Masterarbeit, 2015
102 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
2. Hintergrundinformationen der Rastafari-Bewegung
2.1 Historischer Kontext: Marcus Garvey
2.2 Die Entstehung der Rastafari-Bewegung und die Bedeutung von Haile Selassie I
2.3 Weltanschauungen und Lebensweisen der Rastafari
2.4 Von der Verfolgung bis zur Akzeptanz
2.5 Unterschiedliche Strömungen
2.6 Rastafari eine Religion?
3. Aktueller Forschungsstand: Die Sondersprache der Rastafari
3.1 Exkurs
3.1.1 Was sind Kreolsprachen
3.1.2 Die Entstehung der jamaikanischen Kreolsprache: Patwah
3.2 Was ist Rasta-Talk und Fakten zur Entstehung
3.3 Linguistische Eigenheiten von Rasta-Talk
4. Qualitative Untersuchung der Sprache der Rastafari
4.1 Entwicklung der Forschungsfrage und theoretische Grundlagen
4.2 Dokumentation der Durchführung und Methodik
4.3 Schwierigkeiten bei der Datenerhebung
4.4 Vorstellung der Gesprächspartner
4.4.1 Universal Rastafari
4.4.2 Nyabinghi
4.4.3 Bobo Ashanti
4.4.4 Twelve Tribes of Israel
5. Reduktive Inhaltsanalyse der Interviews
5.1 Entstehung und historische Bedeutung von Rasta-Talk
5.1.1 Universal Rastafari
5.1.2 Nyabinghi
5.1.3 Bobo Ashanti
5.1.4 Twelve Tribes of Israel
5.1.5 Zwischenfazit
5.2 Begriffserklärung: Rasta-Talk
5.2.1 Universal Rastafari
5.2.2 Nyabinghi
5.2.3 Bobo Ashanti
5.2.4 Twelve Tribes of Israel
5.2.5 Zwischenfazit
5.3 Linguistische Eigenheiten und charakteristische Merkmale von Rasta-Talk
5.3.1 Universal Rastafari
5.3.2 Nyabinghi
5.3.3 Bobo Ashanti
5.3.4 Twelve Tribes of Israel
5.3.5 Zwischenfazit
5.4 Die Gegenwärtige Bedeutung von Rasta-Talk für seine Sprecher und dessen Akzeptanz
5.4.1 Universal Rastafari
5.4.2 Nyabinghi
5.4.3 Bobo Ashanti
5.4.4 Twelve Tribes of Israel
5.4.5 Zwischenfazit
5.5 Die Zweckmäßigkeit von Rasta-Talk und Erläuterung essentieller Begriffe
5.5.1 Universal Rastafari
5.5.2 Nyabinghi
5.5.3 Bobo Ashanti
5.5.4 Twelve Tribes of Israel
5.5.5 Zwischenfazit
5.6 Sprachgebrauch
5.6.1 Anwendungsbereiche: Öffentliche und private Sektoren
5.6.1.1 Universal Rastafari
5.6.1.2 Nyabinghi
5.6.1.3 Bobo Ashanti
5.6.1.4 Twelve Tribes of Israel
5.6.1.5 Zwischenfazit
5.6.2 Tatsächlicher Gebrauch
5.6.2.1 Universal Rastafari
5.6.2.2 Nyabinghi
5.6.2.3 Bobo Ashanti
5.6.2.4 Twelve Tribes of Israel
5.6.2.5 Zwischenfazit
5.7 Fremdeinschätzung
5.7.1 Universal Rastafari
5.7.2 Nyabinghi
5.7.3 Bobo Ashanti
5.7.4 Twelve Tribes of Israel
5.7.5 Generelle Unterschiede
5.7.6 Zwischenfazit
6. Fazit
Die Arbeit untersucht den symbolischen Wert und die aktuelle Bedeutung der Sondersprache „Rasta-Talk“ für ihre Sprecher innerhalb der Rastafari-Bewegung auf Jamaika. Es wird analysiert, wie gruppenspezifische Unterschiede in den Sprachgewohnheiten auftreten, in welchen Sektoren die Sprache genutzt wird und wie sie zur Identitätsstiftung sowie zum Ausdruck der Weltanschauung der Rastafari beiträgt.
3.3 Linguistische Eigenheiten von Rasta-Talk
Nach Mordecai (2001) lassen sich im linguistischen System von Rasta-Talk vier unterschiedliche Kategorien finden. Zum einen existiert der Gebrauch von alten englischen Wörtern, unter der Verwendung einer neuen Bedeutung (1). Zum anderen wird die Phonologie ausgewählter Wörter so modifiziert, dass der Sinngehalt ein anderer ist (2). Außerdem sind im Rasta-Talk sogenannte I/i- oder Y/y-Wörter vorhanden, was bedeutet, dass das Präfix eines englischen Wortes durch „I/i“ oder „Y/y“ ersetzt wird (3). Schließlich besteht die Sondersprache der Rastafari aus zahlreichen Wortneuschöpfungen (4). Die ausgewählten modifizierten und abgewandelten Wörter, die den jeweiligen Kategorien zugeordnet werden können, erfüllen bezüglich der Weltanschauungen der Rastafari einen bestimmten Zweck.
Ein Beispiel für die neue Bedeutung eines alten Wortes ist der ursprünglich biblische Terminus „Babylon“, der synonym für das ehemalige koloniale System und der westlichen Gesellschaft sowie für „police“ oder „policemen“ verwendet wird (1.). Des Weiteren stellt die spezifische Aussprache des Wortes „Jesus“, welches nach Ansicht der Rastafari „Jes-us“ ausgesprochen wird, ein Beispiel für die bewusste Modifikation der Phonologie dar. Die Rastafari betonen dieses Wort zweckmäßig anders, sodass es der englischen Aussage „just us“ gleichkommt und in diesem Sinne für sie bedeutet, dass Christus innerhalb eines jeden Menschen verkörpert ist und demnach lebt. Diese theologische Ansichtsweise der Rastafari wird bei der Erläuterung des „I and I“-Prinzips erneut aufgegriffen.
1. Einleitung: Die Einleitung skizziert den Ursprung der Rastafari-Bewegung als Protestbewegung und führt in die Thematik der Sondersprache „Rasta-Talk“ als Ausdrucksmittel widerständiger Identität und Weltanschauung ein.
2. Hintergrundinformationen der Rastafari-Bewegung: Dieses Kapitel behandelt die historische Entwicklung, die Einflüsse von Marcus Garvey und Haile Selassie I sowie die religiösen und sozialen Weltanschauungen der unterschiedlichen Rastafari-Gruppierungen.
3. Aktueller Forschungsstand: Die Sondersprache der Rastafari: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Kreolsprachen und die Entstehung des „Rasta-Talk“ sowie dessen linguistische Merkmale und Funktionen als Sondersprache analysiert.
4. Qualitative Untersuchung der Sprache der Rastafari: Dieses Kapitel erläutert die methodische Herangehensweise der Studie, die Entwicklung der Forschungsfragen und stellt die acht Interviewpartner der verschiedenen Subgruppierungen vor.
5. Reduktive Inhaltsanalyse der Interviews: Der Hauptteil bietet eine detaillierte, kategorisierte Auswertung der Interviews, wobei die Entstehung, Bedeutung und der tatsächliche Sprachgebrauch von „Rasta-Talk“ nach Gruppen differenziert untersucht werden.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass „Rasta-Talk“ trotz unterschiedlicher individueller Handhabung ein wesentliches Identitäts- und Ausdrucksmittel für die Rastafari-Bewegung bleibt.
Rastafari, Rasta-Talk, Sondersprache, Patwah, Jamaika, Haile Selassie I, Identität, Sprache, Gruppenspezifisch, I and I, Widerstand, Weltanschauung, Kreolsprache, Qualitative Forschung, Sprachgebrauch.
Die Arbeit untersucht die Sondersprache der Rastafari, den sogenannten „Rasta-Talk“, und wie diese Sprache zur Konstruktion von Identität und als Ausdruck der politischen und religiösen Ideologien der Bewegung genutzt wird.
Zentrale Themen sind die Geschichte der Rastafari, die Entwicklung und linguistischen Merkmale ihrer Sondersprache, der Einfluss auf das jamaikanische Kreol sowie die empirische Analyse des tatsächlichen Sprachgebrauchs.
Das Ziel ist es, den symbolischen Wert von „Rasta-Talk“ für die verschiedenen Sprechergruppen zu identifizieren und zu untersuchen, wie sich Unterschiede in der Nutzung der Sprache zwischen den verschiedenen Rastafari-Strömungen manifestieren.
Die Autorin nutzt eine qualitative Forschungsmethode, bestehend aus acht Leitfaden-Interviews mit Mitgliedern verschiedener Rastafari-Gruppen, die anschließend einer reduktiven Inhaltsanalyse unterzogen werden.
Der Hauptteil analysiert die Interviews in verschiedenen Kategorien: Entstehung der Sprache, Bedeutung von Begriffen, linguistische Eigenheiten, der aktuelle Sprachgebrauch in öffentlichen und privaten Kontexten sowie die Fremdeinschätzungen der verschiedenen Gruppen.
Die wichtigsten Schlüsselbegriffe sind Rasta-Talk, Rastafari, Identität, Widerstand, Patwah, I and I, sowie die soziolinguistische Perspektive auf Sprache als Mittel der Identitätsstiftung.
„I and I“ ist eines der zentralen Konzepte, welches das „Ich“ und das „Wir“ im Sinne einer spirituellen Einheit mit Gott und der Gemeinschaft neu definiert und Gleichberechtigung ausdrückt.
Ja, die Arbeit zeigt, dass während einige Gruppen (wie Universal Rastafari) die Sondersprache als essenziell ansehen, andere (wie Bobo Ashanti oder Twelve Tribes of Israel) sie ablehnen oder sie nur in sehr spezifischen, oft familiären Kontexten nutzen.
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