Masterarbeit, 2015
155 Seiten, Note: 1
1 EINLEITUNG
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2 CHANGE MANAGEMENT ALS SCHLÜSSELFAKTOR BEI VERÄNDERUNGEN
2.1 Begriffsbestimmung
2.2 Anlässe für Veränderungen
2.2.1 Veränderungsanlässe nach Capgemini
2.2.2 Veränderungsanlässe nach Probst und Raisch
2.3 Dimensionen der Veränderung
2.4 Emotionale Reaktionen bei Veränderungen
2.5 Die Phasenmodelle der Veränderungen
2.5.1 Das Veränderungsmodell nach Lewin
2.5.2 Das Veränderungsmodell nach Doppler und Lauterburg
2.5.3 Das Veränderungsmodell nach Kotter
2.5.4 Gemeinsamkeiten der Veränderungsmodelle
2.6 Herausforderungen bei Veränderungen
2.7 Die lernende Organisation
2.7.1 The Fifth Discipline nach Senge
2.7.2 Drei Ebenen des organisationalen Lernens nach Argyris u. Schön
2.7.3 Rollen in lernenden Organisationen
2.8 Formen des Wandels
2.9 Führung in Veränderungsprozessen
3 KOMMUNIKATION ALS SCHLÜSSELFAKTOR IN UNTERNEHMEN
3.1 Definition der Unternehmenskommunikation
3.2 Kommunikationsmodelle
3.2.1 Das Kommunikationsmodell nach F. Schulz von Thun
3.2.2 Das Kommunikationsmodell nach Watzlawick
3.2.3 Das Kommunikationsmodell nach Gordon
3.3 Teildisziplinen der Unternehmenskommunikation
3.3.1 Public Relations
3.3.2 Public Affairs
3.3.3 Finanzkommunikation
3.3.4 Marktkommunikation
3.3.5 Interne Kommunikation
4 KOMMUNIKATION ALS SCHLÜSSELFAKTOR IM CHANGE MANAGEMENT
4.1 Ziele der Change-Kommunikation
4.2 Kommunikation im Veränderungsprozess
4.2.1 Initialisierung
4.2.2 Konzipierung
4.2.3 Mobilisierung
4.2.4 Umsetzung
4.2.5 Verstetigung
4.3 Zielgruppen der Veränderungskommunikation
4.4 Instrumente der Veränderungskommunikation
4.5 Kommunikation mit den MitarbeiterInnen
5 EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG IN FORM VON LEITFADENINTERVIEWS
5.1 Forschungsdesign
5.2 Auswahl der Interviewpartner
5.3 Datenerhebung, Datenaufbereitung und Auswertung
5.3.1 Aufbau des Interviewleitfadens
5.3.2 Leitfadeninterview und Transkription
5.3.3 Inhaltsanalyse und Kategoriensystem
5.4 Ergebnisse der Leitfadeninterviews
5.4.1 Eisbergmanagement
5.4.1.1 Kommunikationsanlässe
5.4.1.2 Kommunikationsziele
5.4.1.3 Emotionen
5.4.2 Zeitraum und Umfang der Kommunikation
5.4.3 Informationsmanagement
5.4.3.1 Kommunikationsrichtung
5.4.3.2 Kommunikationsinstrumente und Zeitpunkt
5.4.4 Partizipationsmanagement
5.4.5 Erfolgsfaktoren
6 HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN
6.1 Persönliche Kommunikation
6.2 Vertrauen aufbauen
6.3 Frühzeitige Kommunikation
6.4 Betroffene zu Beteiligten machen
6.5 Ein Gefühl der Dringlichkeit erzeugen
7 RESÜMEE
7.1 Zusammenfassung
7.2 Fazit
Die Arbeit untersucht die entscheidende Rolle der Kommunikation als Schlüsselfaktor bei organisationalen Veränderungsprozessen (Change Management). Ziel ist es, durch die Verknüpfung theoretischer Konzepte und empirischer Experteninterviews herauszuarbeiten, welche kommunikativen Faktoren wesentlich zum Erfolg oder Scheitern von Wandlungsprozessen beitragen und wie Führungskräfte diese gezielt steuern können.
2.1 Begriffsbestimmung
Unter dem Begriff „Change Management“ versteht man die bewusste Steuerung und Gestaltung von Veränderungsprozessen in Unternehmen, wobei gezielte Maßnahmen herangezogen werden.11 Die Bezeichnung Change Management stammt aus dem angelsächsischen Raum und wird im Deutschen teilweise mit dem Begriff Veränderungsmanagement beziehungsweise Transformationsmanagement übersetzt, meist findet allerdings die ursprüngliche englische Variante Anwendung.12
Der Ursprung des Change Management lässt sich auf die 50er Jahre zurückführen, wo das Personal mit seinen individuellen Emotionen, Zielen und Bedürfnissen aus Veränderungsprozessen ausgeschlossen worden war. Dies veränderte sich in den 70er und 80er Jahren, als der Belegschaft vermehrt Bedeutung als wesentlicher Faktor zum Erfolg beigemessen wurde. Im Zuge dieses Wandels entstanden innovative Maßnahmen zur Organisationsentwicklung, welche auch die Arbeitsbedingungen nachhaltig verbesserten. Ab Mitte der 90er Jahre erfolgte eine Entwicklung von differenzierten Organisationsstrukturen und klar definierten Unternehmenszielen, sowie darauf ausgerichtete Strategien. Auch hier stand weiterhin das Personal als bedeutender Faktor im Zentrum. Aus dieser Entwicklung entfaltete sich nach und nach das ganzheitliche Konzept des Change Managements, welches auf die aktive Steuerung und Gestaltung des Wandels im Unternehmen abzielt.13
In der Literatur können eine Vielzahl von verschiedenen Begriffserklärungen des Change Managements gefunden werden, wobei unterschiedliche Aspekte im Vordergrund stehen.14
1 EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit von Veränderungsprozessen in einer schnelllebigen Zeit und definiert die zentrale Fragestellung sowie den Aufbau der Arbeit.
2 CHANGE MANAGEMENT ALS SCHLÜSSELFAKTOR BEI VERÄNDERUNGEN: Dieses Kapitel erläutert theoretische Grundlagen zu Change Management, inklusive Anlässen, Phasenmodellen, emotionalen Reaktionen und den Konzepten der lernenden Organisation.
3 KOMMUNIKATION ALS SCHLÜSSELFAKTOR IN UNTERNEHMEN: Hier werden Definitionen der Unternehmenskommunikation sowie zentrale Kommunikationsmodelle (z.B. nach Schulz von Thun und Watzlawick) und deren Bedeutung für den Austausch im Unternehmen behandelt.
4 KOMMUNIKATION ALS SCHLÜSSELFAKTOR IM CHANGE MANAGEMENT: Dieses Kapitel analysiert spezifisch die Funktion der Kommunikation innerhalb von Veränderungsprozessen, von der Initialisierung bis zur Verstetigung.
5 EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG IN FORM VON LEITFADENINTERVIEWS: Der empirische Teil beschreibt das Forschungsdesign und präsentiert die Ergebnisse der Experteninterviews zu Themen wie Eisbergmanagement und Kommunikationsinstrumenten.
6 HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN: Auf Basis der Theorie und Empirie werden konkrete Empfehlungen, wie persönliche Kommunikation und Vertrauensaufbau, für eine erfolgreiche Veränderungskommunikation definiert.
7 RESÜMEE: Das letzte Kapitel fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen und zieht ein abschließendes Fazit zur Bedeutung der Kommunikation für den Erfolg von Change-Projekten.
Change Management, Veränderungskommunikation, Unternehmenskultur, Kommunikation, Führung, Organisationsentwicklung, Vertrauen, Mitarbeiterbeteiligung, Lernende Organisation, Phasenmodelle, Stakeholder, Leitfadeninterviews, Erfolgsfaktoren, Eisbergmodell, Transformation.
Die Arbeit untersucht, wie Kommunikation als Schlüsselfaktor den Erfolg von Veränderungsprozessen (Change Management) in Unternehmen maßgeblich beeinflussen kann.
Die Arbeit verknüpft theoretische Konzepte des Change Managements und der Kommunikationstheorie mit einer qualitativen empirischen Studie.
Das Ziel ist es, Schlüsselfaktoren der Veränderungskommunikation zu identifizieren und aufzuzeigen, wie diese im Rahmen des Change Managements zur erfolgreichen Transformation beitragen können.
Die Autorin/der Autor führt eine ausführliche Literaturrecherche durch und ergänzt diese durch eine empirische Untersuchung in Form von halbstandardisierten Leitfadeninterviews mit sechs Experten.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Change Management und Kommunikation sowie einen empirischen Teil, in dem die Ergebnisse der Experteninterviews systematisch analysiert und kategorisiert werden.
Zu den prägenden Begriffen gehören Change Management, Veränderungskommunikation, Vertrauensaufbau, Mitarbeiterbeteiligung, Führung und der organisationale Wandel.
Laut den Experteninterviews ist eine frühzeitige, ehrliche und persönliche Kommunikation der Führungskräfte entscheidend, um Ängste abzubauen und Mitarbeiter von Betroffenen zu aktiven Beteiligten zu machen.
Das persönliche Gespräch wird von den befragten Experten als eines der bedeutendsten Kommunikationsmittel eingestuft, da es Vertrauen schafft, Wertschätzung vermittelt und Unsicherheiten effektiver reduziert als mediale Kommunikation.
Die Untersuchung zeigt, dass Geheimhaltung zu Misstrauen, negativen Emotionen und letztlich zur Blockade führt; offene Kommunikation hingegen ist für das Commitment der Belegschaft unerlässlich.
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