Masterarbeit, 2014
65 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung und Forschungsfrage
1.1. Tradition und Moderne
1.2. Ballade: Definition, Entstehung und ihr Verhältnis zur Historie
1.3. Theodor Fontanes Balladenschaffen
2. Die in dieser Arbeit untersuchten Balladen
2.1. Der Tag von Hemmingstedt
2.1.1. Geschichtlicher Hintergrund und Balladeninhalt
2.1.2. Dichtung und Historie
2.1.3. Interpretation
2.2. Prinz Louis Ferdinand
2.2.1. Balladeninhalt
2.2.2. Der reale Prinz Louis Ferdinand
2.2.3. Interpretation
2.2.4. Altes und Neues
2.3. Die Brück’ am Tay (28. Dezember 1879)
2.3.1. Balladeninhalt
2.3.2. Forschungsüberblick
2.3.3. Die reale Katastrophe und Fontanes Quelle zu derselben
2.3.4. Interpretation
3. Entwicklung von Tradition und Moderne in Fontanes Balladen
3.1. Zusammenfassung
3.2. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne in ausgewählten Balladen von Theodor Fontane, um die Entwicklung seines Schaffens nachzuvollziehen. Dabei wird analysiert, in welchem Maße Fontane die klassische Gattungsform beibehält oder durch moderne, gesellschaftskritische Elemente und zeitgenössische Stoffe transformiert.
2.1.2. Dichtung und Historie
Die Schlacht bei Hemmingstedt war vor und nach Fontanes Zeit immer wieder ein beliebtes Thema für Balladendichter. Erinnert diese Geschichte doch an den biblischen Kampf zwischen David und Goliath, an die Schlacht im Teutoburger Wald oder auch an den Freiheitskampf des Schweizers Wilhelm Tell (vgl. PERREY & PERREY 1998, S. 53). Zur 450. Jährung des Gefechts wurde von der Dithmarscher Landesschule eine Sammlung von 28 hoch- und niederdeutschen Balladen herausgebracht, in die jedoch nicht jedes Werk über die Schlacht aufgenommen werden konnte (vgl. KROGMANN 1950). Unter den Künstlern befinden sich neben Fontane auch andere berühmte Namen wie Detlev von Liliencron mit Die Hochzeit in Windbergen oder Klaus Groth mit De Slacht bi Hemmingsted. Groths plattdeutsche Ballade erschien im Sommer 1850 und war Fontane bekannt (vgl. PERREY & PERREY 1998, S. 54). In den Gedichten werden die historischen Fakten jedoch oft nur als Anhaltspunkte zur künstlerischen Verwertung genutzt. Es haben sich im Verlauf der Dichtungsgeschichte unzählige Mythen und Legenden um die Schlacht bei Hemmingstedt gebildet, die immer wieder aufgegriffen und umgearbeitet werden.
1. Einleitung und Forschungsfrage: Diese Einleitung führt in die Thematik ein und definiert die zentralen Begriffe "Tradition" und "Moderne" in Bezug auf Fontanes lyrisches Werk. Sie legt die Forschungsfrage fest, die das Spannungsverhältnis zwischen diesen Polen in drei ausgewählten Balladen untersucht.
2. Die in dieser Arbeit untersuchten Balladen: Das Kapitel analysiert exemplarisch drei Balladen (Der Tag von Hemmingstedt, Prinz Louis Ferdinand, Die Brück’ am Tay), die unterschiedliche Phasen von Fontanes Schaffen und seinen Umgang mit Gattungstraditionen widerspiegeln. Es beleuchtet für jedes Werk den historischen Kontext, den Balladeninhalt und bietet eine detaillierte Interpretation im Hinblick auf das Spannungsfeld von Tradition und Moderne.
3. Entwicklung von Tradition und Moderne in Fontanes Balladen: Hier werden die Ergebnisse der Einzelanalysen zusammengeführt, um die Entwicklungslinie in Fontanes Balladendichtung zu skizzieren. Es wird verdeutlicht, wie Fontane sich zunehmend von den konservativen Vorgaben des "Tunnels" löste und die Ballade für moderne, zeitgenössische Inhalte öffnete.
Theodor Fontane, Ballade, Tradition, Moderne, Kunstballade, Dithmarschen, Preußen, Industrialisierung, historische Stoffe, Gattungsgeschichte, Literaturwissenschaft, Lyrik, Realismus, 19. Jahrhundert, Technik.
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung von Theodor Fontanes Balladenschaffen unter dem Aspekt des Spannungsverhältnisses zwischen Tradition und Moderne.
Zentrale Themen sind die Gattungsdefinition der Ballade, die Auseinandersetzung mit historischen versus modernen Stoffen sowie die künstlerische Transformation von Zeitgeschichte in lyrische Formen.
Die Arbeit geht der Frage nach: In welchem Verhältnis stehen Tradition und Moderne im Balladenschaffen Theodor Fontanes?
Die Autorin nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse von Primär- und Sekundärtexten, wobei sie drei exemplarische Balladen chronologisch untersucht und mit historischen Quellen abgleicht.
Im Hauptteil erfolgt eine detaillierte Untersuchung von drei Balladen: "Der Tag von Hemmingstedt", "Prinz Louis Ferdinand" und "Die Brück’ am Tay", wobei jeweils historischer Hintergrund, Balladeninhalt und Interpretation beleuchtet werden.
Wichtige Schlüsselwörter sind Fontane, Ballade, Tradition, Moderne, Realismus, Industriegeschichte und Gattungstransformation.
Sie gilt als Schlusspunkt der Analyse, da in ihr am deutlichsten der Konflikt zwischen der traditionellen Form der Ballade und der Darstellung eines modernen, technischen Katastrophenereignisses zutage tritt.
Der "Tunnel" förderte zwar das Schreiben von Balladen, forderte jedoch gleichzeitig eine konservative Haltung, von der sich Fontane im Laufe seiner Karriere zunehmend distanzierte, was zu einer formalen und inhaltlichen Neuausrichtung führte.
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