Bachelorarbeit, 2015
40 Seiten, Note: 1
Einleitung
I. Quellenlage zu den Sklavenaufständen
II. Charakteristika der römischen Sklavenhaltung in der Republik
1. Wie kommt man zu Sklaven?
2. peculium, contubernium und manumissio
2. 1. peculium
2. 2. contubernium
2. 3. manumissio
3. Tätigkeitsfelder von Sklaven und deren Behandlung
3. 1. Städtische Sklaven
3. 2. Ländliche Sklaven
III. Erster sizilischer Sklavenaufstand (141-132 v. Chr.)
1. Historisches Umfeld/Kontext
2. Verlauf
IV. Zweiter sizilischer Sklavenaufstand (104-101 v. Chr.)
1. Historisches Umfeld/Kontext
2. Verlauf
V. Spartacusaufstand (74-71 v. Chr.)
1. Historisches Umfeld/Kontext
2. Verlauf
Resümee
Diese Arbeit untersucht die drei großen Sklavenaufstände der römischen Republik des 2. und 1. Jahrhunderts v. Chr. und analysiert deren Einfluss auf die römische Innenpolitik. Dabei liegt der Fokus darauf, die soziokulturellen und ökonomischen Rahmenbedingungen der Sklaverei zu verstehen, die maßgeblich zu den gewaltsamen Erhebungen beigetragen haben.
3. 1. Städtische Sklaven
Während des 2. Jh. v. Chr. stieg die Luxusbedürftigkeit der reichen Römer und somit auch ihr Personalbedarf, wobei als erstes Köche engagiert wurden.28
Die Sklaven in der familia urbana genossen ein relativ angenehmes Dasein. So hatten sie auch die Möglichkeit sich ein peculium anzulegen.29 Dies sollte sowohl Treue als auch Fleiß steigern. Besonders Sklaven, die wegen ihrer Tätigkeit als Schreiber, Sekretär Buchhalter o. ä. in engen Kontakt zu ihrem Herrn standen, erfreuten sich dessen Gunst und Vertrauen.
Die meisten Freigelassenen stammten aus dem Verwaltungsbereich, aber auch Diener und Köche konnten die Freiheit erlangen. Brutale Körperstrafen hielten sich in Grenzen, um die Arbeitsleistung nicht zu vermindern, außer wenn ein Exempel zu statuieren war.30
Ähnlich stand es beim qualifizierten Handwerkssklaven. Wurden Ende des 3. Jh. v. Chr. Luxusgüter noch hauptsächlich aus dem hellenistischen Osten importiert und in Italien nur vereinzelt von Fachsklaven hergestellt, so entstanden im 2. Jh. v. Chr. spezialisierte handwerkliche Betriebe, die bevorzugt gut ausgebildete Sklaven beschäftigen, wobei diese Sklaven, oft nach ihrer Freilassung, in den Betrieben weiterarbeiten.31
Im 1. Jh. v. Chr. existierten die “alten“, zumeist freie Tagelöhner beschäftigenden, Produktionszweige weiterhin.32 Da die alltäglichen Lebensbedingungen der freien Tagelöhner und der Handwerkssklaven sich faktisch nicht so wesentlich voneinander unterschieden und es regelmäßigen Kontakt (bei der Arbeit, auf der Straße und bei kultischen Festen) zwischen diesen beiden Gruppen gab, kam es zu einer Solidarisierung beim Verfolgen von gemeinsamen Zielen.33
Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Rolle der Sklaverei in der antiken Wirtschaft und definiert das Ziel der Arbeit, den Einfluss der drei großen Sklavenaufstände auf die römische Innenpolitik zu untersuchen.
I. Quellenlage zu den Sklavenaufständen: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die antiken Hauptquellen wie Diodor, Plutarch, Appian und Livius, deren Überlieferungsgeschichte und deren Zuverlässigkeit.
II. Charakteristika der römischen Sklavenhaltung in der Republik: Hier werden die Erwerbsformen, Rechtsverhältnisse wie peculium und manumissio sowie die Lebens- und Arbeitsbedingungen von städtischen und ländlichen Sklaven analysiert.
III. Erster sizilischer Sklavenaufstand (141-132 v. Chr.): Dieses Kapitel behandelt das historische Umfeld sowie Verlauf und Niederschlagung des ersten großen Sklavenaufstandes auf Sizilien unter der Führung von Eunus.
IV. Zweiter sizilischer Sklavenaufstand (104-101 v. Chr.): Hier werden die Hintergründe und der Verlauf des zweiten Aufstandes auf Sizilien unter Salvius/Tryphon und Athenion sowie deren Scheitern gegen die römische Ordnungsmacht beschrieben.
V. Spartacusaufstand (74-71 v. Chr.): Dieses Kapitel analysiert den Spartacusaufstand als bedeutendste Erhebung, dessen Ausbruch aus einer Gladiatorenschule, die strategischen Entwicklungen unter Crassus und das gewaltsame Ende.
Resümee: Das Resümee vergleicht die drei Aufstände hinsichtlich ihrer Ursachen, militärischen Stützen und Auswirkungen und zieht eine Bilanz über die Reaktionen des römischen Staates.
Römische Republik, Sklaverei, Sklavenaufstand, Sizilien, Spartacus, Eunus, Salvius, Athenion, Crassus, Manumissio, Peculium, Landwirtschaft, Gladiatoren, Römische Innenpolitik, Antike Sozialgeschichte.
Die Arbeit untersucht die drei bedeutendsten Sklavenaufstände der römischen Republik im 2. und 1. Jahrhundert vor Christus und analysiert deren soziokulturelle Ursachen sowie ihre Auswirkungen auf die römische Innenpolitik.
Im Zentrum stehen die Sklavenhaltung in der römischen Republik, die Lebensbedingungen von städtischen und ländlichen Sklaven sowie die militärische und politische Reaktion Roms auf großflächige Sklavenaufstände.
Das Ziel ist es, durch die Analyse der drei großen Aufstände zu verdeutlichen, wie diese Ereignisse die römische Tagespolitik beeinflussten und welche strukturellen Probleme der römischen Sklavengesellschaft sie aufdeckten.
Es handelt sich um eine historische Analyse, die primär auf der Auswertung antiker historiographischer Quellen wie Diodor, Plutarch und Appian basiert und diese mit modernen Forschungsergebnissen in Beziehung setzt.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der römischen Sklavenhaltung, die detaillierte Darstellung der beiden sizilischen Aufstände und eine umfassende Betrachtung des Spartacusaufstandes unter Berücksichtigung der politischen Akteure.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Römische Republik, Sklavenwirtschaft, Spartacusaufstand, Aufstandssoziologie, Antike Rechtsgeschichte und Innenpolitik der späten Republik charakterisieren.
Die Arbeit fokussiert sich auf die großen Aufstände, da diese aufgrund ihres Ausmaßes und ihrer Dauer einen messbaren Einfluss auf die stadtrömische Politik hatten, während über kleinere Aufstände oft nur wenige, fragmentarische Informationen vorliegen.
Die Hirten stellten die wichtigste militärische Stütze der Aufstände dar, da sie als junge, agile und teilweise bewaffnete Gruppe über hervorragende Geländekenntnisse verfügten, die sie für Hinterhalte und Spionage prädestinierten.
Das peculium war ein Sondergut, das der Herr dem Sklaven zur Nutzung überließ. Es diente oft als Anreiz für Fleiß und Treue, konnte jedoch jederzeit vom Herrn widerrufen werden.
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