Masterarbeit, 2014
158 Seiten, Note: 1,5 sehr gut
1. Einleitung
1.1 Skizzierung des Problemfeldes
1.2 Zielsetzung, Überblick und Fragestellungen
2. Theoretische Grundlagen – Rahmentheorie
2.1 Begriffserklärung: Die Begriffe „Berufs- bzw. Studien(fach)wahl“
2.2 Berufsvererbung
2.3 Berufs- und Studienfachwahl als Prozess
2.4 Berufswahltheorien - eine Systematisierung
2.4.1 Der differentialpsychologische Ansatz
2.4.2 Der entscheidungstheoretische Ansatz
2.4.3 Die entwicklungspsychologischen Theorien
2.4.4 Die Psychodynamische Theorie
2.4.5 Die soziologischen und sozioökonomischen Theorien
2.4.6 Die typologische Theorie
2.4.7 Interdisziplinär ansetzende Modelle und Theorien
2.5 Einflussfaktoren
2.5.1 Wirkfaktoren – eine Klassifizierung
2.5.2 Elterneinfluss als einer der wichtigsten exogenen Wirkfaktoren auf die Berufs- bzw. Studienfachwahl
2.5.3 Peer Group/Freunde
2.5.4 Medien/Vorbilder
3. Überleitung zur Fragestellung
3.1 Fragestellungen und Hypothesen
3.1.1 Hypothese 1 - subjektiv empfundener Elterneinfluss auf die Studienfachwahl
3.1.2 Hypothese 2 – Berufsvererbung
3.1.3 Hypothese 3 - Studienmotive
3.1.4 Hypothese 4 – Verhaltens- und Erlebensmuster (AVEM-44) zu Studienbeginn
3.1.5 Hypothese 5 - Bildungsherkunft
4. Methode
4.1 Untersuchungsansatz
4.2 Stichprobengewinnung
4.3 Statistische Verfahren
4.4 Instrumente
4.4.1 Items zur Studienmotivation
4.4.2 AVEM-44 – Studienbezogene Verhaltens- und Erlebensmuster
4.4.3 Items zum subjektiv erlebten Einfluss auf die Studienfachwahl
4.4.4 Items zur Erhebung basisdemographischer Variablen
4.5 Stichprobenbeschreibung
5. Ergebnisse
5.1 Subjektiv empfundener Elterneinfluss auf die Studienfachwahl
5.1.1 Andere exogene Einflussfaktoren
5.1.2 Zweistichproben t-Test mit der Variable Altersgruppierung (n=221)
5.1.3 Zweistichproben t-Test mit der Variable Geschlecht (n=228)
5.1.4 t-Test und Berufsvererbung
5.2 Studienmotivation
5.2.1 Motiv: Karriere- und Aufstiegschancen
5.2.2 Interesse am Fach Medizin bzw. Naturwissenschaften
5.2.3 Motiv: breitgefächertes Tätigkeitsspektrum
5.2.4 Etwas Sinnvolles, Verantwortungsvolles, Gutes tun
5.2.5 Menschen helfen
5.2.6 Motiv: Traumjob Mediziner
5.2.7 Motiv: Betroffenheit von Krankheit
5.2.8 Motiv Aussicht auf Spitzenverdienst
5.2.9 Motiv: Sozialprestige
5.2.10 Motiv: sicheres Einkommen
5.2.11 Motiv: krisensicherer, zukunftsfähiger Arbeitsplatz
5.2.12 Motiv: Ideenlosigkeit
5.2.13 Motiv: persönlicher Glaube
5.2.14 Motiv: gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf
5.2.15 Motiv: Flexibilität in Wahl des Berufsstandortes
5.2.16 Motiv: unerwartete Studienplatzvergabe
5.2.17 Weitere Motive
5.3 Studienmotivation und t-Test
5.3.1 Variable Altersgruppierung (n=221)
5.3.2 Variable Geschlecht (n=228)
5.3.3 Variable Berufsvererbung (n=229)
5.4 Studienbezogene Verhaltens- und Erlebensmuster (AVEM-44)
5.4.1 Deskriptive Statistik der Musterverteilung
5.4.2 Deskriptive Statistik der Musterverteilung nach Geschlecht
5.4.3 t-Test mit der Variable Geschlecht
5.4.4 Deskriptive Statistik der Musterverteilung nach Alter
5.4.5 ANOVA Musterausprägungen und Studienmotive
5.4.6 ANOVA und Subjektiv empfundener Elterneinfluss
5.5 Subjektiv empfundener Einfluss auf die Studienfachwahl
5.6 Bildungsherkunft
5.6.1 Bildungsherkunft und empfundener Elterneinfluss auf die Studienfachwahl
5.6.2 Bildungsherkunft und Studienmotivation
6. Diskussion
6.1 Einschränkungen der Untersuchung
6.2 Diskussion der Hypothesen
6.2.1 Subjektiv empfundener Elterneinfluss auf die Studienfachwahl (Hypothese 1)
6.2.2 Berufsvererbung (Hypothese 2)
6.2.3 Studienfachmotive – (Hypothese 3)
6.2.4 Verhaltens- und Erlebensmuster AVEM-44 (Hypothese 4)
6.2.5 Bildungsherkunft (Hypothese 5)
7. Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht den subjektiv empfundenen Elterneinfluss auf die Studienfachwahl sowie die Studienmotive von Medizinstudierenden im ersten Semester. Ziel ist es, durch eine quantitative Querschnittstudie herauszufinden, ob und in welchem Maß ein solcher Einfluss besteht und welche Rolle Faktoren wie Bildungsherkunft, Berufsvererbung, Alter und Geschlecht dabei spielen.
1.1 Skizzierung des Problemfeldes
Die Wahl eines Berufes gehört zu den wichtigsten biographischen Entscheidungen, die von Jugendlichen getroffen werden muss, da sie die Bewältigung der Existenz bedeutet (Fend 2003, S. 368; Stuhlmann 2009, S. 73; Schmude 2009, S. 7). Der Berufs- bzw. Studienfachwähler¹ sieht sich heute nicht nur mit scheinbar unendlich vielen Möglichkeiten konfrontiert. Der sich noch in der Reifung befindende, junge Mensch ist gefordert, sich seine Berufswelt letztendlich selbst zu organisieren (vgl. Lassahn 1983, S. 183) und kann sich über die Tragweite seiner Entscheidung kaum bewusst sein. Das Unternehmen „Berufs- bzw. Studienfachwahl“ plant er von seinem gegenwärtigen Lebensstandpunkt aus mit dem aktuellen Wissensstand über seinen Wunschberuf, seine Begabungen und seine Möglichkeiten, die sich alle im Prozess befinden und sich ggf. noch mehrfach ändern können.
Der Entscheidungsprozess ist weniger von praktischen Handlungen in dem spezifischen Berufsfeld oder Detailwissen über das Studium oder die Ausbildung, sondern eher von theoretischen Vorstellungen und Erfahrungen anderer geprägt. Die Unschärfe dieser zukünftigen Entwürfe und andere äußere Faktoren, wie z.B. die Zunahme prekärer Arbeitsverhältnisse (vgl. Dörre 2005) oder Medienberichte zu ethisch fragwürdigen Arbeitsbedingungen, z.B. im Gesundheitswesen (vgl. Faller 2012, S. 4), schüren Unsicherheit und ein diffuses Gesamtbild bei jungen Menschen (vgl. Lassahn 1983, S. 182). Beinke (200, S. 11) fasst es so zusammen: „[…] kein Berufswählender ist in der Lage, die Totalität der Arbeitswirklichkeit in einem zusammenhängenden Ganzen und auf einmal logisch zu erfassen.“.
1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert das Problemfeld der Berufs- und Studienwahl für Jugendliche und stellt die Zielsetzung sowie die konkreten Forschungsfragen der Masterarbeit vor.
2. Theoretische Grundlagen – Rahmentheorie: In diesem Kapitel werden Begriffe definiert, verschiedene Berufswahltheorien systematisiert und relevante Einflussfaktoren wie der Elterneinfluss, Peer Groups und Vorbilder detailliert beleuchtet.
3. Überleitung zur Fragestellung: Das Kapitel verknüpft die theoretischen Erkenntnisse mit dem empirischen Anliegen der Studie und formuliert auf dieser Basis die Hypothesen der Untersuchung.
4. Methode: Hier werden der Untersuchungsansatz (quantitative Querschnittstudie), die Stichprobengewinnung sowie die eingesetzten Messinstrumente (AVEM-44, Fragebogen) beschrieben und statistisch eingeordnet.
5. Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die Daten der Befragung hinsichtlich des Elterneinflusses, der Studienmotive, der Verhaltensmuster und der Bildungsherkunft, ergänzt durch t-Tests und Varianzanalysen.
6. Diskussion: Die Ergebnisse werden hier kritisch reflektiert, die Hypothesen diskutiert und in einen größeren Kontext von Bildungssoziologie und pädagogischer Förderung eingeordnet.
7. Zusammenfassung: Abschließend bietet das Kapitel eine wertende Zusammenfassung der zentralen Forschungsergebnisse und leitet daraus Empfehlungen für die Praxis ab.
Studienfachwahl, Humanmedizin, Elterneinfluss, Berufsvererbung, Studienmotive, Bildungsherkunft, AVEM-44, Adoleszenz, Berufswahltheorien, Quantitative Studie, Studienmotivation, Berufsfindungsprozess, Gesundheitsförderung, Psychosoziale Gesundheit.
Die Arbeit untersucht den subjektiv empfundenen Einfluss von Eltern auf die Studienfachwahl von Medizinstudierenden im ersten Semester sowie deren individuelle Studienmotive.
Die Schwerpunkte liegen auf der Berufswahlforschung, dem Einfluss familialer Sozialisation (Berufsvererbung), der Studienmotivation und den studienbezogenen Verhaltens- und Erlebensmustern (AVEM-44).
Das Ziel ist es, empirisch zu ermitteln, ob und in welchem Maß Eltern einen Einfluss auf die Studienwahl ausüben und wie sich dieser durch Faktoren wie Geschlecht, Alter oder die Bildungsherkunft der Studierenden unterscheidet.
Es handelt sich um eine quantitative Querschnittstudie, die mittels schriftlicher Befragung von Medizinstudierenden der Universität Jena und unter Einsatz standardisierter Instrumente wie dem AVEM-44 durchgeführt wurde.
Der Hauptteil befasst sich mit der Definition von „Berufs- bzw. Studienwahl“, einer Systematisierung verschiedener Berufswahltheorien und der Analyse exogener sowie endogener Einflussfaktoren.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Studienfachwahl, Humanmedizin, Elterneinfluss, Berufsvererbung, Bildungsherkunft und AVEM-44 beschreiben.
Das Instrument dient der Erfassung von Verhaltens- und Erlebensmustern, um aufzuzeigen, ob angehende Studierende mit gesundheitsfördernden oder gesundheitsgefährdenden Mustern ins Studium starten.
Die Studie belegt, dass die Studienfachwahl weiterhin schichtenspezifisch erfolgt und dass der sozioökonomische Status der Eltern einen signifikanten Einfluss auf die Studienmotive und das Berufsverständnis der Kinder hat.
Die Arbeit greift Beinkes Konzept der „Berufsvererbung“ auf und zeigt, dass Medizinstudierende signifikant häufiger Mediziner in der Familie haben, was den Arztberuf als besonders traditionell weitergegebenes Berufsbild ausweist.
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