Diplomarbeit, 2004
80 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Eingrenzung des Untersuchungsbereichs
1.3. Gang der Untersuchung
2. Begriffliche Bestimmung und Klassifizierung immaterieller Vermögenswerte
2.1. Begriffsbestimmung und Klassifikation
2.2. Identifizierbare immaterielle Vermögenswerte
2.3. Der Geschäfts- oder Firmenwert
3. Beurteilungsrahmen für die Bilanzierung immaterieller Vermögenswerte nach IFRS
3.1. Konzeption der IFRS – Rechnungslegung
3.1.1. Ziele und Adressaten der IFRS-Rechnungslegung
3.1.2. Die Rahmengrundsätze der IFRS-Rechnungslegung
3.2. Anforderungen aus Sicht der Rechnungslegungsteilnehmer
3.2.1. Informationsbedürfnisse der Adressaten
3.2.2. Interessen der bilanzierenden Unternehmen
3.3. Ausgewählte Rahmengrundsätze als Beurteilungsmaßstab
4. Die Bilanzierung identifizierbarer immaterieller Vermögensgegenstände
4.1. Die derzeitigen Ansatzvorschriften und die Zugangsbewertung
4.2. Die geplanten Änderungen zu Ansatzvorschriften und Zugangsbewertung
4.3. Die derzeitigen Vorschriften für die Folgebewertung
4.4. Die geplanten Änderungen für die Folgebewertung
5. Die Bilanzierung erworbener Geschäfts- oder Firmenwerte
5.1. Die derzeitigen Ansatzvorschriften
5.2. Die geplanten Änderungen der Ansatzvorschriften
5.3. Die derzeitigen Vorschriften für die Folgebewertung
5.4. Die geplanten Änderungen für die Folgebewertung
6. Analyse ausgewählter Aspekte der Bilanzierung immaterieller Vermögenswerte
6.1. Beurteilung hinsichtlich Relevanz, Vergleichbarkeit und Verlässlichkeit
6.1.1. Der Ansatz identifizierbarer immaterieller Vermögenswerte
6.1.2. Der Ansatz des derivativen Geschäfts- oder Firmenwerts
6.1.3. Die Abschaffung planmäßiger Abschreibungen
6.1.4. Der Nutzungswert als Bewertungsmaßstab
6.1.5. Das Bewertungskonstrukt „zahlungsmittelgenerierende Einheit“
6.1.6. Die Wertminderung zahlungsmittelgenerierender Einheiten
6.2. Beurteilung hinsichtlich Praktikabilität und Wirtschaftlichkeit
6.2.1. Der Ansatz selbsterstellter immaterieller Vermögenswerte
6.2.2. Besonderheiten bei der Kaufpreisallokation von Unternehmenszusammenschlüssen
6.2.3. Die Werthaltigkeitstests
6.2.3.1. Relevante Bewertungsobjekte
6.2.3.2. Die Bestimmung des erzielbaren Betrags
6.2.3.3. Die Bildung zahlungsmittelgenerierender Einheiten als Bewertungsvoraussetzung
6.2.3.4. Die Werthaltigkeitstests für den Geschäfts- oder Firmenwert
7. Zusammenfassung
Ziel der Arbeit ist es, die Problembereiche der derzeitigen und geplanten IASB-Regelungen zur Bilanzierung immaterieller Vermögenswerte aus der Perspektive der Jahresabschlussadressaten sowie der bilanzierenden Unternehmen zu identifizieren und kritisch zu analysieren.
1.1. Problemstellung
Der Wertbeitrag des immateriellen Vermögens im Produktionsprozess ist auf Basis des technologischen Fortschritts der letzten Jahrzehnte kontinuierlich gestiegen. Als „zentrale[ ] Determinanten des Unternehmenserfolgs“ sind immaterielle Vermögenswerte ein Grund für Fusionen und Übernahmen und damit von hohem Interesse für das Unternehmenswachstum durch Akquisition. Die große strategische Bedeutung immaterieller Güter basiert auf ihrem Potenzial zur Begründung von Realoptionen. Ohne physische Restriktionen beachten zu müssen, besteht verstärkt die Möglichkeit, Investitionen im Zeitablauf zu verändern und somit eine flexible Ausrichtung der unternehmerischen Ressourcen sicherzustellen.
Der immaterielle Charakter der Güter impliziert jedoch besondere Rechnungslegungsprobleme, weshalb sich die internationalen Standardsetter bisweilen mit dem Thema auseinandersetzen. Nachdem das FASB bereits im Juli 2001 die US-GAAP-Regelungen zur Bilanzierung immaterieller Vermögenswerte grundlegend reformiert hat, plant das IASB mit der Veröffentlichung von ED 3, ED-IAS 36 und 38 im Dezember 2002 analoge Regelungen, um einer Konvergenz der beiden internationalen Rechnungslegungssysteme näher zu kommen.
1. Einleitung: Einleitung in die Problematik immaterieller Vermögenswerte und deren strategische Bedeutung für Unternehmen sowie Zielsetzung der Arbeit.
2. Begriffliche Bestimmung und Klassifizierung immaterieller Vermögenswerte: Abgrenzung und Definition immaterieller Werte sowie des Geschäfts- oder Firmenwerts.
3. Beurteilungsrahmen für die Bilanzierung immaterieller Vermögenswerte nach IFRS: Untersuchung der Konzeption der IFRS-Rechnungslegung und der Interessen verschiedener Rechnungslegungsteilnehmer.
4. Die Bilanzierung identifizierbarer immaterieller Vermögensgegenstände: Darstellung der derzeitigen und geplanten Ansatz- und Bewertungsvorschriften für identifizierbare Werte.
5. Die Bilanzierung erworbener Geschäfts- oder Firmenwerte: Analyse der Bilanzierung des derivativen Geschäfts- oder Firmenwerts unter aktuellen und zukünftigen Vorschriften.
6. Analyse ausgewählter Aspekte der Bilanzierung immaterieller Vermögenswerte: Kritische Untersuchung der Bilanzierungspraxis anhand von Kriterien wie Relevanz, Verlässlichkeit und Praktikabilität.
7. Zusammenfassung: Abschließende Betrachtung der Ergebnisse der Arbeit hinsichtlich der IFRS-Vorschriften.
Immaterielle Vermögenswerte, IFRS, IASB, Geschäfts- oder Firmenwert, Werthaltigkeitstest, Nutzungswert, Fair Value, Bilanzierung, Rechnungslegung, Kaufpreisallokation, Zahlungsmittelgenerierende Einheit, US-GAAP, Entscheidungsrelevanz, Unternehmenszusammenschluss.
Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Analyse der Bilanzierung immaterieller Vermögenswerte nach IFRS, unter besonderer Berücksichtigung der laufenden IASB-Reformen.
Im Zentrum stehen der Ansatz und die Bewertung immaterieller Vermögenswerte sowie des Geschäfts- oder Firmenwerts, sowohl bei selbst geschaffenen Werten als auch bei Unternehmenszusammenschlüssen.
Ziel ist die Lokalisierung potenzieller Problembereiche der derzeitigen und geplanten IASB-Regelungen aus der Sicht von Investoren und bilanzierenden Unternehmen.
Die Arbeit nutzt eine deduktive Analyse der internationalen Rechnungslegungsstandards (IAS/IFRS) unter Einbeziehung der Principal-Agent-Theorie sowie praktischer Beurteilungskriterien.
Der Hauptteil analysiert detailliert die Ansatz- und Folgebewertungsvorschriften, die Problematik der Werthaltigkeitstests sowie spezifische Aspekte wie den "Nutzungswert" und die "zahlungsmittelgenerierende Einheit".
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Immaterielle Vermögenswerte, IFRS, Goodwill-Bilanzierung, Werthaltigkeitstest und Informationsrelevanz geprägt.
Die geplante Neuregelung sieht eine Abkehr von der planmäßigen Abschreibung vor, zugunsten eines jährlichen Werthaltigkeitstests ("Impairment-Test"), um den Wertverzehr realitätsnäher abzubilden.
Deutsche Unternehmen stehen vor der Herausforderung, komplexe IFRS-Regelungen parallel zu HGB-Vorschriften anzuwenden, was oft einen hohen Aufwand für Überleitungsrechnungen nach sich zieht.
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