Bachelorarbeit, 2015
43 Seiten, Note: 1,3
Die vorliegende Abschlussarbeit befasst sich kritisch mit dem Konzept der Unternehmenskultur und untersucht die Frage, ob diese aktiv gesteuert werden kann. Sie beleuchtet verschiedene theoretische Perspektiven auf die Organisation und Kultur, um eine fundierte Einordnung des Begriffs der Unternehmenskultur zu ermöglichen.
Im ersten Kapitel wird die Einleitung zur Arbeit vorgestellt und die Forschungsfrage formuliert: Lässt sich eine Unternehmenskultur aktiv steuern? Im zweiten Kapitel werden die Begrifflichkeiten sowie die verschiedenen theoretischen Perspektiven von „Organisation“ und „Kultur“ jeweils erläutert und differenziert, sodass „Unternehmenskultur“ anschließend entsprechend verortet werden kann. Im dritten Kapitel werden die einschlägigen Werke von Peters & Waterman (1982) und Deal & Kennedy (1982) vorgestellt, die jeweils ihr Modell als vermeintlich erfolgsversprechendes ,Kulturrezept' propagieren.
Das vierte Kapitel präsentiert verschiedene kritische Ansätze zur Unternehmenskultur. Es werden die systemtheoretische Perspektive durch Niklas Luhmann (2000), die These der kulturellen Inkonsistenz von Ulrike Berger sowie Ann Swidlers (1968) handlungstheoretischer Denkrahmen eines kulturellen „Werkzeugkastens“ vorgestellt. Auch das Drei-Ebenen-Modell von Schein (1985) findet an der Stelle seine Berücksichtigung, allerdings nur als Schnittstelle, da es auf strategische Kulturveränderungen im Unternehmen ausgelegt ist, jedoch auch adäquate Grundtendenzen aufweist und somit Zugang schafft.
Unternehmenskultur, Kulturmanagement, Organisation, Kulturbegriff, instrumenteller Ansatz, systemtheoretische Perspektive, kulturelle Inkonsistenz, Kultur als Werkzeugkasten, Drei-Ebenen-Modell.
Die Arbeit untersucht kritisch, ob Kultur als instrumentelles Managementtool zur Performancesteigerung eingesetzt werden kann oder ob sie soziologischen und anthropologischen Eigendynamiken unterliegt, die einer direkten Steuerung entgegenstehen.
Der instrumentelle Ansatz prognostiziert einen Kausaleffekt zwischen der Unternehmenskultur und dem Verhalten der Mitarbeiter, um durch gezielte Gestaltung der Kultur die Unternehmensleistung zu erhöhen.
Scheins Modell dient als Schnittstelle, da es einerseits auf strategische Kulturveränderungen ausgelegt ist, andererseits aber tiefere Ebenen der Kultur berücksichtigt, die über oberflächliche Symbole hinausgehen.
Ann Swidler betrachtet Kultur als einen handlungstheoretischen Denkrahmen bzw. „tool kit“, aus dem Akteure verschiedene Ressourcen entnehmen, um ihr Verhalten zu organisieren.
Luhmann analysiert die Unternehmenskultur aus einer systemtheoretischen Perspektive als Geflecht unentscheidbarer Entscheidungsprämissen, die innerhalb der Organisation wirken.
Sie stehen für den repräsentativen Auftakt der managementtheoretischen Diskussion und propagierten in den 1980er Jahren vermeintlich erfolgsversprechende „Kulturrezepte“ für Spitzenleistungen.
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