Diplomarbeit, 2003
91 Seiten, Note: 1.7
Teil A Einführung
1. Warum braucht man Mass Customization?
2. Ziel- und Problemstellung
3. Warum liegt der Fokus auf dem Bekleidungsmarkt?
Teil B Die Verbraucherbefragung
1. Forschungsfragen, Hypothesen und ihre theoretischen Grundlagen
1.1. Die Hypothesen und ihre Zusammenhänge
1.2. Die theoretische Fundierung der Hypothesen
1.2.1. Die Unterscheidung nach monetärem und nicht-monetärem Preis und die Transaktionskostentheorie
1.2.2. Der Ansatz zur höheren Zahlungsbereitschaft mit Hilfe der "fit cost"
1.2.3. Weitere Überlegungen zur Erhöhung des Produktnutzens
1.2.4. Die Fundamentalhypothese des Marketing
2. Die Operationalisierung der Hypothesen - Die Fragebogenentwicklung
2.1. Die Art der Befragung
2.2. Die Messung der Einstellung zu kundenindividueller Damenoberbekleidung
2.3. Die Messung der zusätzlichen Zahlungsbereitschaft
2.4. Aufbau und Struktur des Fragebogens
3. Die Vorprüfung des Fragebogens - Der Pretest
3.1. Durchführung des Pretests
3.2. Auswahl der Items für die Einstellungsmessung der Hauptuntersuchung
3.3. Sonstige Korrekturen
4. Die Stichprobe für die Hauptuntersuchung
4.1. Fehlerspanne und Stichprobengröße
4.2. Die Grundgesamtheit und die Quotenmerkmale
4.3. Feldorganisation
5. Die Auswertung
5.1. Die gezogene Stichprobe
5.2. Ergebnisse
5.2.1. Hypothese I
5.2.2. Hypothese II
5.2.3. Hypothese III
5.2.4. Andere Ergebnisse
5.3. Fazit
Teil C Mass Customization - Eine Einführung in das Konzept und Ansätze zur Umsetzung
1. Arten und Ebenen von Mass Customization
2. Wie kann Mass Customization umgesetzt werden?
3. Beispiele für Mass Customization
Die Arbeit untersucht die Einstellung und die zusätzliche Zahlungsbereitschaft weiblicher Verbraucher in Thüringen gegenüber individualisierter Damenoberbekleidung. Ziel ist es, durch die Analyse demografischer Einflüsse und der ökonomischen Nutzenvorstellungen das Marktpotenzial für Mass Customization in der Region zu bewerten.
1. Warum braucht man Mass Customization?
In den technologisch fortgeschrittenen Gesellschaften unserer heutigen Zeit haben sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen signifikant verändert. Die Ursache dafür liegt in der zunehmenden Globalisierung, den immer stärker divergierenden Nachfragepräferenzen der Verbraucher und den damit verbundenen immer kleineren Marktsegmenten und Zielgruppen. Resultat ist eine neue Form des kommerziellen Wettbewerbs, der von breiteren Produktpaletten, kürzeren Produktlebenszyklen und der Anforderung Aufträge in beliebigen Losgrößen zu produzieren, gekennzeichnet ist. Dieses neue Wettbewerbsumfeld wird auch als "Agile Competition" bezeichnet.
Eine Möglichkeit dem agilen Wettbewerbsumfeld zu begegnen, ist das Geschäftskonzept der Mass Customization, bei dem individuell gestaltete Produkte zu Preisen vergleichbarer Standardprodukte angeboten werden sollen. Mass Customization stellt durch Kommunikation mit jedem einzelnen Kunden Produkte bereit, die dessen genaue Bedürfnisse hinsichtlich bestimmter Produkteigenschaften exakt treffen. Dies kann dazu führen, dass jedes gefertigte Produkt ein einmaliges Unikat mit der Losgröße eins ist, kann aber auch heißen, dass ein homogenes Produkt massenhaft gefertigt und nachträglich vom Kunden selbst angepasst wird.
Teil A Einführung: Dieses Kapitel erläutert die ökonomischen Hintergründe des Wettbewerbsumfelds und begründet die Relevanz des Konzepts der Mass Customization sowie die Entscheidung für den Bekleidungsmarkt als Untersuchungsobjekt.
Teil B Die Verbraucherbefragung: Dieser zentrale Teil beschreibt die Entwicklung der Hypothesen, die methodische Konstruktion des Fragebogens inklusive des Pretests, die Durchführung der Stichprobenerhebung und die statistische Auswertung der Ergebnisse hinsichtlich Einstellung und Zahlungsbereitschaft.
Teil C Mass Customization - Eine Einführung in das Konzept und Ansätze zur Umsetzung: Hier werden theoretische Grundlagen zu den Arten und Ebenen von Mass Customization vermittelt und konkrete Umsetzungsstrategien sowie Praxisbeispiele der Branche vorgestellt.
Mass Customization, Damenoberbekleidung, Zahlungsbereitschaft, Konsumentenbefragung, Agile Competition, Kundennutzen, Likert-Skala, Quotenmethode, Marktpotenzial, Individualisierung, Konsumenteneinstellung, Preisgestaltung, Prozessinnovation.
Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung des kundenindividuellen Produktionskonzepts (Mass Customization) auf den Markt für Damenoberbekleidung, mit besonderem Fokus auf der Region Thüringen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Messung der Einstellung von Konsumentinnen, der Identifikation von Zahlungsbereitschaft für individualisierte Produkte und der Untersuchung demografischer Einflussfaktoren wie Alter und Einkommen.
Das Hauptziel ist es, wissenschaftlich zu fundieren, ob weibliche Verbraucher in Thüringen eine positive Einstellung zu kundenindividuellen Bekleidungsprodukten haben und inwieweit sie bereit sind, einen Preisaufschlag für den höheren Nutzen durch Individualisierung zu zahlen.
Die Autorin verwendet eine schriftliche Quotenbefragung, eine Likert-Skalierung zur Einstellungsmessung, statistische Signifikanztests (T-Tests) sowie Varianzanalysen und Regressionsmodelle.
Der Hauptteil dokumentiert detailliert den Entwicklungsprozess des Untersuchungsdesigns, die Erhebung der Daten in der Zielregion, die statistische Validierung der Stichprobe und die Auswertung der Hypothesen.
Typische Schlüsselbegriffe sind Mass Customization, Konsumentenverhalten, Zahlungsbereitschaft, Damenoberbekleidung und statistische Marktforschung.
Die Studie zeigt einen grundsätzlich positiven Zusammenhang: Mit steigendem Einkommen wächst in der Regel die Bereitschaft, für individuell angepasste Produkte mehr zu bezahlen, wobei besonders die höchste Einkommensgruppe signifikant hervorsticht.
Es konnte ein positiver, wenn auch schwankender Einfluss des Alters festgestellt werden, wobei bestimmte Altersgruppen (z.B. 35- bis 44-Jährige) eine besonders hohe Affinität zu personalisierten Produkten aufweisen.
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