Masterarbeit, 2015
84 Seiten, Note: 1,8
1 Einleitung
2 Grundlagendefinitionen im Rahmen der Arbeit
2.1 Die Compliance Organisation in einer Finanzinstitution
2.1.1 Der Begriff der Compliance
2.1.2 Die rechtlichen Grundlagen
2.1.2.1 Nationale Sicht
2.1.2.2 Internationale Sicht
2.1.3 Die aufbau- und ablauforganisatorische Implementierung von Compliance in einer Institution
2.1.3.1 Möglichkeiten der aufbauorganisatorischen Integration der Compliance-Funktion
2.1.3.2 Die ablauforganisatorische Einbindung von Compliance
2.1.4 Die Bestandteile eines Compliance-Management-Systems nach Institut der Wirtschaft PS 980
2.2 Die Anwendung von Change Management zur Umsetzung von Veränderungen
2.2.1 Das 3-Phasen Modell von Kurt Lewin
2.2.2 Die emotionale Reaktion in Change Management Prozessen nach Streich
2.3 Das Workforce Management als Begriff des bedarfsoptimierten Personaleinsatzes
3 Die Wirkungsbereiche der zunehmenden Regelungsdichte, die Reaktion der Finanzinstitute und der Einsatz von Change Management Methoden
3.1 Handlungsbedarf für die Compliance-Organisation ergibt sich in verschiedenen Bereichen
3.1.1 Die Bewertung der Compliance-Organisation in Finanzinstituten – eine Analyse der extern verfügbaren Informationen
3.1.2 Der steigende Anspruch an die personelle Ressourcenplanung
3.1.3 Die Anpassung der Organisationsstrukturen
3.1.4 Die Notwendigkeit des Kulturwandels
3.2 Die Herausforderungen in der Durchführung von Veränderungsprozessen
3.2.1 Die Anwendung des Drei Phasen Modells von Lewin
3.2.2 Wesentliche Aufgaben zur Realisierung des Kulturwandels
3.2.3 Die Merkmale eines erfolgreichen Veränderungsprozesses
4 Fazit
Die vorliegende Master-Thesis untersucht die Herausforderungen, mit denen Compliance-Abteilungen in Finanzinstituten aufgrund stetig steigender regulatorischer Anforderungen konfrontiert sind. Das primäre Ziel ist es, die Notwendigkeit einer aktiven Begleitung von organisatorischen Veränderungsprozessen mittels Change-Management-Methoden zu evaluieren und aufzuzeigen, wie eine wirksame Compliance-Kultur zur Minderung von Haftungsrisiken und zur Sicherung der Reputation beitragen kann.
Die Notwendigkeit des Kulturwandels
Die geltenden Compliance-Normen wurden zum Schutze des Marktes und der Kunden vor wirtschaftskriminellen Handlungen geschaffen und sollen Fairness und Transparenz erzeugen. Zusätzlich schützen die Anti-Geldwäsche und Terrorismusfinanzierungsregelungen den legalen Wirtschaftsverkehr und wirken auf den Märkten vertrauensbildend. Um nun eine Einstellung zu schaffen, die diesen Regelungen offen gegenüber steht und sie nicht nur als geschäftsstörend empfindet, bedarf es der Einrichtung einer adäquaten Kultur. Diese ist ebenfalls voraussetzend für die Umsetzung des durch die FED geforderten Wandels in der Commerzbank AG und der BNP Paribas. Eine Veränderung der kulturellen Einstellung der Angestellten der Institute kann in drei Schritten erreicht werden. Grundlegend hierfür sind die Einstellung des Managements zu compliancekonformem Verhalten sowie eine fortwährend verständliche Kommunikation über Werte und Verhaltensweisen an die Mitarbeiter. Anhand eines klaren Commitments durch Vorgesetze wird die Akzeptanz der Angestellten zu Compliance-Regelungen, hier speziell zum Bank Secrecy Act und den OFAC Bestimmungen, geschaffen. Es findet eine Sensibilisierung und Bewusstheitsschaffung zu den Compliance-Risiken statt, sodass Regelverstöße reduziert werden können. Nur wenn sich die Geschäftsleitung konsequent vorbildlich im Sinne dieser Normen verhält kann eine entsprechende Haltung von Seiten der Mitarbeiter gefordert werden. Im Gegenzug würde sich ein Fehlverhalten durch die Managementebene auf die Rechtstreue der Mitarbeiter übertragen und als Konsequenz illegale Verhaltensweisen legitimieren.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des gestiegenen regulatorischen Drucks auf Finanzinstitute nach der Finanzkrise ein und skizziert die Notwendigkeit von Change-Management-Prozessen innerhalb der Compliance-Organisation.
2 Grundlagendefinitionen im Rahmen der Arbeit: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Compliance-Organisation, rechtliche Anforderungen sowie Konzepte des Change Managements und der Personalplanung.
3 Die Wirkungsbereiche der zunehmenden Regelungsdichte, die Reaktion der Finanzinstitute und der Einsatz von Change Management Methoden: Hier erfolgt eine praktische Analyse ausgewählter Institute anhand von Cease & Desist Orders, wobei der Handlungsbedarf bei Ressourcenplanung, Struktur und Kulturwandel diskutiert wird.
4 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer proaktiven Compliance-Kultur, die über rein formale Anforderungen hinausgeht, um langfristige Stabilität und Reputation zu sichern.
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Die Arbeit befasst sich mit den wachsenden Anforderungen an Compliance-Abteilungen in Banken und der Notwendigkeit, diese organisatorischen Veränderungen durch gezieltes Change Management aktiv zu gestalten.
Die zentralen Themen sind die Implementierung von Compliance-Management-Systemen, der rechtliche Rahmen bei Sanktionen (BSA/OFAC) sowie die kulturelle Transformation innerhalb von Finanzinstituten.
Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Finanzinstitute durch die Anwendung wissenschaftlich fundierter Change-Management-Methoden regulatorische Anforderungen besser umsetzen und gleichzeitig eine integre Compliance-Kultur verankern können.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie einer praktischen Gap-Analyse, bei der extern verfügbare Informationen und Berichte zu Cease & Desist Orders analysiert werden.
Der Hauptteil analysiert den Handlungsbedarf für die Compliance-Organisation, diskutiert die Anpassung von Strukturen und Ressourcen und evaluiert die notwendigen Schritte für einen erfolgreichen Kulturwandel in Banken.
Dem Management kommt eine zentrale Vorbildfunktion zu; nur durch ein klares Commitment der Führungskräfte kann Compliance als selbstverständlicher Bestandteil des täglichen Handelns etabliert werden.
Beide Institute waren von U.S.-Behörden (FED/OFAC) aufgrund von Sanktionsverstößen sanktioniert worden, wobei die Analyse bei beiden Instituten Defizite in der internen Kontrollstruktur und der Identifizierung risikoreicher Transaktionen aufzeigt.
Es bietet einen strukturierten Rahmen, um bestehende, oft ineffiziente Prozesse aufzubrechen (Auftauen), neue Compliance-Anforderungen in die Abläufe zu integrieren (Veränderung) und diese dauerhaft zu etablieren (Einfrieren).
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