Masterarbeit, 2015
107 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Forschungsfrage
1.2 Gang der Untersuchung
2 Hedgefonds-Aktivismus in der Literatur
3 Theoretische Grundlagen
3.1 Begriff des Aktionärsaktivismus
3.2 Corporate Governance-Struktur der Aktiengesellschaft
3.2.1 Stellhebel der deutschen Corporate Governance im Wandel
3.2.2 Kompetenzverteilung im dualistischen System
3.2.3 Kapitalmarkttransparenz bedeutender Beteiligungsquoten
3.3 Aktionärsaktivismus im Verständnis der Prinzipal-Agenten-Problematik
3.3.1 Trennung von Eigentum und Kontrolle
3.3.2 Interne Kontrollmechanismen
3.3.3 Externe Kontrollmechanismen
3.4 Hedgefonds als aktiver Finanzinvestor
3.4.1 Merkmale der Hedgefonds-Industrie
3.4.2 Hedgefonds-Aktivismus als Strategie
3.4.3 Forderungen aktivistischer Hedgefonds
3.4.4 Bestimmungsgründe und Motive für aktivistisches Handeln
3.4.5 Wahrnehmung von Hedgefonds-Aktivismus
4 Eventstudie – Datenerhebung und Methodologie
4.1 Datensatz und Datenselektion
4.2 Methodisches Vorgehen
5 Ergebnisse der Eventstudie
5.1 Deskriptive Eigenschaften der Beobachtungen
5.2 Kurzfristige Ergebnismessung
5.2.1 Untersuchung der gesamten Stichprobe
5.2.2 Überrenditen durch indirekten Aktivismus
5.2.3 Überrenditen durch direkten Aktivismus
5.3 Interpretation und kritische Störgrößen
5.3.1 Interpretation der Ergebnisse
5.3.2 Verzerrung der Ergebnisse
6 Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss von Hedgefonds-Aktivismus auf den Aktienkurs deutscher Zielunternehmen im Zeitraum von 1999 bis 2015. Zentrales Ziel ist es, mittels einer Eventstudie zu analysieren, ob das Auftreten aktivistischer Hedgefonds kurzfristig signifikante abnormale Renditen generiert und welche charakteristischen Merkmale diese Investitionen aufweisen.
Hedgefonds-Aktivismus:
Hedgefonds-Aktivismus stellt jegliches nicht passives Verhalten von Hedgefonds dar, mit dem Druck oder Einfluss auf die Unternehmensführung der Zielgesellschaft ausgeübt wird. Dabei richten die Hedgefonds-Manager das renditeorientierte Anlageverhalten darauf ab, durch Eingriffe auf strategische, taktische oder operative Entscheidungsebenen des Unternehmens Wertpotentiale zu realisieren. Hedgefonds suchen die Investitionsobjekte vor der Beteiligung gezielt aus, um anschließend bewusst durch Aktivismus zu agieren.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Entwicklung des Hedgefonds-Aktivismus in Deutschland ein und definiert die Forschungsfrage sowie den Aufbau der Arbeit.
2 Hedgefonds-Aktivismus in der Literatur: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand zur Kursreaktion bei Hedgefonds-Ereignissen und grenzt die vorliegende Untersuchung von bisherigen Studien ab.
3 Theoretische Grundlagen: Hier werden die Corporate-Governance-Struktur der Aktiengesellschaft und die Prinzipal-Agenten-Theorie erläutert, um die Anreize für aktivistisches Eingreifen theoretisch zu fundieren.
4 Eventstudie – Datenerhebung und Methodologie: Dieser Abschnitt beschreibt die Erstellung des Datensatzes aus 188 Ereignissen sowie die methodischen Grundlagen der Eventstudie zur Renditemessung.
5 Ergebnisse der Eventstudie: In diesem Kapitel werden die deskriptiven Merkmale der Daten präsentiert und die empirischen Ergebnisse der abnormalen Renditen analysiert sowie kritisch interpretiert.
6 Zusammenfassung: Das letzte Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und bewertet die Auswirkungen des Hedgefonds-Aktivismus auf den deutschen Kapitalmarkt.
Hedgefonds, Aktionärsaktivismus, Eventstudie, abnormale Rendite, Corporate Governance, Prinzipal-Agenten-Theorie, Deutschland, Kapitalmarkt, Zielunternehmen, Stimmrechtsmeldung, Aktienkurs, Unternehmensführung, Finanzinvestor, Rendite, Beteiligung.
Die Arbeit analysiert das Phänomen des Hedgefonds-Aktivismus auf dem deutschen Kapitalmarkt und dessen Auswirkungen auf die betroffenen Unternehmen.
Die Arbeit verknüpft theoretische Konzepte der Unternehmensführung (Corporate Governance) mit einer empirischen Eventstudie zur Messung von Aktienkursreaktionen.
Es wird untersucht, ob Hedgefonds-Aktivismus kurzfristig zu abnormalen Renditen bei den Zielunternehmen führt und durch welche Merkmale sich dieser Aktivismus charakterisiert.
Der empirische Teil basiert auf einer klassischen Eventstudie, bei der über eine Schätzperiode abnormale Renditen (CAAR) berechnet werden.
Der Hauptteil widmet sich der Prinzipal-Agenten-Problematik, den internen und externen Kontrollmechanismen der Aktiengesellschaft sowie den Strategien von Hedgefonds.
Die Arbeit fokussiert auf Themen wie Hedgefonds, Aktionärsaktivismus, Eventstudien und Corporate Governance im deutschen wirtschaftlichen Kontext.
Die Unterscheidung erfolgt anhand der Informationsverfügbarkeit: Bei indirektem Aktivismus liegt meist nur eine Stimmrechtsmitteilung vor, bei direktem Aktivismus zusätzliche mediale Berichterstattung über konkrete Forderungen.
Entgegen der Erwartung einer reinen kurzfristigen Anlagestrategie zeigt die Datenanalyse eine durchschnittliche Haltedauer von 21 Monaten, was für ein nachhaltigeres Interesse spricht.
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