Masterarbeit, 2013
119 Seiten, Note: Sehr Gut (1B)
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Methodik
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Grundlagen und Abgrenzungen
2.1 Baubetrieb
2.1.1 Definition Baubetrieb
2.1.2 Abgrenzung Betriebsgröße
2.1.3 Abgrenzung Bausparte
2.1.4 Abgrenzung Eigenleistung - Fremdleistung
2.2 Das baubetriebliche Rechnungswesen
2.2.1 Unternehmensrechnung
2.2.2 Kosten- und Leistungsrechnung
2.3 Controlling
3 Baukalkulation
3.1 Kalkulationsphasen
3.1.1 Regelkreis der Baukalkulation
3.1.2 Wertschöpfungskette im Baubetrieb
3.1.3 Leistungserstellungsprozess
3.2 Ausschreibung und Vergabe
3.2.1 Vergabeverfahren
3.2.2 Leistungsbeschreibung
3.2.3 Bauvertragstypen
3.3 Angebotskalkulation
3.3.1 Kostenartengruppen
3.3.2 Kostengruppen
3.3.3 Kalkulationsschema
3.3.4 K-Blätter
3.3.5 Kalkulationsmethoden
3.3.5.1 Methoden der stationären Industrie
3.3.5.2 Methoden der Kostenermittlung
3.3.5.3 Methoden der Zuschlagskalkulation
3.4 Nachkalkulation und Soll-Ist-Vergleichsrechnung
3.4.1 Nachkalkulation
3.4.1.1 Definition Nachkalkulation
3.4.1.2 Aufgaben der Nachkalkulation
3.4.1.3 Zielsetzung der Nachkalkulation
3.4.2 Arbeitskalkulation
3.4.2.1 Definition und Aufgaben der Arbeitskalkulation
3.4.2.2 Ablauf der Arbeitskalkulation
3.4.3 Soll-Ist-Vergleichsrechnung
3.4.3.1 Arten der Soll-Ist-Vergleichsrechnung
3.4.3.2 Kosten-Soll-Ist-Vergleich
3.4.3.3 Mengen-Soll-Ist-Vergleich
3.4.3.4 Stunden-Soll-Ist-Vergleich
3.4.4 Zwischenresümee
4 Empirische Studien über Vergleichsrechnungen in der Praxis
4.1 Mayer (1986)
4.1.1 Untersuchungsrahmen
4.1.2 Untersuchungsergebnisse
4.1.3 Probleme und Schwachstellenanalyse
4.2 Heim (2005)
4.2.1 Untersuchungsrahmen
4.2.2 Untersuchungsergebnisse
4.2.3 Abgeleitete Defizite
4.3 Auswirkungen der Informationstechnologie
5 Informationsmanagement für die Nachkalkulation
5.1 Integrierte Softwaregesamtlösungen versus separate Systeme
5.1.1 Stammdaten und Soll-Ist-Vergleich bei Bau-SU®
5.1.2 Standardkalkulation und Controlling mit Auer Success®
5.1.2.1 Ablauf der Angebotskalkulation
5.1.2.2 Ablauf der unterschiedlichen Controllingverfahren
5.2 Zeitnaher Soll-Ist-Vergleich mit MIS „Aristoteles“
6 Fallbeispiel Stützmauer (STM)
6.1 Grundlagen und Vorarbeiten
6.1.1 Auswahl der Bausoftware
6.1.2 Grundlagen des Projekts
6.1.3 Vor- und Arbeitskalkulation sowie Mengenberechnung
6.2 Durchführung der Vergleichsrechnungen
6.2.1 Kosten-Soll-Ist-Vergleich (STM)
6.2.2 Stunden-Soll-Ist-Vergleich (STM)
7 Schlussfolgerung und Ausblick
7.1 Synthese aus Theorie, Analyse der Studien und Fallbeispiel
7.2 Grundregeln für die Organisation der Nachkalkulation
7.2.1 Vergleich mit methodisch einwandfreier Systemausbildung
7.2.2 Auswirkungen einer „Kostenermittlung mit fertigen Einheitspreisen“
7.3 Ausblick auf weiteren Forschungsbedarf
8 Resümee
Die vorliegende Masterarbeit befasst sich mit der Entwicklung allgemeingültiger Grundregeln für die Organisation einer prozessorientierten Nachkalkulation in mittelgroßen Bauunternehmen. Das primäre Ziel ist es, durch die Identifizierung von Optimierungspotenzialen in gängigen Controlling-Methoden und deren Integration in bestehende IT-Strukturen, eine methodisch fundierte und praxisgerechte Vorgehensweise für die Nachkalkulation zu etablieren, um die Baustellensteuerung und die zukünftige Angebotskalkulation zu verbessern.
3.1.1 Regelkreis der Baukalkulation
Wie schon im Kapitel 2.2.2 erwähnt, dient die Kalkulation der Ermittlung von Kosten vor während und nach der Leistungserstellung. Dieser zeitliche Ablauf kann auch als kybernetischer Regelkreis der Baukalkulation betrachtet werden.
Nach der KLR-Bau erfolgt eine Gliederung der Kalkulation in „vor und nach der Auftragserteilung“. Die „Vorkalkulation“ (VK) beinhaltet die Angebots-, Auftrags- und Nachtragskalkulation. Nach Auftragserteilung erfolgt im Zuge der Arbeitsvorbereitung die „Arbeitskalkulation“ (AK) und nach Erstellung der Teil- oder Gesamtbauleistung die „Nachkalkulation“ (NK).
1 Einleitung: Dieses Kapitel stellt die Problematik der oft vernachlässigten Nachkalkulation dar und definiert die Zielsetzung, Methodik sowie den Aufbau der Arbeit.
2 Grundlagen und Abgrenzungen: Hier werden die zentralen Begrifflichkeiten wie Baubetrieb, Rechnungswesen und Controlling für den Kontext der Arbeit definiert und eingegrenzt.
3 Baukalkulation: Dieses Kapitel behandelt die theoretischen Phasen der Baukalkulation sowie die verschiedenen Methoden der Kostenermittlung und des Soll-Ist-Vergleichs.
4 Empirische Studien über Vergleichsrechnungen in der Praxis: Eine Analyse bestehender Studien zu Nachkalkulationsmethoden und deren Anwendung in Bauunternehmen zeigt aktuelle Probleme und Schwachstellen auf.
5 Informationsmanagement für die Nachkalkulation: Es erfolgt eine Gegenüberstellung von IT-Modellen sowie die Untersuchung der Nutzung von Stammdaten für Controlling-Prozesse.
6 Fallbeispiel Stützmauer (STM): Anhand eines praxisnahen Szenarios werden sämtliche Controlling-Prozesse, von der Vorbereitung bis zum Soll-Ist-Vergleich, detailliert durchgespielt.
7 Schlussfolgerung und Ausblick: Zusammenführung der Erkenntnisse aus Theorie und Praxis zur Ableitung allgemeingültiger Grundregeln für die Organisation der Nachkalkulation.
8 Resümee: Abschließende Betrachtung der Arbeit und Einordnung der Ergebnisse in den Gesamtzusammenhang des kybernetischen Regelkreises.
Nachkalkulation, Baukalkulation, Arbeitskalkulation, Soll-Ist-Vergleich, Baustellencontrolling, Kostenrechnung, Bauunternehmen, KMU, Prozessorientierung, Informationstechnologie, Bauarbeitsschlüssel, Kostenermittlung, Projektmanagement, Baubetriebsabrechnung, Leistungsverzeichnis.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der methodischen und organisatorischen Optimierung der Nachkalkulation in mittelgroßen Bauunternehmen, um diese als effektives Steuerungsinstrument im Baustellencontrolling zu etablieren.
Die Schwerpunkte liegen auf dem kybernetischen Regelkreis der Baukalkulation, der Integration von IT-Systemen in kaufmännische und technische Abteilungen sowie der praktischen Durchführung von Soll-Ist-Vergleichen.
Das Ziel ist die Aufstellung allgemeingültiger Grundregeln für eine prozessorientierte Nachkalkulation, die einfach in der Anwendung und kostengünstig im Betrieb ist.
Die Arbeit folgt einer triadischen Vorgehensweise: theoretisch-analytisch durch Literaturstudium, empirisch-analytisch durch Auswertung bestehender Studien und induktiv-analytisch durch ein praktisches Fallbeispiel.
Neben den theoretischen Grundlagen der Baukalkulation stehen die Analyse der Praxis durch empirische Studien und die detaillierte Darstellung der Controlling-Prozesse mittels Fallstudien im Fokus.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Nachkalkulation, Baustellencontrolling, Soll-Ist-Vergleich, Baukalkulation und Prozessorientierung charakterisieren.
Während die Vorkalkulation Preise ex ante zur Angebotsfindung ermittelt, dient die Nachkalkulation ex post der Ermittlung der tatsächlich entstandenen Kosten sowie der Überprüfung von Aufwands- und Verbrauchswerten.
Die IT spielt eine zentrale Rolle bei der Integration von Daten. Die Arbeit vergleicht hierbei integrierte Softwaregesamtlösungen mit separaten Systemen für den technischen und kaufmännischen Bereich.
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