Examensarbeit, 2015
89 Seiten, Note: 1,7
1 Vorwort
2 Einleitung
3 Begriffserklärung
3.1 Methodenmonismus
3.2 Medienvielfalt
4 Schulalltag – Unterrichten im Wandel der Zeit
4.1 Die Schule früher
4.2 Die Schule von heute – der ‚gewünschte‘ Ist-Zustand
4.3 Die Schule von morgen – vom ‚tatsächlichen‘ Ist-Zustand zum Soll-Zustand
5 Vergleich ausgewählter Studien
6 Interpretation der Studien
6.1 Interpretation aus Sicht der Lehrerinnen und Lehrer
6.2 Interpretation aus Sicht der Schülerinnen und Schüler
7 Eigene Empirische Untersuchung
7.1 Fragebogen
7.2 Untersuchungsobjekte
7.3 Darstellung der Untersuchungsbefunde – eine Auswertung
8 Unterrichtsplanung auf Basis der Studien
8.1 Bedingungsanalyse
8.1.1 Lerngruppe und Lehrer-Schüler-Verhältnis
8.1.2 Äußere Bedingungen (sozio-kulturelle Bedingungen)
8.1.3 Schlussfolgerungen für den Unterricht
8.2 Sachanalyse
8.3 Begründung der didaktischen Stufung
8.4 Stundenziele
8.5 Methodenauswahl
8.6 Aussagen zu Schülerleistungen
9 Durchführung und Reflexion
9.1 Erste Unterrichtsstunde - Verlaufsplanung (gekürzt)
9.2 Zweite Unterrichtsstunde - Verlaufsplanung (gekürzt)
9.3 Reflexion
10 Zusammenfassung – Fazit – Ausblick
Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen dem vorherrschenden Frontalunterricht ("Methodenmonismus") und der wachsenden Verfügbarkeit neuer digitaler Medien ("Medienvielfalt"). Ziel ist es zu analysieren, warum trotz moderner technischer Möglichkeiten im Wirtschaft und Recht-Unterricht an Thüringer Gymnasien überwiegend traditionelle Lehrformen dominieren und wie durch eine methodisch reflektierte Unterrichtsplanung ein Wandel hin zur Schülerorientierung gelingen kann.
4.2 Die Schule von heute – der ‚gewünschte‘ Ist-Zustand
Obwohl der Computer schon längere Zeit Einzug in die Schule gehalten hat, führte er bisher meist ein Randleben - verbannt in extra Übungsräume oder Abseits im Klassenzimmer. Mit dem neuen Medium des interaktiven Whiteboards rückte der Computer als zentrale Schaltstelle schlagartig in den Mittelpunt des Unterrichts. Auf der digitalen Tafel, die über einen Beamer Inhalte wie auf einem überdimensionalen Computermonitor abbildet, können Bilder, Texte sowie Audio- und Videodateien wiedergegeben werden.
Die Möglichkeiten der Darstellung auf dieser neuen weißen Tafel, dem Whiteboard, scheinen gegenüber der klassischen Kreidetafel nahezu unbegrenzt.
Aber mit dieser interaktiven Tafel lassen sich nicht nur Dinge besser abbilden. Die mit dem Computer verbundene Tafel kann darüber hinaus von den Lehrern und den Lernenden als universelles Werkzeug verwendet werden. Auf ihr können im Unterricht Inhalte in neuer und vor allem besserer Form, nämlich interaktiv recherchiert, gestaltet und präsentiert werden. Durch die Kombination von Interaktionen mit den Möglichkeiten der vielseitigen Darstellung eröffnet das Whiteboard schließlich auch Freiraum für neue pädagogische Konzepte und bietet neue Formen im Umgang zwischen Lehrern und Schülern.
Das Interaktive Whiteboard, so scheint es, ist für die Schule das Medium der Zukunft.
1 Vorwort: Der Autor erläutert die Entstehung der Arbeit im Rahmen seiner Ersten Staatsprüfung und ordnet die Themenkomplexe Methoden und Medien ein.
2 Einleitung: Hier wird die Problemstellung des "Methodenmonismus" im Vergleich zur geforderten modernen Medienvielfalt hergeleitet und das Ziel der Untersuchung definiert.
3 Begriffserklärung: Definition und Abgrenzung der zentralen Fachbegriffe Methodenmonismus und Medienvielfalt im schulischen Kontext.
4 Schulalltag – Unterrichten im Wandel der Zeit: Historischer Rückblick und Analyse der Entwicklung von der traditionellen Kreidetafel hin zum digitalen Whiteboard.
5 Vergleich ausgewählter Studien: Zusammenstellung und Auswertung bestehender empirischer Befunde zur tatsächlichen Unterrichtsrealität in Deutschland.
6 Interpretation der Studien: Analyse der Gründe für die Dominanz des Frontalunterrichts aus unterschiedlichen Perspektiven von Lehrkräften und Schülern.
7 Eigene Empirische Untersuchung: Darstellung und Auswertung der selbst durchgeführten Schülerbefragung am Gymnasium Georgianum.
8 Unterrichtsplanung auf Basis der Studien: Transfer der theoretischen und empirischen Erkenntnisse in eine konkrete Unterrichtsplanung zum Thema "Markt und Preisbildung".
9 Durchführung und Reflexion: Dokumentation der praktischen Umsetzung und kritische Reflexion des Unterrichtsverlaufs.
10 Zusammenfassung – Fazit – Ausblick: Zusammenführende Betrachtung der Ergebnisse und Beantwortung der Forschungsfragen.
Methodenmonismus, Medienvielfalt, Frontalunterricht, Schülerrorientierung, Wirtschaft und Recht, interaktives Whiteboard, empirische Studie, Unterrichtsplanung, Marktmechanismus, didaktische Reduktion, Kompetenzfelder, Lehrer-Schüler-Verhältnis, digitale Medien, Schulalltag, Preisbildung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Missverhältnis zwischen dem klassischen, lehrerzentrierten Frontalunterricht ("Methodenmonismus") und der zunehmenden technischen Aufrüstung von Klassenzimmern ("Medienvielfalt").
Die zentralen Felder umfassen die Unterrichtsmethodik, den Einsatz digitaler Medien, die Analyse der Unterrichtsrealität und die didaktische Planung im Fach Wirtschaft und Recht.
Das Ziel ist es, zu untersuchen, warum trotz Medienvielfalt der Frontalunterricht dominiert, und durch eine empirische Untersuchung sowie eine beispielhafte Unterrichtsplanung Wege zur effektiven Methodenvielfalt aufzuzeigen.
Der Autor stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender Studien sowie eine eigene empirische Befragung von Schülerinnen und Schülern an einem Thüringer Gymnasium.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung, die Interpretation bestehender Studien, die Auswertung der eigenen empirischen Daten sowie eine detaillierte Unterrichtsplanung inklusive Reflexion.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Methodenmonismus, Medienvielfalt, Schülerorientierung, digitale Unterrichtsmedien und Wirtschaftsdidaktik.
Laut der Arbeit spielt Zeitdruck, Stofffülle, die Notwendigkeit der Abiturvorbereitung und eine fest verankerte Lehrpraxis eine Rolle, die den Rückgriff auf lehrerzentrierte Methoden begünstigt.
Schüler nehmen den Frontalunterricht oft als lehrergesteuert wahr, was die Motivation mindern kann, obwohl sie ihn gleichzeitig aufgrund der klaren Stoffvermittlung in höheren Klassenstufen durchaus präferieren.
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