Masterarbeit, 2015
84 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Die demografische Entwicklung in Deutschland
2.1 Begriffserklärung und Einflussgrößen der demografischen Entwicklung
2.2 Demografische Entwicklung und Bevölkerungsprognosen für Deutschland
2.3 Effekte der Entwicklung für den deutschen Mittelstand
2.3.1 Entwicklung des Erwerbspersonenpotentials
2.3.2 Fachkräfteengpässe und Fachkräftemangel
2.4 Herausforderungen, Handlungsfelder und Chancen für KMU
3 Betriebliches Gesundheitsmanagement
3.1 Abgrenzung Prävention, BGF und BGM
3.2 Ganzheitliches BGM am Haus der Arbeitsfähigkeit
3.3 Prozessmerkmale und Handlungsfelder eines ganzheitlichen BGM
3.3.1 Qualitätskriterien des BGM-Prozesses
3.3.2 Handlungsfelder des BGM
3.4 Verbreitung BGM in deutschen Unternehmen
3.5 Wirtschaftlichkeit von BGM
4 Zielsystem: Handlungsansätze des BGM für KMU – Probleme Demografie
5 Praxisbeispiel: GO MEO – Gesundheitsoffensive Mülheim, Essen, Oberhausen
5.1 Projektrahmendaten und Zielsetzungen
5.2 Die Region MEO – Mülheim, Essen, Oberhausen
5.3 Die Pilotbetriebe
5.4 Betriebliches Vorgehen
5.5 Überbetriebliche und regionale Transferstrukturen
6 Auswertung der Zwischenergebnisse
6.1 Methodik
6.2 Auswertung des Transferworkshops „Fachkräftesicherung“
6.3 Erstbefragung der Betriebe
6.3.1 Rahmendaten der Betriebe
6.3.2 Betriebliche Gesundheitsförderung in den Pilotbetrieben
6.4 Auswertung der Betriebsanalysen
6.5 Auswertung der Handlungspläne
6.6 Zusammenfassung der Ergebnisse
7 Vergleich Praxis und Theorie
8 Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht, wie kleine und mittlere Unternehmen (KMU) angesichts des demografischen Wandels durch ein systematisches Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) ihre Wettbewerbsfähigkeit sowie die Arbeitsfähigkeit ihrer Belegschaft erhalten und stärken können. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Übertragbarkeit theoretischer BGM-Konzepte in die betriebliche Praxis unter Berücksichtigung spezifischer KMU-Herausforderungen.
3.3.1 Qualitätskriterien des BGM-Prozesses
Betriebliches Gesundheitsmanagement muss mittel- bis langfristig angelegt sein, um Wirkungen und Effekte erzielen zu können. Auf der Prozessebene der betrieblichen Gesundheitspolitik sollte im Mittelpunkt erfolgreichen Handelns ein Regelkreis nach dem PDCA-Zyklus (Plan-Do-Check-Act) stehen. In diesem Rahmen gilt es, die erforderlichen Prozesse und Anwendungen festzulegen und in den Betrieb zu verankern. Hierzu sollte ein zuständiges Gremium geschaffen werden, dass alle betrieblichen Akteursgruppen einbindet und über ausreichend Entscheidungsbefugnissen und Ressourcen verfügt, um Maßnahmen definieren und umsetzen zu können. Das Gremium, z. B. der Arbeitskreis Gesundheit, plant und steuert die BGM Aktivitäten, informiert alle Beteiligten und Beschäftigten und berücksichtigt Wechselwirkungen zu anderen Unternehmensbereichen wie z. B. der Personalentwicklung.
Grundlage für die weitere Planung ist eine Analyse, die nach zuvor festgelegten Kriterien und Methoden durchgeführt werden muss. In der Folge kommt es zur Durchführung von Maßnahmen und der Evaluation der Zielerreichung. Die Nachhaltigkeit wird durch die langfristige Integration in die Unternehmensstrategie, den Unternehmensalltag und die Unternehmenskultur sichergestellt (BAuA, 2014, S. 36, ff.; DIN SPEC 91020, S. 9 f.). D. h., die Gesundheitspolitik im Betrieb wurde durch ein Leitbild, ein Konzept oder Regelungen festgelegt, die Ziele, die erreicht werden sollen wurden anhand von Kriterien definiert, die Strukturen zur Umsetzung wurden geschaffen, Ressourcen zur Verfügung gestellt und es findet eine kontinuierliche Verbesserung und Umsetzung stattfinden (DGUV, 2014, S. 8, ff.).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des demografischen Wandels für KMU ein und definiert die zentralen Zielsetzungen sowie die Forschungsfragen der Arbeit.
2 Die demografische Entwicklung in Deutschland: Dieses Kapitel erläutert die demografischen Einflussfaktoren und deren konkrete Auswirkungen auf den deutschen Mittelstand sowie den Fachkräftebedarf.
3 Betriebliches Gesundheitsmanagement: Hier werden die theoretischen Grundlagen des BGM, dessen Handlungsfelder sowie die Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen dargelegt.
4 Zielsystem: Handlungsansätze des BGM für KMU – Probleme Demografie: Dieses Kapitel führt die Bedarfe der KMU mit den Handlungsoptionen des BGM zusammen und identifiziert wichtige Schnittmengen.
5 Praxisbeispiel: GO MEO – Gesundheitsoffensive Mülheim, Essen, Oberhausen: Hier wird das Modellprojekt GO MEO vorgestellt, welches die praktische Implementierung eines ganzheitlichen BGM in 18 KMU erprobt.
6 Auswertung der Zwischenergebnisse: Dieses Kapitel analysiert die konkreten Erkenntnisse aus dem Projekt, einschließlich Betriebsbefragungen, Analysen und erstellten Handlungsplänen.
7 Vergleich Praxis und Theorie: Diese Auswertung stellt die theoretischen Konzepte den in der Praxis identifizierten Umsetzungsschwierigkeiten gegenüber.
8 Fazit und Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen, leitet Handlungsempfehlungen ab und bewertet die zukünftige Bedeutung des BGM.
Betriebliches Gesundheitsmanagement, BGM, Demografischer Wandel, KMU, Gesundheitsförderung, Arbeitsfähigkeit, Fachkräftemangel, Personalmanagement, Prävention, GO MEO, Unternehmensstrategie, Arbeitgeberattraktivität, Arbeitsmarkt, Gesundheitspolitik, Evaluation
Die Arbeit analysiert die Relevanz des Betrieblichen Gesundheitsmanagements als Strategie für kleine und mittlere Unternehmen, um den Herausforderungen des demografischen Wandels zu begegnen.
Zentrale Themen sind der demografische Wandel, das Konzept des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM), Fachkräftesicherung, Mitarbeiterbindung und die betriebliche Praxis in KMU.
Das Ziel ist es, zu untersuchen, inwieweit ein ganzheitliches BGM geeignet ist, die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit von KMU in Zeiten des demografischen Wandels zu fördern und zu erhalten.
Die Arbeit kombiniert eine theoretische Literaturanalyse mit einer empirischen Auswertung eines Praxisprojektes (GO MEO), inklusive Betriebsbefragungen und Analysen von Handlungsplänen.
Der Hauptteil befasst sich mit der demografischen Entwicklung, den theoretischen BGM-Grundlagen, dem Abgleich von KMU-Bedarfen mit BGM-Lösungen und der detaillierten Projektanalyse von 18 Pilotbetrieben.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie BGM, KMU, demografischer Wandel, Fachkräftesicherung, Gesundheitsförderung und betriebliche Strategie charakterisieren.
Es liefert die empirische Basis, um die theoretisch hergeleiteten BGM-Konzepte an der Realität in 18 KMU zu prüfen und echte Umsetzungsschwierigkeiten aufzuzeigen.
Zu den größten Barrieren zählen der Mangel an Know-how und Ressourcen, die Kosten für externe Beratung sowie die Schwierigkeit, BGM systematisch in die bestehende Unternehmensstrategie zu integrieren.
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