Masterarbeit, 2013
87 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Das organisationale Feld zur Abbildung einer Branche
2.1.1 Die Struktur eines organisationalen Feldes
2.1.2 Die Merkmale organisationaler Felder
2.1.3 Die Definition der Branche im Zusammenhang mit dem organisationalen Feld
2.1.4 Kritik am Konzept des organisationalen Feldes
2.2 Die Transaktionskostentheorie
2.2.1 Die Verhaltensannahmen der Akteure und Merkmale von Transaktionen
2.2.2 Der Einfluss der Transaktionskostentheorie auf strategische Entscheidungen
2.2.3 Kritik am Konzept der Transaktionskostentheorie
2.3 Die Verknüpfung der Transaktionskostentheorie mit dem organisationalen Feld
3. Die deutsche Musikindustrie
3.1 Die digitale Revolution
3.2 Die Anwendung des organisationalen Feldes zur Abbildung der deutschen Musikindustrie
3.3 Die großen Drei der deutschen Musikindustrie
3.4 Strategische Entscheidungen durch die digitale Revolution
4. Der Wandel durch das digitale Zeitalter – eine transaktionskostentheoretische Analyse der deutschen Musikindustrie
4.1 Auswirkungen strategischer Entscheidungen der deutschen Musikindustrie
4.2 Ergebnisse
5. Schlussbetrachtung
5.1 Ausblick
5.2 Kritische Würdigung
Diese Masterarbeit untersucht die fundamentale Transformation der deutschen Musikindustrie durch die digitale Revolution. Das primäre Ziel ist es, den Wandel der Branche vom klassischen Markt hin zu netzwerkbasierten Strukturen zu analysieren, wobei die fokale Organisationsgruppe der drei großen Major-Labels (Universal, Sony, Warner) als Untersuchungseinheit dient. Mithilfe der Transaktionskostentheorie wird erforscht, wie diese Akteure auf veränderte Marktbedingungen reagierten, welche strategischen Anpassungen im Zuge der Digitalisierung vollzogen wurden und wie sich die organisatorische Einbettung der Akteure in diesem Umfeld verändert hat.
3.1 Die digitale Revolution
Nicht nur die Major, sondern insbesondere die Independent Labels leiden seit 2000 massiv unter dem Druck durch illegale Downloads (vgl. Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie 2009, S. 7). Obwohl die Zahl legaler Downloads seitdem stark steigt, reichen die bisherigen Umsatzrealisierungen nicht aus, um die Veränderung des Konsumverhaltens durch digitale Medien finanziell zu kompensieren (vgl. Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, S. 17). Um greifbar zu machen, was die digitale Revolution ausgelöst hat und wie sich diese auf die deutsche Musikindustrie auswirkt, wird in diesem Kapitel definiert, was genau unter der digitalen Revolution zu verstehen ist.
Darunter ist im Allgemeinen die Entwicklung vom Industrie- zum Informationszeitalter zu verstehen und ist in seinen Anfängen bis zur militärischen Entwicklung des Arpanet in den 60er-Jahren zurückzuführen (vgl. Strack 2005, S. 29) - im Speziellen auf die Musikindustrie, vor allem die Transformation analoger in digitale Signale und Daten. Dadurch lassen sich beispielsweise Musikdateien fast ohne Einschränkungen, Kosten und Qualitätsverlust endlos kopieren und verteilen. Die rasche Entwicklung der digitalen Revolution ist auf drei Antriebskräfte zurückzuführen: die schnelle Entwicklung größerer Speichermedien, das rasche Wachstum der digitalen Vernetzung und die zunehmende Verbreitung des Internets (vgl. Bauckhage 2002, S. 11).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der digitalen Transformation der Musikindustrie ein und formuliert die zentralen Forschungsfragen sowie die theoretische Herangehensweise der Arbeit.
2. Theoretische Grundlagen: In diesem Kapitel werden das Konzept des organisationalen Feldes nach DiMaggio und Powell sowie die Transaktionskostentheorie als theoretisches Fundament der Arbeit vorgestellt und kritisch diskutiert.
3. Die deutsche Musikindustrie: Hier erfolgt die Abgrenzung der deutschen Musikbranche, die Definition des Referenzzeitpunktes sowie die Analyse der digitalen Revolution und der Akteure.
4. Der Wandel durch das digitale Zeitalter – eine transaktionskostentheoretische Analyse der deutschen Musikindustrie: Dieser Kernteil analysiert mittels der Transaktionskostentheorie die strategischen Anpassungen und Netzwerkbildungen der großen Major-Labels zwischen 2000 und 2012.
5. Schlussbetrachtung: Dieses Kapitel fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen, gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung und reflektiert kritisch über die angewandten Methoden und Theorien.
Musikindustrie, digitale Revolution, Transaktionskostentheorie, organisationales Feld, Netzwerk, Major-Labels, digitale Distribution, Strategische Entscheidungen, Tonträgermarkt, Musikveranstaltungsmarkt, Konsumentenverhalten, Internetökonomie, Wertschöpfungskette, Institutioneller Isomorphismus, Kooperationen.
Die Arbeit analysiert die strukturelle Transformation der deutschen Musikindustrie im digitalen Zeitalter unter besonderer Berücksichtigung der Veränderungen in der Koordinationsform zwischen Markt, Netzwerk und Hierarchie.
Die zentralen Themen umfassen die Anwendung der Transaktionskostentheorie auf Medienbranchen, die Auswirkung exogener technologischer Schocks auf Organisationsformen und die Konzentrationsprozesse bei Major-Labels.
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob sich die deutsche Musikindustrie vom Markt hin zum Netzwerk entwickelt hat und welche strategischen Entscheidungen der großen Labels diesen Prozess maßgeblich beeinflussten.
Die Arbeit stützt sich auf eine transaktionskostentheoretische Analyse, ergänzt durch das Konzept des organisationalen Feldes zur Abbildung der Branche, sowie auf eine inhaltsanalytische Untersuchung von Sekundärdaten und Unternehmensberichten.
Im Hauptteil wird die deutsche Musikindustrie zu zwei Zeitpunkten (2000 und 2012) verglichen, um anhand von Einflussfaktoren wie Marktzugang, Know-how und Wettbewerb die strategische Neuausrichtung der Major-Labels zu untersuchen.
Die wichtigsten Begriffe sind Musikindustrie, Transaktionskostentheorie, digitale Revolution, organisatorisches Feld, Netzwerk, Major-Labels und strategische Entscheidungen.
Das Jahr 2000 markiert laut der Analyse den Beginn der spürbaren Auswirkungen der digitalen Revolution (exogener Schock) mit einsetzenden, deutlichen Umsatzrückgängen.
Die großen Drei (Universal, Sony, Warner) bilden das Rückgrat der Branche und ermöglichen durch ihre messbaren Organisationsstrukturen und Umsatzzahlen eine präzise Untersuchung der strategischen Anpassungsprozesse.
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