Bachelorarbeit, 2015
47 Seiten, Note: 1,6
1. Einleitung
2. Definition und Epidemiologie der Alzheimer-Demenz
3. Wirkmechanismen von Ginkgo biloba Extrakten im Zusammenhang mit Morbus Alzheimer
4. Methodik
4.1. Recherchestrategie für die Studiensuche
4.2. Selektion der Rechercheergebnisse
5. Ergebnisse
5.1. Die Prinzipien der Datenanalyse
5.2. Zur Ergebnisanalyse verwendete Skalen und Tests
5.3. Zusammenfassung der inkludierten Studien
5.3.1. Le Bars (USA)
5.3.2. Kanowski (DEU)
5.3.3. Schneider (USA)
5.3.4. Mazza (ITA)
5.3.5. McCarney (GB-ENG)
5.3.6. Yancheva (BGR)
5.3.7. Napryeyenko (UKR)
5.3.8. Vellas (FRA)
5.3.9. Herrschaft (BLR, MDA, RUS)
5.3.10. Ihl (UKR)
5.3.11. Nasab (IRN)
5.3.12. Canevelli (ITA, FRA, MAR)
5.4. Übersicht der Studienergebnisse
6. Diskussion
7. Fazit/Ausblick
Ziel dieser Bachelorarbeit ist die systematische Untersuchung wissenschaftlicher Literatur zur Wirksamkeit von Ginkgo-biloba-Präparaten, insbesondere des Extrakts EGb-761, bei Patienten mit Morbus Alzheimer. Auf Basis einer Analyse klinischer Studien soll fundiert beurteilt werden, inwieweit das Phytotherapeutikum eine therapeutische oder präventive Option zur Linderung der Symptome und zur Beeinflussung des Krankheitsverlaufs darstellt.
5.3.1. Le Bars (USA)
In der 2002 veröffentlichen, von Le Bars et al. in den USA durchgeführten randomisierten, doppelt verblindeten, placebokontollierten Studie, wurden den nach einem Intent-to-treat-Prinzip generierten Ergebnissen von 1997 ergänzende Datensätze hinzugefügt. Es sollte in Erfahrung gebracht werden, ob sich durch die Verabreichung des Ginkgo biloba Trockenextrakts EGb-761 ein positiver Effekt in Bezug auf die Symptomreduktion bei einer bereits bestehenden leichten Alzheimer-Demenz beobachten lässt.
An der Studie nahmen insgesamt 236 Probanden teil, bei denen eine leichte bis moderate Alzheimer Demenz diagnostiziert wurde. Die Probanden wurden in zwei Gruppen aufgeteilt. Die Alzheimer Demenz bestand in der EGb-761 Gruppe im Durchschnitt seit 4,6 Jahren. Bei den Probanden der Placebogruppe bestand die Alzheimer Demenz im Durchschnitt seit vier Jahren. In der Ginkgo biloba Gruppe wurde den Teilnehmern der Studie dreimal täglich 120 mg EGb-761 verabreicht. Das Durchschnittsalter in dieser Gruppe lag bei 68 Jahren. Den Probanden der Placebogruppe wurde dreimal täglich ein dem Aussehen des EGb-761 entsprechendes Scheinpräparat verabreicht. Das Durchschnittsalter in dieser Gruppe lag ebenfalls bei 68 Jahren.
In der EGb-761 und der Placebogruppe waren 46 % beziehungsweise 38 % der Teilnehmer Männer. Der für die Studie umgesetzte Untersuchungszeitraum erstreckte sich über 52 Wochen. Die Kognitionsüberprüfung und die Überprüfung der Funktionellen Möglichkeiten wurde durch die Verwendung der Alzheimer’s Disease Assessment Scale – Cognitive Subcale beziehungsweise der GERRI – Skala gesichert. Zu Behandlungsbeginn wurde in der EGb-761 Gruppe durchschnittlich ein ADAS-cog.-Wert von 19,7 erreicht. Nach der therapeutischen Intervention verbesserte sich der Wert im Durchschnitt um -1,7 Punkte nach unten. Das auf diesen Wert bezogene 95%-Konfidenzintervall bewegt sich in einem Bereich von -3,2 bis -0,2 Punkten. Bei der Auswertung der GERRI-Skala konnte durchschnittlich eine Verbesserung des Werts um -0,19 Punkte beobachtet werden. Das auf diesen Wert bezogene 95%-Vertrauensintervall bewegt sich in einem Bereich von -0,28 bis -0,08 Punkten.
Somit lässt sich weder durch das ADAS-cog.-Testverfahren noch das GERRI Testverfahren ein signifikanter Effekt von dem verwendeten Ginkgo biloba Trockenextrakt auf die Alzheimer Demenz feststellen.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Alzheimer-Demenz ein, erläutert diagnostische Verfahren und formuliert das Ziel der Arbeit, die Wirksamkeit von Ginkgo-biloba-Präparaten wissenschaftlich zu evaluieren.
2. Definition und Epidemiologie der Alzheimer-Demenz: Es erfolgt eine Definition der Erkrankung, die Erläuterung ihrer Ätiologie und der relevanten Stadien sowie eine Einordnung der epidemiologischen Bedeutung.
3. Wirkmechanismen von Ginkgo biloba Extrakten im Zusammenhang mit Morbus Alzheimer: Dieses Kapitel beschreibt die Inhaltsstoffe von EGb-761 sowie dessen präklinisch nachgewiesene neuroprotektive Effekte und deren theoretische Relevanz bei Alzheimer.
4. Methodik: Hier werden die Literaturrecherche in medizinischen Datenbanken sowie die spezifischen Inklusions- und Exklusionskriterien für die Auswahl der zwölf analysierten klinischen Studien dargelegt.
5. Ergebnisse: Der Hauptteil der Arbeit umfasst die detaillierte Darstellung und Auswertung der zwölf ausgewählten Studien inklusive der verwendeten Testskalen und Analyseverfahren.
6. Diskussion: Dieses Kapitel hinterfragt die diskrepanten Ergebnisse der Studien unter Berücksichtigung von methodischen Einflüssen, Patientencharakteristika und der klinischen Relevanz.
7. Fazit/Ausblick: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Einschätzung des therapeutischen Nutzens von Ginkgo biloba und gibt Empfehlungen für zukünftige Forschungsansätze zur Produktentwicklung.
Morbus Alzheimer, Ginkgo biloba, EGb-761, Alzheimer-Demenz, kognitive Leistungsfähigkeit, Phytotherapie, neuroprotektive Wirkung, klinische Studien, ADAS-cog, Syndrom-Kurz-Test, MMSE, Demenztherapie, Wirksamkeitsanalyse, Evidenzbasierte Medizin, Symptomreduktion.
Die Arbeit untersucht kritisch die Wirksamkeit von Ginkgo-biloba-Präparaten, spezifisch des Extrakts EGb-761, bei Patienten mit Morbus Alzheimer auf Basis einer Analyse klinischer Studien.
Zentrale Themen sind die Pathophysiologie der Alzheimer-Demenz, die pharmakologischen Wirkmechanismen von Ginkgo biloba, die Durchführung eines systematischen Reviews klinischer Studien sowie der Vergleich mit konventionellen Therapieansätzen.
Das primäre Ziel ist es, auf Basis einer wissenschaftlichen Literaturanalyse fundierte Aussagen über den tatsächlichen Nutzen von Ginkgo-biloba-Extrakten bei der Behandlung und Prävention von Alzheimer zu treffen.
Der Autor führt einen systematischen Review durch, indem er relevante klinische Studien aus den Datenbanken Web of Science, Pub Med und Cochrane Library selektiert und nach festgelegten methodischen Kriterien detailliert auswertet.
Im Hauptteil werden zwölf klinische Studien detailliert vorgestellt, deren methodische Prinzipien (z.B. Intent-to-treat-Analysen) erläutert und die verwendeten Testinstrumente (wie ADAS-cog, SKT oder MMSE) beschrieben, um die Studienergebnisse vergleichbar zu machen.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Morbus Alzheimer, Ginkgo biloba, EGb-761, Demenztherapie, neuroprotektive Wirkung und klinische Studien charakterisiert.
EGb-761 ist ein standardisiertes Spezialextrakt der Firma Schwabe, zu dem aufgrund der hohen Popularität und der damit verbundenen Forschungslage die meisten belastbaren Daten für klinische Studien vorliegen.
Der Autor stuft die klinische Relevanz als fragwürdig ein, da die Ergebnisse der verschiedenen Studien Diskrepanzen aufweisen und die beobachteten Wertveränderungen in den Testskalen nach strengen wissenschaftlichen Benefit-Kriterien nicht in allen Fällen als signifikant gelten.
Der Autor empfiehlt, vermehrt in die Entwicklung neuer Extrakte zu investieren, die auch bisher nicht berücksichtigte Sekundärstoffe des Ginkgo-Baumes enthalten, um die Wirksamkeit gegenüber den derzeit dominanten, von Schwabe entwickelten Präparaten zu steigern.
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