Masterarbeit, 2014
82 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Grundlagen
3 Empirische Entwicklung der Leistungsbilanzungleichgewichte
4 Ursachen der Leistungsbilanzungleichgewichte in der Europäischen Währungsunion im Zeitraum 1996 - 2007
4.1 Realer Wechselkurs als Treiber der Wettbewerbsfähigkeit
4.2 Kapitalströme als Einflussfaktor der Leistungsbilanz
4.3 Ursachen und Auswirkungen der unterschiedlichen Realzinsen
4.4 Übersicht der Einflussfaktoren und die Rolle positiver Erwartungen
4.5 Bezug zur Holländischen Krankheit
5 Die wirtschaftliche Entwicklung der Eurozone ab 2008 und die Wechselwirkung mit der Leistungsbilanz
5.1 Die Beziehung zwischen Leistungsbilanzen und Eurokrise sowie die Folgen für die betroffenen Staaten
5.2 Einflussfaktoren der Leistungsbilanzentwicklung im Zeitraum nach der globalen Finanzkrise
6 Die Entwicklung der Target2-Salden – Eine Folge der Leistungsbilanzungleichgewichte im Euroraum?
6.1 Die Entstehung und der Verlauf der Target2-Salden
6.2 Die Ursachen der Target2-Salden-Entwicklung
6.3 Die Konsequenzen der Target2-Salden
7 Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Ursachen und Folgen der Leistungsbilanzungleichgewichte innerhalb der Europäischen Währungsunion. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, welche Faktoren für die divergente Entwicklung der Leistungsbilanzen vor und nach der globalen Finanzkrise verantwortlich sind und wie diese mit der Eurokrise sowie der Entwicklung der Target2-Salden korrespondieren.
4.1 Realer Wechselkurs als Treiber der Wettbewerbsfähigkeit
Besitzt ein Land eine hohe Wettbewerbsfähigkeit, so kann es seine im Inland hergestellten Waren besser am Weltmarkt anbieten, was die (Netto-)Exporte und somit die Leistungsbilanz erhöht. Eine wichtige Einflussgröße der Wettbewerbsfähigkeit ist der (bilaterale) reale Wechselkurs Qt, welcher die Preise im Ausland PtA, multipliziert mit dem nominalen Wechselkurs Et, zu den Preisen im Inland PtI ins Verhältnis setzt: (4.1) Qt = (Et*PtA) / PtI.
Da innerhalb der Währungsunion kein nominaler Wechselkurs existiert, vereinfacht sich (4.1) mit Et = 1 zu: (4.2) Qt = PtA / PtI.
Es spielt also nur das Verhältnis der Preise eine Rolle. Sind z.B. die Preise bestimmter Waren in Deutschland geringer als in Frankreich, so erhöht sich für in Frankreich lebende Personen der Anreiz, Waren aus Deutschland zu importieren, anstatt in Frankreich hergestellte Waren zu beziehen.
1 Einleitung: Die Einleitung skizziert die Bedeutung von Leistungsbilanzungleichgewichten für die Eurokrise und legt den Aufbau der empirischen Analyse fest.
2 Grundlagen: In diesem Kapitel werden die Komponenten der Leistungsbilanz definiert und ihr Zusammenhang mit der Zahlungsbilanz und der Nettoauslandsposition erläutert.
3 Empirische Entwicklung der Leistungsbilanzungleichgewichte: Das Kapitel stellt die historische Entwicklung der Leistungsbilanzsalden der betrachteten 12 Euro-Länder dar und prüft, ob die Handelsbilanz als Proxy für die Leistungsbilanz dienen kann.
4 Ursachen der Leistungsbilanzungleichgewichte in der Europäischen Währungsunion im Zeitraum 1996 - 2007: Dieser Hauptteil analysiert die Treiber der Leistungsbilanzdivergenz wie Realwechselkurse, Kapitalströme und Realzinsen vor der globalen Finanzkrise.
5 Die wirtschaftliche Entwicklung der Eurozone ab 2008 und die Wechselwirkung mit der Leistungsbilanz: Untersuchung der wirtschaftlichen Dynamiken nach 2008 und wie sich die Eurokrise auf die Leistungsbilanzen und Finanzierungsbedingungen der betroffenen Staaten ausgewirkt hat.
6 Die Entwicklung der Target2-Salden – Eine Folge der Leistungsbilanzungleichgewichte im Euroraum?: Dieses Kapitel widmet sich der Target2-Debatte, analysiert die Entstehung der Salden und prüft den empirischen Zusammenhang mit Leistungsbilanzdefiziten und Kapitalflucht.
7 Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse über das Zusammenspiel der verschiedenen Einflussfaktoren zusammen und gibt einen Ausblick auf weiterführende Analysemöglichkeiten.
Leistungsbilanz, Eurozone, Eurokrise, Target2-Salden, Kapitalflucht, Realzinsen, Wettbewerbsfähigkeit, Lohnstückkosten, Holländische Krankheit, Wirtschaftswachstum, Zahlungsbilanz, Außenhandel, Kapitalströme, Immobilienpreise.
Die Arbeit analysiert die Ursachen und Auswirkungen der Leistungsbilanzungleichgewichte innerhalb der Eurozone und deren Rolle in der Eurokrise.
Die Themen umfassen Leistungsbilanzkomponenten, Wettbewerbsfähigkeit, Realzinsen, Kapitalströme sowie die Entwicklung von Target2-Salden.
Das Ziel ist die Identifikation der Faktoren, die zur divergenten Entwicklung der Leistungsbilanzen der Euro-Länder im Vorkrisenzeitraum beigetragen haben.
Die Arbeit basiert auf einer empirischen Analyse wirtschaftlicher Daten (z.B. BIP, Handelsbilanz, Zinsniveau) unter Einbeziehung ökonomischer Theorieansätze und Korrelationsrechnungen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Ursachen der Ungleichgewichte vor 2007, die Analyse der Entwicklungen ab 2008 unter dem Eindruck der Eurokrise und eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Target2-Problematik.
Wichtige Begriffe sind Leistungsbilanz, Eurozone, Eurokrise, Target2, Realzinsen, Kapitalflucht und Wettbewerbsfähigkeit.
Steigende Immobilienpreise führten in den Peripherieländern zu einem Bauboom, der Ressourcen vom handelbaren Sektor (Industrie) abzog, was die Wettbewerbsfähigkeit schwächte und die Leistungsbilanz verschlechterte.
Ja, die Arbeit sieht in der wirtschaftlichen Fehlentwicklung der südeuropäischen Länder, insbesondere der Verdrängung des Industriesektors, Parallelen zur Holländischen Krankheit.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass Kapitalflucht, getrieben durch Vertrauensverlust in Krisenzeiten, ein wesentlicherer Treiber der Target2-Salden ist als bloße Leistungsbilanzdefizite.
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