Masterarbeit, 2015
69 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Grundlagen
2.1 Konzept wertorientierter Unternehmenssteuerung
2.1.1 Der Shareholder-Value-Ansatz
2.1.2 Operationalisierung
2.2 Desinvestitionsmanagement als Untersuchungsgegenstand
2.2.1 Definition von Desinvestition und Motive
2.2.2 Desinvestitionsprozess
2.2.3 Desinvestitionsinstrumente am Beispiel deutscher Konzerne
3 Desinvestition als Handlungsoption zur Wertsteigerung
3.1 Theoretische Einflussfaktoren und Wertveränderung durch Desinvestition
3.1.1 Effizienz- und Finanzierungswirkungen
3.1.2 Signal- und Werttransferwirkungen
3.1.3 Weitere Einflussfaktoren
3.1.4 Wertveränderung infolge einer Desinvestition
3.2 Der Aktienkurs als Bewertungsgröße deutscher Konzerne
3.2.1 Aktienkursschwankungen im Kontext der Informationseffizienz
3.2.2 Messansätze für empirische Studien
3.3 Interessenskonflikte
3.3.1 Unternehmensinteressen auf Basis wertorientierter Steuerung
3.3.2 Interessen des Managements
3.3.3 Divergenzen als Barriere der Desinvestition und Möglichkeiten des Abbaus
4 Einfluss von Kursschwankungen auf deutsche Konzerne
4.1 Theoretische Zusammenfassung und Schlussfolgerung
4.2 Vorherrschende Empirie zu deutschen Konzernen
4.2.1 Ankündigungseffekt bei Bekanntgabe von Desinvestitionen
4.2.2 Aktienkursvolatilität nach Ankündigung von Desinvestitionen
4.2.3 Einflussfaktoren auf eine Wertveränderung
4.3 Bewertung
4.3.1 Zur Wertveränderung durch Desinvestitionen
4.3.2 Zum Einfluss von Kursvolatilitäten
5 Fazit
Ziel dieser Arbeit ist es, den Einfluss von Aktienkursvolatilitäten auf das Desinvestitionsverhalten börsennotierter deutscher Konzerne zu untersuchen und zu analysieren, inwieweit diese Transaktionen als Instrument zur wertorientierten Unternehmenssteuerung dienen können.
2.2.1 Definition von Desinvestition und Motive
Der Terminus der Desinvestition ist weder in der deutsch- noch in der englischsprachigen Literatur einheitlich definiert. Grundsätzlich gilt im Rahmen einer weiten Definition, dass es sich hierbei um den Gegensatz zu einer Investition handelt, also um die Freisetzung von bislang in einer Investition gebundenen finanziellen Mitteln. Dies impliziert neben ganzen Unternehmensteilen auch einzelne Vermögensgegenstände. Im Hinblick auf den Untersuchungsgegenstand in der vorliegenden Ausarbeitung ist dieses weitgefasste definitorische Verständnis der Desinvestition jedoch nicht sinnvoll. Stattdessen ist mittels einer Konkretisierung ein enger gefasstes Begriffsverständnis herzustellen.
In der deutschsprachigen Literatur besteht eine Vielzahl mehr oder weniger eng gefasster Definitionen zur Desinvestition, die sich hinsichtlich ihrer Argumentation voneinander unterscheiden. Grundsätzlich wird in diesen häufig zwischen den Begrifflichkeiten des Desinvestitionssubjekts und -objekts differenziert. Mittels systematischer Kriterien werden teilweise recht detailliert Anforderungen formuliert, ab welchem Ausprägungsgrad es sich im jeweiligen Kontext um eine Desinvestition handelt. Auf der Grundlage der o. g. Differenzierung soll im Folgenden eine Definition für eine Desinvestition abgeleitet werden, welche für Vorgehensweise und Ziel dieser Ausarbeitung zweckmäßig ist. Von der Ausführung weiterer Differenzierungen wird abgesehen.
1 Einleitung: Hinführung zur Problematik der Unternehmenssteuerung im globalen Marktumfeld und Definition der Forschungsfragen sowie des Aufbaus der Masterarbeit.
2 Grundlagen: Einführung in den Shareholder-Value-Ansatz und Definition des Begriffs Desinvestition sowie Darstellung der idealtypischen Phasen eines Desinvestitionsprozesses.
3 Desinvestition als Handlungsoption zur Wertsteigerung: Diskussion theoretischer Einflussfaktoren, der Rolle des Aktienkurses als Bewertungsmaßstab und der agenturtheoretischen Interessenskonflikte bei Desinvestitionsentscheidungen.
4 Einfluss von Kursschwankungen auf deutsche Konzerne: Zusammenfassung theoretischer Überlegungen und Analyse empirischer Ereignisstudien bezüglich des Einflusses von Kursentwicklungen auf das Managementverhalten.
5 Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfragen und kritische Bewertung der Wirksamkeit von Desinvestitionen zur nachhaltigen Wertsteigerung deutscher Großkonzerne.
Desinvestition, Shareholder-Value, Aktienkursvolatilität, Unternehmenssteuerung, Kapitalmarkt, Wertsteigerung, Prinzipal-Agent-Theorie, Sell-Off, Equity Carve-Out, Unternehmenswert, Wertorientierung, Konzernsteuerung, Finanzmanagement, Informationseffizienz, Ereignisstudie.
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Volatilität von Aktienkursen und dem Desinvestitionsverhalten von börsennotierten deutschen Konzernen vor dem Hintergrund der wertorientierten Unternehmenssteuerung.
Zentrale Themen sind die wertorientierte Steuerung mittels Shareholder-Value, die theoretischen Ansätze zu Desinvestitionen, der Einfluss von Kursbewegungen auf das Management sowie Konflikte zwischen Managern und Eigentümern.
Es wird analysiert, inwieweit Desinvestitionen von Unternehmensteilen einen Einfluss auf die kurz- oder langfristige Wertveränderung eines Konzerns haben und wie das Management auf Aktienkursveränderungen reagiert.
Die Arbeit nutzt eine fundierte Literaturanalyse, um theoretische Konzepte (wie die Prinzipal-Agent-Theorie) zu erörtern, und wertet zudem empirische Ereignisstudien zur Kapitalmarktreaktion bei Desinvestitionen aus.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Einflussparameter, eine Diskussion von Interessenskonflikten sowie die Auswertung empirischer Erkenntnisse zu Ankündigungseffekten und Kursvolatilitäten bei deutschen Konzernen.
Wesentliche Begriffe sind Desinvestition, Shareholder-Value, Aktienkursvolatilität, Wertorientierung, Prinzipal-Agent-Theorie und Kapitalmarkteffizienz.
Die Instrumente unterscheiden sich signifikant in ihrer Auswirkung auf die Eigentümerstruktur, die Liquidität und die Marktreaktion, was für eine wertorientierte Entscheidung entscheidend ist.
Sie dient zur Erklärung, warum das Management möglicherweise nicht immer im Sinne der Shareholder handelt, wenn es beispielsweise versucht, die Unternehmensgröße zu maximieren, anstatt ineffiziente Sparten abzustoßen.
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