen Investmentgesetz (InvG) wie folgt definiert: „Investmentfonds sind von einer KAG verwaltete Publikums-Sondervermögen […] Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren (OGAW) […], und sonstige Publikums- oder Spezial-Sondervermögen“.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema ein, skizziert die Problematik hinsichtlich Nachhaltigkeit und finanzieller Performance und legt die Zielsetzung sowie den strukturellen Aufbau der Arbeit dar.
2 Theoretischer Grundlagenteil: Dieses Kapitel erläutert die Funktionsweise von Investmentfonds, die Portfoliotheorie, Methoden der Performanceanalyse sowie die Entwicklung und Umsetzung von Nachhaltigkeitsansätzen.
3 Performanceanalyse anhand verschiedener Nachhaltigkeitskriterien: Hier erfolgt eine kritische Auseinandersetzung mit bisherigen Studien, die methodische Vorgehensweise der eigenen Analyse sowie der konkrete Vergleich von nachhaltigen und konventionellen Fonds.
4 Handlungsempfehlungen und Politikimplikationen: Dieses Kapitel leitet aus den gewonnenen Erkenntnissen Empfehlungen für Investoren und Finanzdienstleister ab und diskutiert politische Rahmenbedingungen für nachhaltige Investitionen.
5 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen, bewertet die Hypothesen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Bedeutung der Nachhaltigkeitsforschung.
Nachhaltige Investmentfonds, Performanceanalyse, ESG, Risikodiversifikation, Sharpe-Ratio, Treynor-Ratio, Nachhaltigkeitsrating, SRI, Kapitalanlagegesellschaft, Portfoliotheorie, Nachhaltigkeits-Prämie, Anlageentscheidung, Marktrisiko.
Die Arbeit untersucht, ob es Performanceunterschiede zwischen nachhaltigen und konventionellen Investmentfonds gibt und wie sich verschiedene Nachhaltigkeitsansätze auf die Rendite auswirken.
Die zentralen Felder sind die Portfoliotheorie, Performanceanalyse-Methoden, die Systematisierung von Nachhaltigkeit (ESG) und die qualitative Bewertung durch Ratingagenturen.
Das Ziel ist die Prüfung der Wirtschaftlichkeit nachhaltiger Anlageentscheidungen im Vergleich zu konventionellen Alternativen unter Berücksichtigung der "Güte" der Nachhaltigkeitskriterien.
Die Arbeit nutzt einen quantitativen Vergleich mittels risikoadjustierter Kennzahlen (Sharpe-Ratio, Treynor-Ratio) sowie eine qualitative Scoring-Analyse zur Differenzierung nachhaltiger Fonds.
Der Hauptteil analysiert theoretische Grundlagen und vergleicht anschließend spezifisch ausgewählte nachhaltige Fonds unterschiedlicher "Güte" mit entsprechenden konventionellen Pendants.
Wichtige Begriffe sind ESG, SRI, risikoadjustierte Rendite, Nachhaltigkeits-Prämie, Best-in-Class-Ansatz und die Diversifikation nach Markowitz.
Die Unterteilung in höhere und geringere Güte erlaubt eine differenziertere Untersuchung der Sensitivität, ob eine intensivere ESG-Integration negative Auswirkungen auf die finanzielle Performance hat.
Ratingagenturen liefern die essenzielle Informationsbasis für die Nachhaltigkeitsanalyse, weisen jedoch eine hohe Heterogenität in ihren Kriterienkatalogen und Bewertungsansätzen auf.
Die Ergebnisse zeigen, dass zwar oft eine geringe "Nachhaltigkeits-Prämie" gezahlt wird, die Unterschiede zu konventionellen Fonds jedoch nicht gravierend sind und nachhaltige Strategien durchaus wettbewerbsfähig sein können.
Der Autor empfiehlt, Mitarbeiter im Bereich nachhaltiger Geldanlagen besser zu schulen und das Produktangebot auszubauen, um die wachsende Nachfrage, insbesondere durch institutionelle Anleger, nicht zu verpassen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

