Diplomarbeit, 2007
141 Seiten, Note: 2,0
Geowissenschaften / Geographie - Phys. Geogr., Geomorphologie, Umweltforschung
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Aufgabenstellung und Zielsetzung
2. Stand der Forschung
2.1. Allgemeine Theorie
2.2. Ursachen von Hochwasserereignissen
2.3. Arten des Hochwassers
2.4. Klassen von Hochwasser
2.5. Stand der historischen Hochwasserforschung
2.6. Stand der historischen Hochwasserforschung im Projektgebiet (Erzgebirge)
3. Einführung in das Untersuchungsgebiet
3.1. Geographische Lage und Erstreckung
3.2. Historische Entwicklung und Besiedlungsgeschichte
3.2.1. Bergbau im Erzgebirge
3.2.2. Besiedlung
3.3. Geologie und Hydrogeologie
3.4. Böden
3.5. Klima
3.6. Vegetation und Landnutzung
3.6.1. Potentielle natürliche Vegetation
3.6.2. Tatsächliche Vegetation
3.6.3. Landnutzung
3.7. Hydrologie
3.7.1. Hydrologie der Flöha
3.7.2. Hydrologie der Zschopau
4. Untersuchungsmethoden
4.1. Literaturrecherche und Archivarbeit
4.2. Karteninterpretation
4.3. Probleme bei der Datenbeschaffung
5. Ergebnisse
5.1. Hochwasserchronik der Flöha und der Zschopau (1800 – heute)
5.2. Herausragende Hochwasserereignisse
5.2.1. Das Hochwasser vom 03. Februar 1862
5.2.2. Das Hochwasser vom 02. Januar 1880
5.2.3. Das Hochwasser vom 29.- 31. Juli 1897
5.2.3.1. Ursachen des Hochwassers
5.2.3.2. Verlauf des Hochwassers
5.2.3.3. Schäden des Hochwassers
5.2.4. Das Hochwasser vom 04. Februar 1909
5.2.4.1. Ursachen des Hochwassers
5.2.4.2. Verlauf des Hochwassers
5.2.4.3. Schäden des Hochwassers
5.2.5. Das Hochwasser vom 02. Juli 1916
5.2.6. Das Hochwasser vom 03. Januar 1932
5.2.6.1. Ursachen des Hochwassers
5.2.6.2. Verlauf des Hochwassers
5.2.6.3. Schäden des Hochwassers
5.2.7. Das Hochwasser vom 9.-11. Juli 1954
5.2.7.1. Ursachen des Hochwassers
5.2.7.2. Verlauf des Hochwassers
5.2.7.3. Schäden des Hochwassers
5.2.8. Das Hochwasser vom 07./ 08. Dezember 1974
5.2.9. Das Hochwasser vom 12. August 2002
5.2.9.1. Ursachen des Hochwasser
5.2.9.2. Verlauf des Hochwassers
5.2.9.3. Schäden des Hochwassers
5.3. Die Entwicklung der Flussläufe von 1880 bis heute - Vergleich verschiedener topographischer Karten und Waldentwicklungskarten für Teilbereiche des Untersuchungsgebietes
6. Diskussion
6.1. Bewertung der Hochwasserchronik
6.2. Bewertung der Ursachen
6.3. Bewertung der herausragenden Hochwasserereignisse
6.4. Bewertung des Schadensausmaßes historischer und aktueller Hochwässer
6.5. Bewertung der anthropogenen Einflussnahme
7. Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht historische und aktuelle Hochwasserereignisse der Flüsse Flöha und Zschopau im mittleren Erzgebirge von 1800 bis heute, um eine Hochwasserchronik zu erstellen und das Schadensausmaß sowie die auslösenden Faktoren zu analysieren. Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Ursachen, den Verlauf und die Folgen extremer Hochwasser zu gewinnen, um künftige Hochwasserschutzmaßnahmen effektiver gestalten zu können.
5.2.1. Das Hochwasser vom 03. Februar 1862
In der Zeit vom 01. - 05. Februar 1862 liefen an mehreren großen Flüssen in Sachsen (Zschopau, Mulde, Elbe) besonders schwere Hochwasser ab.
Entsprechend der Quellen lag im Bereich des Erzgebirges und des Vorlandes in diesem Zeitraum Schnee. Es kam jedoch zu starkem Tauwetter aufgrund steigender Temperaturen, überlagert durch starke Regenfälle. POHL (2004) berichtet in seiner Abhandlung von ununterbrochenem Regenwetter und orkanartigem Wind. Ab dem 6. Februar setzte dann allerdings Schneefall und Frost ein, so dass die Wasserspiegel langsam sanken.
Im v.WB Nr. 6 vom 08.02.1862 wird berichtet, dass die Elbe in Dresden am 03. Februar abends 9 Uhr bereits 9 Ellen und 12 Zoll über Null gestiegen war. Laut Berichten hatte die Elbe bei diesem historischen Ereignis einen Pegel von 8,24 m erreicht (FÜGNER, 2002). Es wird geschrieben, dass das Wasser in Dresden in den Gassen bis auf 2 Ellen (ca. 1,10 m) hoch gestiegen war und 30 Straßen überschwemmt haben soll. Insgesamt waren in Dresden 588 Wohnungen mit 2246 Einwohnern von der Flut betroffen (V.WB Nr. 9 vom 01.03.1862).
1. Einleitung: Vorstellung des INTERREG IIIA Projektes „DINGHO“ und Formulierung der Problemstellung sowie Zielsetzung zur Hochwasseruntersuchung.
2. Stand der Forschung: Erläuterung theoretischer Hochwassergrundlagen, der Ursachen und Arten sowie des Forschungsstandes der historischen Hochwasserforschung.
3. Einführung in das Untersuchungsgebiet: Geografische, geologische und hydrologische Beschreibung der Flöha- und Zschopau-Einzugsgebiete sowie deren historische Siedlungsgeschichte.
4. Untersuchungsmethoden: Darlegung der Methodik bei der Literaturrecherche, Archivarbeit, Karteninterpretation und der auftretenden Probleme bei der Datenbeschaffung.
5. Ergebnisse: Präsentation der detaillierten Hochwasserchronik sowie Einzeldarstellungen und Schadensanalysen zu verschiedenen Hochwasserereignissen.
6. Diskussion: Bewertung und Einordnung der Ergebnisse zu Hochwasserchronik, Ursachen, herausragenden Ereignissen, Schadensausmaß und anthropogenen Einflüssen.
7. Zusammenfassung: Zusammenfassender Rückblick auf die Analyseergebnisse der letzten 207 Jahre und Fazit zur Hochwasserproblematik im Erzgebirge.
Hochwasser, Erzgebirge, Flöha, Zschopau, Hochwasserchronik, Schadensausmaß, Hydrologie, Vb-Wetterlage, historisches Hochwasser, Hochwasserschutz, Anthropogene Einflussnahme, Wetterdaten, Archivarbeit, Pegelaufzeichnungen, Sturzfluten.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Analyse historischer und aktueller Hochwasserereignisse der Flüsse Flöha und Zschopau im mittleren Erzgebirge von 1800 bis heute.
Die Arbeit fokussiert auf die Erstellung einer Hochwasserchronik, die meteorologischen Ursachen für Hochwasser, das entstandene Schadensausmaß sowie die anthropogenen Einflüsse auf die Flusslandschaft.
Ziel ist die Rekonstruktion einer lückenlosen Hochwasserchronik sowie die Darstellung herausragender Ereignisse hinsichtlich ihrer Ursachen, Verläufe und Schäden, um Schlussfolgerungen für den Hochwasserschutz zu ziehen.
Es wird eine Kombination aus Literaturrecherche, intensiver Archivarbeit, Auswertung historischer Pegeldaten sowie der Analyse topographischer Karten und Waldentwicklungskarten angewandt.
Der Hauptteil gliedert sich in die Erstellung der Chronik, die detaillierte Analyse spezifischer Winter- und Sommerhochwasserereignisse (Ursache, Verlauf, Schäden) sowie die Diskussion der Ergebnisse.
Die wichtigsten Begriffe sind Hochwasser, Erzgebirge, Flöha, Zschopau, Hochwasserchronik, Schadensausmaß, Hydrologie und anthropogene Einflussnahme.
Das Hochwasser von 2002 dient als zentrales Beispiel der jüngsten Geschichte, um katastrophale Ausmaße zu verdeutlichen und einen Vergleich zu historischen Extremereignissen zu ermöglichen.
Rodungen, Versiegelungen, Flussbegradigungen und Siedlungstätigkeit in Ufernähe haben das Abflussverhalten nachhaltig verändert und das Schadenspotenzial im Vergleich zu früheren Jahrhunderten deutlich erhöht.
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