Masterarbeit, 2013
106 Seiten, Note: 2
1. Abstract
2. Vorwort
3. Einleitung
3.1. Inhaltliche Einführung
3.2. Untersuchungsfelder
3.3. Vorgehensweise
3.4. Fragestellungen
3.5. Zielsetzung
4. Philosophische Anschauung von Raum
4.1. Raum-Modelle
4.2. Wahrnehmung von Raum
5. Pädagogischer Raum
5.1. Lernen
5.2. Bildung
5.3. Kritische Bildung – (Leerer Raum)
5.4. Ermöglichungsraum
5.5. Sozialer Raum
6. Architektonischer Raum
6.1. Funktion des architektonischen Raumes
6.2. Raum für Bildung
6.3. Wahrnehmung von Raum
6.4. Orientierungsraum
6.5. Ermöglichungsraum
6.6. Sozialer Raum
7. Virtueller Raum / Cyberspace
7.1. Space
7.2. Bildungs-Space
7.3. Wahrnehmung im Space
7.4. Ermöglichungs-Space
7.5. Sozialer Space
8. Allumfassender Bildungsraum
8.1. Anforderungen an den Bildungsraum
8.2. Vereinte Raum-Modelle
8.3. Konkrete Umsetzung von Bildungsraum am Beispiel der Computer Studienwerkstatt der TU Darmstadt
9. Zusammenfassung / Schlusswort
9.1. Überblick:
9.2. Résumé der einzelnen Kapiteln:
9.3. Ergebnis:
9.4. Ausblick:
Die Arbeit untersucht die untrennbare Verbindung zwischen Raum und Bildung. Das Ziel ist es, zu analysieren, wie pädagogische, architektonische und virtuelle Räume in der heutigen Zeit zusammenwirken, um optimale Bildungsräume für eine selbstbestimmte Identitätsentwicklung zu schaffen.
6.1. Funktion des architektonischen Raumes
Es wird allgemein angenommen:
Der durch die Architektur künstlich geschaffene umbaute Raum auf einem Grundstück bildet Lebensraum für den Menschen und nimmt der Natur ein Stück weit Raum weg. Denn durch die Baukunst wird umbauter Freiraum gebildet, in welchem sich der Mensch frei bewegen und ungestört nachdenken kann. Das bedeutet, Raum wird gebildet und schafft zugleich Raum. Raum zum ungestörten Denken, Herumlaufen, Arbeiten, Diskutieren, etc.
Auch SESINK argumentiert auf gleiche Weise, er sagt: „Architektur braucht Raum, und sie schafft Raum; […]“ (SESINK 2005b, S. 6).
Damit der Raum ein Raum ist, in welchem der Mensch ungestört handeln kann, gilt, dass der Mensch diesen erst schaffen muss:
Der Raum entsteht aus einer menschlichen Leistung heraus, mit dem primären Ziel, sich vor Naturgewalten zu schützen. Das Gebäude führt dazu, dass der Mensch sich seine Existenz sichert, indem er die Natur kontrolliert und nur bedingt in seinen umbauten Lebensraum integriert. Um sich nicht gänzlich abzuschirmen, schafft der Mensch durch Türen, Fenster und Balkone einen Austausch zwischen seinem künstlich geschaffenen Schutzraum und der Umwelt mit ihren Naturzwängen. (Denn insofern kein eigener Mikrokosmos herrscht, kann ein abgeschlossenes Gebäude nicht ausreichend Lebensbedingungen herstellen.)
4. Philosophische Anschauung von Raum: Dieses Kapitel erläutert die historischen und gesellschaftlichen Grundlagen der Raumtheorien und stellt die absolute sowie die relativistische Raumvorstellung gegenüber.
5. Pädagogischer Raum: Hier wird die These diskutiert, dass Lernen ein konstruktiver Prozess ist, der Bildung als dynamische Identitätsentwicklung erst ermöglicht.
6. Architektonischer Raum: Dieses Kapitel untersucht die bildende Wirkung von Gebäuden und die Bedeutung der Raumwahrnehmung für das Wohlbefinden und die Entwicklung des Lernenden.
7. Virtueller Raum / Cyberspace: Die Untersuchung befasst sich mit der Medialisierung der Welt und der Frage, wie virtuelle Räume als Bildungsräume genutzt und reflektiert werden können.
8. Allumfassender Bildungsraum: Dieses Kapitel führt die pädagogischen, architektonischen und virtuellen Aspekte zusammen und zeigt am Praxisbeispiel der Computer-Studienwerkstatt der TU Darmstadt, wie ein vereinter Bildungsraum gestaltet werden kann.
Bildung, Raum, Bildungsraum, Philosophische Anschauung von Raum, Pädagogischer Bildungsraum, Architektonischer Bildungsraum, Virtueller Bildungsraum, Schnittstellen der Bildungsräume, Vereinter Bildungsraum, Konstruktion, De(kon)struktion, Identitätsbildung, Lernumgebung, Neue Medien.
Die Arbeit analysiert, inwieweit Raum und Bildung untrennbar miteinander verbunden sind und wie moderne Bildungsräume gestaltet sein müssen, um Lernprozesse und Identitätsentwicklung optimal zu fördern.
Es werden der pädagogische, der architektonische und der virtuelle Bildungsraum (Cyberspace) als Hauptkategorien betrachtet.
Damit ist gemeint, dass mentale und physische Räume aktiv gebildet werden müssen, damit sie überhaupt als Räume für Bildung fungieren können.
Die De(kon)struktion dient als notwendiger destruktiver Teilprozess des Lernens, um bestehendes Wissen zu hinterfragen, Sichtweisen zu verändern und neue Erkenntnisse zu ermöglichen.
Dieser Begriff verweist auf die strukturierende und bildende Wirkung der baulichen Umgebung auf das Individuum, neben dem sozialen Austausch mit Mitschülern und Lehrern.
Virtuelle Räume bieten zwar neue Möglichkeiten der Wissensaneignung, bedürfen aber zwingend der Reflexion im Realraum, um sensorische Verarmung zu vermeiden und Bildung im humanistischen Sinne zu gewährleisten.
Sie dient als exemplarisches Praxismodell, das aufzeigt, wie architektonische, pädagogische und technische Aspekte in einem realen Raumkonzept zu einem ganzheitlichen Bildungsraum verschmelzen.
Die Autorin argumentiert, dass Technik den Lernenden nicht dominieren darf, sondern als Werkzeug dienen muss, um die menschliche Selbstbestimmung und Kreativität zu unterstützen, statt diese durch vorgefertigte Prozesse zu ersticken.
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