Examensarbeit, 2015
76 Seiten, Note: 1,0
1 EINLEITUNG
2 PROBLEMSTELLUNG, ZIELSETZUNG UND MOTIVATION
2.1 AUFBAU UND FUNKTIONEN DES LEHRPLANS DER BAYERISCHEN GYMNASIEN
2.2 ZUGRUNDELIEGENDE PROBLEMSTELLUNGEN
2.2.1 Was ist Fairness? Was ist Kooperation? - Ein Definitionsversuch
2.2.2 Fairness und Kooperation in Schule und Sport
2.2.3 Die Fairness- und Kooperationsnote
2.2.4 Notengebung im Bereich Fairness/Kooperation
2.3 MOTIVATION UND ZIELE DER BEFRAGUNG
2.3.1 Motivation
2.3.2 Validitätsfeststellung
2.3.3 Transparenzerfassung
2.3.4 Evaluation und Anregungen
3 METHODIK DER DATENERHEBUNG UND ENTWICKLUNG EINES FRAGEBOGENS
3.1 METHODIK DER DATENERHEBUNG UND AUSWAHL DER STICHPROBE
3.2 BEFRAGUNGEN AN SCHULEN UND BEFRAGUNGEN VON SCHÜLER/INNEN
3.3 ENTWICKLUNG DES FRAGEBOGENS FÜR DIE FK-NOTE
3.3.1 Grundsätze der Fragebogenkonstruktion
3.3.2 Itementwicklung
3.3.3 Itemreihenfolge und Aufbau des Fragebogens
3.4 VERBREITUNG DES FRAGEBOGENS
4 AUSWERTUNG UND INTERPRETATION DER ERGEBNISSE
4.1 STATISTISCHE DATENANALYSE ANHAND SPSS
4.2 AUSWERTUNG KATEGORIE GRUNDWISSEN FK-NOTE
4.3 AUSWERTUNG KATEGORIE TRANSPARENZ
4.4 AUSWERTUNG KATEGORIE VALIDITÄT
4.5 AUSWERTUNG KATEGORIE TRANSPARENZ UND VALIDITÄT
4.6 AUSWERTUNG SONSTIGER FRAGEN
5 DISKUSSION UND AUSBLICK
5.1 KRITIKPUNKTE
5.1.1 Stichprobe
5.1.2 Methode und Auswertung
5.1.3 Häufige Befragungs- und Beurteilungsfehler
5.1.4 Gütekriterien des Fragebogens
5.1.5 Forschungsstand zur FK-Note
5.2 ZUSAMMENFASSUNG DER ERGEBNISSE UND REKAPITULATION DER ZIELSETZUNG
5.3 AUSBLICK UND CHANCEN DER FK-NOTE
Ziel der Arbeit ist es, die Transparenz und Validität der sogenannten Fairness- und Kooperationsnote (FK-Note) im Sportunterricht an bayerischen Gymnasien (Klassenstufen 5 bis 10) empirisch zu untersuchen. Im Zentrum steht die Frage, inwieweit Schülerinnen und Schüler über diese Note informiert sind, wie sie deren Zustandekommen einschätzen und ob die Bewertung tatsächlich die intendierten sozialen Kompetenzen objektiv widerspiegelt.
2.2.4 Notengebung im Bereich Fairness/Kooperation
Der nicht-praktische Leistungsnachweis im Fach Sport für den Bereich Fairness/Kooperation und damit die sogenannte FK-Note gibt LuL also eine Möglichkeit, oben genannte soziale Fertigkeiten bei SuS zu überprüfen und zu bewerten. Es ist jedoch fraglich, wie förderlich diese Überprüfung ist, da bei jeder Bewertung stets ein Leistungsdruck auf die SuS wirkt. Dieser kann sich sowohl positiv als auch negativ auswirken. Beispielsweise können die SuS einerseits lernen, fair miteinander umzugehen und auf den Umgang mit einander zu achten. Sie üben, die eigenen Freiheiten und die anderer einzuschätzen, und werden so zu Empathie und einem anerkannten Umgang miteinander und in der Gesellschaft erzogen. Andererseits kann sich der Leistungsdruck negativ auswirken, wenn SuS beispielsweise Fehler durch falsches oder unfaires Verhalten vermeiden wollen und sich daher mehr und mehr aus dem Unterrichtsgeschehen zurückziehen. Gerade schüchterne SuS könnten dadurch gehemmt werden und Fair Play aus Angst, dabei Fehler zu begehen, nicht zeigen. (Krohne, 1977, S. 16f; Ziegenspeck, 1999, S. 52ff)
Letztendlich wird deutlich, dass für die Schüler deutlich sein muss, was bei der Bewertung der FK-Note eine Rolle spielt und welche Aspekte besonders wichtig für die einzelne Lehrperson sind. Da das nicht im Lehrplan festgelegt ist, liegt es an der Lehrkraft, es den SuS zu erklären. Die Transparenz der Note ist entscheidend. Die SuS müssen die bewerteten Teilaspekte verinnerlichen und verstehen, sie müssen erkennen, was die Lehrkraft mit Fairness verbindet und wie sie ihre Note verbessern können. Außerdem muss die Bewertung für die SuS nachvollziehbar sein. Die Lehrkraft sollte sich deshalb Vermerke am Ende einer Stunde machen, welche Aspekte der Stunde bei welchem/r Schüler/in wie bewertet werden sollen, um auf Nachfrage von SuS oder Eltern Aufzeichnungen und Beispiele parat zu haben.
1 EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der Fairness- und Kooperationsnote im bayerischen Sportunterricht und Darlegung des Forschungsinteresses.
2 PROBLEMSTELLUNG, ZIELSETZUNG UND MOTIVATION: Theoretische Herleitung der Problematik bezüglich Transparenz und Validität der FK-Note innerhalb des bayerischen Lehrplans.
3 METHODIK DER DATENERHEBUNG UND ENTWICKLUNG EINES FRAGEBOGENS: Beschreibung des methodischen Vorgehens, der Stichprobenauswahl und der Konstruktion des Erhebungsinstruments.
4 AUSWERTUNG UND INTERPRETATION DER ERGEBNISSE: Detaillierte statistische Analyse und Interpretation der Befragungsdaten zu Grundwissen, Transparenz und Validität.
5 DISKUSSION UND AUSBLICK: Kritische Reflexion der Untersuchungsmethode und Ausblick auf Chancen sowie zukünftige Forschungsbedarfe.
Sportunterricht, Fairness- und Kooperationsnote, Schulsport, Transparenz, Validität, Leistungsbewertung, Schülerbefragung, FK-Note, soziale Kompetenz, Sportpädagogik, bayerische Gymnasien, Fragebogenkonstruktion, Fair Play, Leistungsnachweis, Notengebung.
Die Arbeit untersucht die Transparenz und Validität der im Sportunterricht an bayerischen Gymnasien verbreiteten "Fairness- und Kooperationsnote" (FK-Note).
Die zentralen Themenfelder umfassen die schulische Leistungsbewertung im Sport, die Definition von sozialen Kompetenzen sowie die Messbarkeit dieser durch Lehrerinnen und Lehrer.
Das Ziel ist es, den Wissensstand der Schülerinnen und Schüler über diese Note zu erfassen und zu evaluieren, ob die Bewertung nachvollziehbar und valide erfolgt.
Der Autor nutzte eine schriftliche Befragung (Online- und Papierfragebogen) unter bayerischen Gymnasiasten (Stichprobe n=101) und wertete die Daten mittels SPSS aus.
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen zur Fragebogenkonstruktion und zum Lehrplan die Ergebnisse der Befragung zu den Kategorien Grundwissen, Transparenz und Validität dargestellt.
Zu den prägenden Begriffen gehören Fairness- und Kooperationsnote, Sportunterricht, Transparenz, Validität, Schulsport und empirische Schülerbefragung.
Die Note resultiert aus dem pädagogischen Ermessensspielraum der Lehrkräfte, die den vorgeschriebenen nicht-praktischen Leistungsnachweis nutzen, um soziale Aspekte des Sportunterrichts zu bewerten.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die FK-Note vor allem bei jüngeren Schülerinnen und Schülern bekannter ist, während in der Mittel- und Oberstufe ein Wissensdefizit hinsichtlich der Bewertungskriterien feststellbar ist.
Bei der Auswertung zeigt sich, dass Probanden bei Unsicherheit oder zur Vermeidung extremer Positionen häufig neutrale Kategorien wählen, was die Interpretation der Validität erschwert.
Der Autor fordert eine stärkere Standardisierung durch Kriterienkataloge, um die Transparenz zu erhöhen und sicherzustellen, dass tatsächlich soziales Verhalten und nicht etwa sportliches Können bewertet wird.
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