Masterarbeit, 2014
118 Seiten, Note: 5.0
1 Einleitung
1.1 Ausgangslage
1.2 Problem- und Fragestellungen
1.3 Zielsetzungen und Abgrenzung
1.4 Aufbau der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Evolution der Softwareentwicklung
2.1.1 Historischer Abriss
2.1.2 Herausforderungen
2.1.3 Agilität – ein potenzieller Lösungsansatz
2.2 Projektmanagement
2.3 Wasserfallmodell
2.4 Agile Softwareentwicklung
2.4.1 Agilität
2.4.2 Das Agile Manifest
2.5 Agile Vorgehensmodelle
2.5.1 Scrum
2.5.2 eXtreme Programming
2.6 Verträge für Softwareentwicklungsprojekte
2.7 Kontextmodell als Entscheidungsgrundlage für agil vs. klassisch
3 Informationserhebung
3.1 Methodisches Vorgehen zur Umfrage und den Interviews
3.1.1 Umfrage
3.1.2 Interviews
3.2 Umfrage
3.2.1 Erkenntnisse aus der XIT-Umfrage
3.3 Interviews
3.3.1 Interview Leiter Engineering
3.3.2 Interview Projektleiter
3.3.3 Interview Sales/Key Account Manager
3.3.4 Erkenntnisse aus den Interviews
4 Möglichkeiten und Grenzen von Agilität bei XIT
4.1 Reflexion zur Agilität
4.1.1 Überlegungen zum Agilen Manifest, dem agilen Gedankengut
4.1.2 Überlegungen zu den Unterschieden agiler und klassischer Vorgehen
4.1.3 Überlegungen zu den agilen Praktiken
4.1.4 Überlegungen zum Kontextmodell
4.2 XIT Kontext
4.3 Anwendung des Kontextmodells auf XIT
4.4 Abgleich XRUP mit agilen Konzepten
5 Schluss
5.1 Konklusion
5.1.1 Zielerreichung
5.1.2 Erkenntnisse
5.2 Empfehlungen und Massnahmen
5.2.1 Empfehlungen
5.2.2 Massnahmen
5.3 Weiteres Vorgehen
Die Arbeit untersucht die Einsatzmöglichkeiten von Agilität in der Projektabwicklung bei der Firma XIT, um die Projekterfolgsquote zu steigern und Folgekosten zu senken. Die zentrale Forschungsfrage ist, wie das Potenzial agiler Methoden situativ bei XIT genutzt werden kann, um den Projekterfolg trotz bestehender klassischer Vorgehensmodelle wie dem XRUP zu maximieren.
4.1.1 Überlegungen zum Agilen Manifest, dem agilen Gedankengut
Das Agile Manifest wurde im Jahr 2001 formuliert und stellt den kleinsten gemeinsamen Nenner über die heute gängigen agilen Vorgehensweisen dar. Um Agilität besser verstehen zu können, kann es helfen zu wissen, dass der Begriff gewählt wurde, um den bis anhin verwendeten Begriff «Leichtgewichtigkeit» zu ersetzen. Agile Vorgehen wie bspw. XP und SCRUM gründen auf zentralen Prinzipien von Lean. Lean bzw. schlank beschreibt das Gedankengut und die meisten Prinzipien des Agilen Manifest ziemlich treffend. Die agilen Ansätze können durchaus als leichtgewichtig und schlank bezeichnet werden. Es verbirgt sich jedoch mehr hinter dem Begriff Agilität. Leichtgewichtig, schlank im Gegensatz zu schwergewichtig bezieht sich in erster Linie auf das Gewicht des Prozesses bzw. den Formalismus und der Menge an Dokumentation. So gewichtet das Manifest Individuen und Interaktion höher als Prozesse und Werkzeuge sowie funktionierende Software höher als Dokumentation.
Der wohl wichtigste Aspekt von Agilität liegt wohl in der höheren Gewichtung der Reaktion auf Veränderungen im Vergleich zum Befolgen eines Plans. Bei näherer Betrachtung ist das Manifest relativ unpräzise. So macht es durchaus Sinn, einen Plan zu haben und diesen zu befolgen – der Plan sollte aber nicht auf die Weise voraussagend sein, wie weiter unten beschrieben wird.
Aus Sicht des Verfassers wird das Verständnis des Begriffs Agilität dadurch erschwert, dass im Agilen Manifest vergebens nach einem konkreten Grund, bzw. Problem für die Notwendigkeit von Agilität gesucht wird. Einleitend steht lediglich, dass damit bessere Wege zur Entwicklung von Software erschlossen werden sollen. Ein adäquater Grund, resp. das mit Agilität adressierte Problem, würde das Verständnis der Werte und Prinzipen vereinfachen.
1 Einleitung: Beschreibt die Ausgangslage, Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit bezüglich der agilen Projektabwicklung bei XIT.
2 Theoretische Grundlagen: Bietet einen Überblick über die Evolution der Softwareentwicklung, klassische Modelle und die Definition agiler Ansätze.
3 Informationserhebung: Detailliert die methodische Vorgehensweise bei der Mitarbeiterumfrage und den Experteninterviews.
4 Möglichkeiten und Grenzen von Agilität bei XIT: Reflektiert die theoretischen Konzepte im Kontext der spezifischen betrieblichen Situation von XIT.
5 Schluss: Fasst die Zielerreichung und Erkenntnisse zusammen und leitet konkrete Handlungsempfehlungen ab.
Agilität, Softwareentwicklung, Projektmanagement, Scrum, XP, XRUP, Prozessverbesserung, Kundenzufriedenheit, Agile Transformation, Risikoanalyse, plangetriebene Entwicklung, iterative Vorgehensweise, Unternehmensführung, IT-Dienstleistung, Software Engineering.
Die Arbeit analysiert die Möglichkeiten und Grenzen agiler Vorgehensweisen bei der Projektabwicklung des IT-Dienstleisters XIT, um einen fundierten Entscheidungsprozess für ein offizielles Commitment zur Agilität zu ermöglichen.
Die Arbeit fokussiert auf Software Engineering, Projektmanagement-Methoden, Vertragsgestaltung, Organisationskultur sowie Wissens- und Reifegradmessung von Mitarbeitenden und Kunden.
Ziel ist es, zu ermitteln, unter welchen Bedingungen agile Konzepte bei XIT nutzendstiftend angewendet werden können und welche Hindernisse (insbesondere auf Kundenseite und in der Vertragsgestaltung) bestehen.
Es handelt sich um eine praxisorientierte Arbeit, die auf Literaturrecherche, Analyse interner Dokumente, einer anonymen Mitarbeiterumfrage sowie Experteninterviews mit Führungskräften und Projektleitern basiert.
Der Hauptteil reflektiert agile Werte und Prinzipien, wendet das Kontextmodell von Boehm und Turner auf XIT an und führt einen Abgleich des internen Vorgehensmodells (XRUP) mit agilen Konzepten durch.
Die Arbeit lässt sich primär mit Begriffen wie Agilität, Softwareentwicklung, Prozessverbesserung, Projektmanagement und Change Management beschreiben.
Die Arbeit zeigt auf, dass klassische Festpreisverträge häufig auf der fälschlichen Annahme basieren, der volle Funktionsumfang sei im Voraus starr planbar, was eine agile Vorgehensweise erschwert.
Die Arbeit konstatiert, dass die Kultur bei XIT prinzipiell agil-freundlich ist, der Erfolg jedoch maßgeblich von den involvierten Personen, deren Fachwissen und dem Commitment des Managements abhängt.
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