Examensarbeit, 2011
162 Seiten, Note: 2,5
Einleitung
Teil 1
1. Begriffsklärungen
1.1 Mittelstufe der Realschule
1.2 Unterrichtsreihe
1.3 Alltagsgegenstände:
2. Musik mit Alltagsgegenständen als Teil der Neuen Musik
2.1 Was ist Neue Musik?
2.2 Avantgarde in der Musik
2.2.1 Die Zwölftonmusik bzw. die Zwölftontechnik
2.2.2 Serielle Musik
2.2.3 Musique concrète
2.2.4 Mirkotonale Musik
2.3 Zwei Komponisten der Neuen Musik
2.3.1 John Cage
2.3.1.1 Living Room Music
2.3.2 Dieter Schnebel
2.3.2.1 Zahlen für Münzen
2.3.2.2 Blasmusik
2.4 Erweiterungen auch in der Notation
2.4.1 Was ist Notation?
2.4.2 Die traditionelle moderne Notenschrift
2.4.3 Notation in der Neuen Musik
2.4.3.1 Die neue Notenschrift
2.4.3.2 Neue Zeichen
2.4.3.3 Grafische Notation
2.4.3.4 Alternative „Notation“ in Musikprogrammen
3. Musik mit Alltagsgegenständen in der Tradition der Auditiven Wahrnehmungserziehung!?
3.1 Was ist Auditive Wahrnehmungserziehung?
3.2 Sequenzen
3.2.1 Sequenzen 1
3.2.2 Sequenzen II (1976)
3.2.3 Kritik und Gründe für das „Scheitern“
4. Musik mit Alltagsgegenständen – zwei Beispiele aus dem Bereich Unterhaltung
4.1 Stomp
4.2 GlasBlasSing-Quintett
Teil 2
5. Lernvoraussetzungen
5.1 Schule und Einzugsgebiet
5.2 Klasse/ Lerngruppe
5.3 Lernvoraussetzungen in Bezug auf das Thema (ganze Klasse, einzelne Gruppen)
6. Vorbemerkungen zur didaktischen Analyse der Stunden
6.1 Didaktische Vorüberlegungen - Breite Themensichtung: Aspekte des Themas
6.2 Bezug zum Bildungsplan - Was sagt der Bildungsplan dazu?
6.3 Ziele/Kompetenzen/Niveaustufen allgemein
6.4 Unterrichtsziele
6.5 Niveaustufen
6.6 Zu den Kompetenzen
6.7 Überlegungen zur Überprüfbarkeit
6.8 Begründung der Ziele und Inhalte gemäß einer didaktischen Theorie
7. Die Stunden
7.1 Stunde 1
7.1.1 Didaktische Vorüberlegungen
7.1.2 Kurzbeschreibung der Stunde
7.1.3 Unterrichtsverlauf-Skizze
7.1.4 Bezug zum Bildungsplan
7.1.5 Auswahl von Inhalten
7.1.6 Ziele/Kompetenzen/Niveaustufen
7.1.7 Überlegungen zur Überprüfbarkeit
7.1.8 Begründung der Ziele und Inhalte gemäß einer didaktischen Theorie
7.2 Stunde 2
7.2.1 Didaktische Vorüberlegungen
7.2.2 Kurzbeschreibung der Stunde
7.2.3 Unterrichtsverlauf-Skizze
7.2.4 Bezug zum Bildungsplan
7.2.5 Auswahl von Inhalten
7.2.6 Ziele/Kompetenzen/Niveaustufen
7.2.7 Überlegungen zur Überprüfbarkeit
7.2.8 Begründung der Ziele und Inhalte gemäß einer didaktischen Theorie
7.3 Stunde 3
7.3.1 Didaktische Vorüberlegungen
7.3.2 Kurzbeschreibung der Stunde
7.3.3 Stundenverlauf-Skizze
7.3.4 Bezug zum Bildungsplan
7.3.5 Auswahl von Inhalten
7.3.6 Ziele/Kompetenzen/Niveaustufen
7.3.7 Überlegungen zur Überprüfbarkeit
7.3.8 Begründung der Ziele und Inhalte gemäß einer didaktischen Theorie
7.4 Stunde 4
7.4.1 Didaktische Vorüberlegungen
7.4.2 Kurzbeschreibung der Stunde
7.4.3 Stundenverlauf-Skizze
7.4.4 Bezug zum Bildungsplan
7.4.5 Auswahl von Inhalten
7.4.6 Ziele/Kompetenzen/Niveaustufen
7.4.7 Überlegungen zur Überprüfbarkeit
7.4.8 Begründung der Ziele und Inhalte gemäß einer didaktischen Theorie
7.5 Stunde 5
7.5.1 Didaktische Vorüberlegungen
7.5.2 Kurzbeschreibung der Stunde:
7.5.3 Stundenverlauf-Skizze
7.5.4 Bezug zum Bildungsplan
7.5.5 Auswahl von Inhalten
7.5.6 Ziele/Kompetenzen/Niveaustufen
7.5.7 Überlegungen zur Überprüfbarkeit
7.5.8 Begründung der Ziele und Inhalte gemäß einer didaktischen Theorie
8. Imaginäre Reflexion der Stunden
8.1 Stunde 1
8.2 Stunde 2
8.3 Stunde 3
8.4 Stunde 4
8.5 Stunde 5
9. Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit untersucht das Potenzial von Alltagsgegenständen als Instrumentarium im Musikunterricht, eingebettet in den Kontext der Neuen Musik und der Auditiven Wahrnehmungserziehung, um eine praxisorientierte Unterrichtsreihe für die Mittelstufe der Realschule zu entwickeln.
2.3.1.1 Living Room Music
John Cage war es zudem auch, der das Stück „Living Room Music“ komponierte, welches sich für den Schulgebrauch recht gut eignet und deswegen im Buch „Experimentelle Musik in der Hauptschule“ von Stefan Jäger didaktisiert und für den Schulgebrauch adaptiert wurde. In einer kurzen Weise soll nun das Werk „Living Room Music“ auf Basis des Buches von Jäger hier beschrieben werden.
Zum Werk:
Das Stück wurde im Jahre 1940 komponiert und soll von 4 Spielern musiziert werden. Es besteht aus 4 Sätzen und ist in traditioneller Notenschrift verfasst. Aus den Anmerkungen Cage’s wird ersichtlich, dass nicht nur mit den sich in einem Wohnzimmer befindlichen Gegenständen musiziert werden soll, sondern alle Gegenstände des Alltags eingesetzt werden dürfen und können.
Eine gewisse Systematik schreibt Cage dennoch auch für die Einteilung der Stimmen vor, wobei u.a. darauf zu achten ist, dass eine Tonhöhenabstufung von hoch (Spieler 1) nach tief (Spieler 4) erreicht werden soll.
Eine Besetzungsliste ist dem Buch von Jäger zu entnehmen: 10
Spieler 1: Zeitschriften, Zeitung oder Pappe
Spieler 2: Tisch oder andere Holzmöbel
Spieler 3: größere Bücher
Spieler 4: Boden, Wand, Tür oder hölzerne Fensterrahmen
Zur Spielweise: Spieler 1 –3 nutzen die Hände und Finger, Spieler 4 dagegen soll mit den Fäusten musizieren.
Die vier Sätze im Einzelnen:
Satz 1: To Begin
In diesem ersten Satz wird von Cage festgesetzt, dass alle verwendeten Gegenstände nur als Schlaginstrumente verwendet werden sollen.
1. Begriffsklärungen: Definition der für die Arbeit zentralen Begriffe Mittelstufe, Unterrichtsreihe und Alltagsgegenstände.
2. Musik mit Alltagsgegenständen als Teil der Neuen Musik: Darstellung des theoretischen Rahmens, inklusive Avantgarde, Komponisten wie Cage und Schnebel sowie Notation.
3. Musik mit Alltagsgegenständen in der Tradition der Auditiven Wahrnehmungserziehung!?: Erläuterung der musikdidaktischen Konzeption und des Lehrwerks "Sequenzen" zur Integration von Alltagsgeräuschen.
4. Musik mit Alltagsgegenständen – zwei Beispiele aus dem Bereich Unterhaltung: Analyse von Stomp und dem GlasBlasSing-Quintett als moderne Beispiele für die praktische Anwendung.
5. Lernvoraussetzungen: Analyse der Rahmenbedingungen, der Zielgruppe und der individuellen Voraussetzungen für die Unterrichtsplanung.
6. Vorbemerkungen zur didaktischen Analyse der Stunden: Methodische Erläuterungen zur didaktischen Strukturierung und theoretischen Begründung der Unterrichtsstunden.
7. Die Stunden: Detaillierte Darstellung, Planung und Begründung der fünf Unterrichtsstunden.
8. Imaginäre Reflexion der Stunden: Kritische Auseinandersetzung mit der Unterrichtsplanung, möglichen Problemen und Alternativen.
9. Zusammenfassung und Ausblick: Resümee der Arbeit und Ausblick auf weiteres Potenzial der Unterrichtsreihe.
Musikunterricht, Alltagsgegenstände, Neue Musik, John Cage, Dieter Schnebel, Neue Notenschrift, Auditive Wahrnehmungserziehung, Stomp, GlasBlasSing-Quintett, Unterrichtsreihe, Didaktik, Schlaginstrumente, Klangexperimente, Rhythmus, Notation
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Einsatz von Alltagsgegenständen als Musikinstrumente im Musikunterricht der Realschul-Mittelstufe und entwirft hierfür eine strukturierte Unterrichtsreihe.
Die Arbeit umfasst musikwissenschaftliche Grundlagen zur Neuen Musik, didaktische Konzepte zur auditiven Wahrnehmung, die Vorstellung von Komponisten wie John Cage und Dieter Schnebel sowie die Analyse professioneller Performance-Gruppen.
Das Ziel ist die theoretische Aufarbeitung des Themas und die Entwicklung einer fundierten, praxisorientierten Unterrichtsreihe, die Schülern den Zugang zu unkonventioneller Musik ermöglicht.
Neben einer Literatur- und Quellenanalyse erfolgt eine didaktische Planung und Analyse der Unterrichtsstunden basierend auf musikpädagogischen Theorien, wie beispielsweise denen von Wolfgang Klafki.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fachwissenschaftliche Fundierung (Neue Musik, Notation, Konzepte) und eine anschließende didaktische Konzeption der Unterrichtsreihe (Lernvoraussetzungen, Stundenplanung, Reflexion).
Besonders ist die Verknüpfung von theoretischen Ansätzen der Neuen Musik mit sehr konkreten, alltagsnahen Musizierbeispielen und die Bereitstellung eines praxisnahen Anhangs für Lehrkräfte.
„Living Room Music“ von John Cage bietet einen einfachen Zugang zum Musizieren mit Alltagsgegenständen, da es ohne spezialisierte Instrumente auskommt und im Unterricht durch Stefan Jägers Didaktisierung leicht umsetzbar ist.
Sie dient als niedrigschwellige, intuitive Notationsform, die es Schülern ermöglicht, eigene Rhythmen und Klangabfolgen ohne tiefgreifende Vorkenntnisse in traditioneller Musiktheorie festzuhalten.
Das Quintett dient als professionelles Beispiel für eine praxisorientierte Weiterentwicklung des Musizierens mit Alltagsgegenständen und zeigt auf, dass aus einer spielerischen Idee ein erfolgreiches Performance-Genre entstehen kann.
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