Masterarbeit, 2015
247 Seiten, Note: 1,35
1 Einleitung
2 Stand der Forschung und Theoriebezug
2.1 Veränderungen der Arbeitsbedingungen
2.2 Die Betriebliche Gesundheitsförderung
2.2.1 Begriffsabgrenzung BGF und BGM
2.2.2 Handlungsfelder der Betrieblichen Gesundheitsförderung
2.2.3 Akteure der Betrieblichen Gesundheitsförderung
2.3 Die gesundheitswissenschaftliche Betrachtungsweise der Betrieblichen Gesundheitsförderung
2.3.1 Entstehung von Gesundheit (Salutogenese)
2.4 Die soziologische Betrachtungsweise der Betrieblichen Gesundheitsförderung
2.4.1 System Betrieb und System Sport
2.4.2 Sozialkapital
2.5 Nutzen und Bedeutung der Betrieblichen Gesundheitsförderung und deren praktische Umsetzung im Sport
2.5.1 Nutzen und Bedeutung
2.5.2 ‚Bewegt im Betrieb‘ der DOSB
2.5.3 ‚G.U.T. im Beruf‘ des Württembergischen LSB e.V.
2.6 Schlussfolgerungen
3 Untersuchungen
3.1 Untersuchungsfeld
3.2 Untersuchungsaufbau
3.3 Analyse der Maßnahmen und Rahmenbedingungen
3.3.1 Ergebnisse der Analyse der Maßnahmen
3.4 Offene Leitfadeninterviews
3.4.1 Konzeption Leitfaden
3.4.2 Auswertungsmethode
3.4.3 Darstellung Ergebnisse der Interviews
4 Diskussion der Ergebnisse (Interpretation)
5 Reflexionen
5.1 Rollen-, und Methodenreflexion
5.2 Theoriereflexion
6 Fazit und Ausblick
Ziel dieser Masterarbeit ist die kritische Untersuchung der Chancen und Herausforderungen bei Kooperationsvereinbarungen im Bereich der Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) zwischen Sportvereinen und kleinen sowie mittelständischen Unternehmen (KMU). Dabei wird insbesondere analysiert, inwieweit Sportvereine als Kooperationspartner agieren können und welche förderlichen Rahmenbedingungen hierfür existieren.
1 Einleitung
„Gesundheit wird von den Menschen in ihrer alltäglichen Umwelt geschaffen und gelebt, dort, wo sie spielen, lernen, arbeiten und lieben. Gesundheit entsteht dadurch, dass man sich um sich selbst und für andere sorgt, dass man in der Lage ist, selber Entscheidungen zu fällen und Kontrolle über die eigenen Lebensumstände auszuüben sowie dadurch, dass die Gesellschaft in der man lebt, Bedingungen herstellt, die allen ihren Bürgern Gesundheit ermöglicht.“ (Weltgesundheitsorganisation 1986)
Der zitierte Auszug aus der Ottawa-Charta zur Gesundheitsförderung zeigt, dass die Arbeitswelt zur alltäglichen Umwelt eines jeden gehört und es daher nötig ist auch im betrieblichen Umfeld für die Förderung der Gesundheit zu sorgen. Die Veränderungen der Arbeitswelt – demografischer Wandel, neue und sich verändernde Krankheitsbilder, Fachkräftemangel, Technisierung der Arbeitsprozesse, flexible Arbeitsplatzgestaltung, etc. – belasten sowohl die Arbeitnehmer, als auch die Unternehmen. Resultierend aus der zunehmenden psychischen Belastung der Arbeitnehmer (bei abnehmender physischer Belastung), wird der Gesundheitszustand der Arbeitnehmer beeinflusst und kann den Verlust oder zeitweisen Ausfall von qualifizierten, leistungsfähigen Mitarbeitern für die Unternehmen bedeuten. Die Unternehmen sehen sich mit dem Verlust von leistungsfähigen und gesunden Mitarbeitern konfrontiert. Um einen Produktivitätsabfall und Nicht-Erreichen der gesetzten Ziele zu verhindern, kommt der Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) eine besondere Bedeutung zu. Sie nimmt sich dem Themenfeld der Unterstützung von Unternehmen bei der Förderung und Erhaltung der Gesundheit, d. h. Leistungsfähigkeit und –Bereitschaft ihrer Mitarbeiter, zwecks Senkung von direkten und indirekten Fehlzeiten sowie Krankheitskosten, an.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit von BGF aufgrund veränderter Arbeitsbedingungen und führt in die Fragestellung ein, ob Sportvereine als Kooperationspartner für KMU fungieren können.
2 Stand der Forschung und Theoriebezug: Dieses Kapitel verknüpft wissenschaftliche Grundlagen wie das salutogenetische Modell von Antonovsky mit soziologischen Konzepten wie Luhmanns Systemtheorie und Bourdieus Sozialkapital, um den theoretischen Rahmen zu schaffen.
3 Untersuchungen: Hier werden das Untersuchungsfeld sowie die angewandte Methodik (Inhaltsanalyse und offene Leitfadeninterviews) vorgestellt und die Ergebnisse der Untersuchung detailliert aufbereitet.
4 Diskussion der Ergebnisse (Interpretation): Die Ergebnisse werden kritisch diskutiert, insbesondere im Hinblick auf die Anforderungen an Sportvereine und die Übertragbarkeit von Handlungsfeldern.
5 Reflexionen: Dieses Kapitel reflektiert die gewählten Forschungsmethoden sowie die theoretischen Ansätze der Arbeit.
6 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse über die Chancen und Herausforderungen für Sportvereine in der BGF zusammen und bietet einen Ausblick auf künftige Forschungsmöglichkeiten.
Betriebliche Gesundheitsförderung, BGF, Sportvereine, KMU, Kooperation, Prävention, Salutogenese, Sozialkapital, Systemtheorie, Gesundheitssport, Arbeitswelt, Gesundheitsmanagement, Netzwerk, Leitfaden Prävention, Mitarbeitergesundheit.
Die Arbeit untersucht die Potenziale und Herausforderungen von Kooperationen zwischen Sportvereinen und kleinen sowie mittelständischen Unternehmen im Bereich der Betrieblichen Gesundheitsförderung.
Neben der gesundheitswissenschaftlichen Perspektive auf Arbeitsbedingungen stehen die Rolle der Sportvereine, deren Professionalisierung sowie die Kommunikation zwischen Sport- und Unternehmenssystemen im Zentrum.
Es soll herausgearbeitet werden, ob Sportvereine als Partner für BGF in KMU agieren können und unter welchen Voraussetzungen solche Kooperationen erfolgreich umsetzbar sind.
Die Autorin kombiniert eine Inhaltsanalyse mit einer qualitativen Untersuchung, basierend auf Expertenleitfadeninterviews mit Vertretern aus Sportvereinen und kooperierenden Unternehmen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Salutogenese, Systemtheorie) und die empirische Analyse, bei der Rahmenbedingungen, Maßnahmen und Expertenmeinungen ausgewertet werden.
Betriebliche Gesundheitsförderung, Sportvereine, Kooperation, KMU, Systemtheorie und Prävention sind die maßgeblichen Begriffe.
Diese Unterscheidung ist entscheidend, da der Leitfaden Prävention für eine steuerliche Förderung spezifische Anforderungen an die inhaltliche und methodische Gestaltung der Angebote stellt, die Vereine bei ihrer Programmplanung berücksichtigen müssen.
Die Autorin stellt fest, dass Großsportvereine aufgrund ihrer Hauptamtlichkeit und breiteren Angebotsvielfalt professioneller agieren können als kleine Vereine, was die Verlässlichkeit und somit den Erfolg der Kooperation erhöht.
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