Magisterarbeit, 2004
117 Seiten, Note: 2,3
Einleitung
1. Metapherntheorie
1.1 Einleitende Worte zum Metaphernverständnis
1.2 Traditionelle Metapherntheorien und neuere Erklärungsversuche
1.3 Die kognitiv-linguistische Theorie des Metaphernverständnisses
2. Funktionen und Leistungen von Metaphern
2.1 Leistungen der Metaphern
2.2 Kommunikative Funktionen von Metaphern
2.3 Die phatische Metaphernfunktion
2.4 Die katachretische Metaphernfunktion
2.5 Die epistemische Metaphernfunktion
2.6 Die illustrative Metaphernfunktion
2.7 Die argumentative Metaphernfunktion
2.8 Die sozial-regulative Metaphernfunktion
3. Metaphorische Einheiten
3.1 Einwortmetaphern
3.2 Wortgruppenmetaphern
4. Der Sportbericht in der Tages- und in der Fachzeitschrift
4.1 Tageszeitungen: Ein Überblick
4.2 Der Sportbericht in der Tageszeitung
4.3 Fachzeitschriften: Ein Überblick
4.4 Der Sportbericht in der Fachzeitschrift
5. Analyse des Korpusmaterials
5.1 Die Metaphernverwendung in Überschriften
5.2 Einteilung der okkasionellen Metaphern in Bildspenderbereiche
5.3 Analyse der verwendeten Wortgruppenmetaphern
5.4 Vorstellung und Erläuterung der verwendeten okkasionellen und lexikalisierten Einwortmetaphern
Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht komparativ den Metapherngebrauch in Handball-Spielberichten einer Tageszeitung und einer Fachzeitschrift aus der Saison 2002/2003, um Unterschiede in der Bildsprache und deren Funktion abhängig vom jeweiligen Zielpublikum zu ergründen.
Die kognitiv-linguistische Theorie des Metaphern-Verständnisses
GEORG LAKOFF (1998) sieht die Metapher als Schlüssel zur Erfassung der vermuteten kognitiven Motiviertheit unserer Sprache. Er geht davon aus, dass die Metapher durch ihren kognitiven Gehalt das Wissen erweitert. Er sieht die Metapher ebenso wie Johnson nicht als außergewöhnlichen Sprachgebrauch, sondern als Teil unserer Alltagssprache: „Unser alltägliches Konzeptsystem, nachdem wir sowohl denken als auch handeln, ist im Kern und grundsätzlich metaphorisch.". Lakoff und Johnson sprechen der Metapher grundsätzlich eine Erklärungs- und Verständnisfunktion zu:
Das Wesen von Metaphern besteht darin, dass wir durch sie eine Sache oder einen Vorgang in Begriffen einer anderen Sache bzw. eines anderen Vorgangs verstehen und erfahren können.
Die Bildung von Metaphern ist also möglich, weil unser so genanntes Konzeptsystem weitgehend aus ihnen besteht. Das Verstehen von Metaphern ist somit ein kognitiver Prozess. Die einfachere Umschreibung für unser so genanntes Konzeptsystem ist wahrscheinlich die von Gudrun Frieling, die es als „den menschlichen Geist“ bezeichnet. Die Thesen von Lakoff und Johnson gehen meiner Ansicht nach etwas zu weit, denn wenn unser Denken schon in Metaphern organisiert ist, dann gäbe es keine Probleme sie zu verstehen. Wir würden sie nicht als solche wahrnehmen. Grundsätzlich aber haben diese Thesen einen wahren Kern.
Die kognitive Linguistik untersucht nun diesen auf seine Fähigkeit hin, die verschiedenen Interaktionsleistungen, die auf ihn einströmen, zu verarbeiten.
1. Metapherntheorie: Überblick über die geschichtliche Entwicklung und Definition von Metapherntheorien, von Aristoteles bis zur kognitiv-linguistischen Theorie.
2. Funktionen und Leistungen von Metaphern: Systematische Darstellung der vielfältigen Leistungen, die Metaphern für Sprecher, Hörer und die Sprachgemeinschaft erbringen.
3. Metaphorische Einheiten: Unterscheidung zwischen Einwort- und Wortgruppenmetaphern sowie Erläuterung der Prozesse von Lexikalisierung und Idiomatizität.
4. Der Sportbericht in der Tages- und in der Fachzeitschrift: Analyse der unterschiedlichen Anforderungen an und Merkmale von Berichterstattung in Boulevard-, Qualitätsmedien und Fachpublikationen.
5. Analyse des Korpusmaterials: Empirische Untersuchung der Metaphernverwendung in Handballberichten unter Berücksichtigung von Überschriften, Bildspendern und Phrasen.
Metapherntheorie, Handball, Sportberichterstattung, Printmedien, kognitive Linguistik, Metaphernfunktion, Phraseologie, Lexikalisierung, okkasionelle Metaphern, Bildspenderbereiche, Sportjournalismus, Fachsprache, THW Kiel, Handballwoche, Tageszeitung.
Die Arbeit befasst sich mit dem Metapherngebrauch in Handball-Spielberichten und vergleicht dabei die Sprache einer Tageszeitung mit der einer Handball-Fachzeitschrift.
Die Untersuchung umfasst die theoretischen Grundlagen der Metaphernforschung, Funktionen von Sprachbildern, die Besonderheiten der Sportberichterstattung und eine empirische Analyse von Spielberichten.
Ziel ist es zu belegen, dass Tageszeitungen aufgrund ihrer breiteren Zielgruppe eher innovative, okkasionelle Metaphern verwenden, während Fachzeitschriften stärker auf lexikalisierte Fachtermini setzen.
Es handelt sich um eine komparative Analyse, bei der ein Korpus von 18 Spielberichten auf Metaphern, deren Bildspenderbereiche und deren Lexikalisierungsgrad hin ausgewertet wird.
Im Hauptteil werden neben der Theorie der metaphorischen Einheiten die medientypischen Unterschiede in der Aufmachung und dem Sprachgebrauch im Sportjournalismus gegenübergestellt.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Metaphorik, kognitive Linguistik, Phraseologie, Sportjournalismus und Lexikalisierung.
Die Autorin identifiziert diese als zentrales Element der Vereinskultur des THW Kiel, wobei deren Gebrauch in Fachzeitschriften als Fachjargon verstanden, in Tageszeitungen jedoch oft ironisch zur Spannungserzeugung genutzt wird.
Die Analyse zeigt, dass die Tageszeitung häufiger modifizierte oder variierte Phraseologismen nutzt, um Aufmerksamkeit zu wecken, während in der Fachzeitschrift der Anteil an standardisierten, lexikalisierten Phraseologismen deutlich höher ist.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

