Bachelorarbeit, 2015
52 Seiten, Note: 1,3
Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die familiären Wandlungstendenzen beim Übergang in die zweite Moderne unter dem Gesichtspunkt der Individualisierungstheorie von Ulrich Beck zu analysieren und abschließend zu klären, ob man de facto von einer Krise der Familie sprechen kann. Vor der Beantwortung dieser Frage wird zunächst eine Einordnung des Begriffs „Familie“ sowie ein kurzer historischer Rückblick vorgenommen.
Das erste Kapitel befasst sich mit dem Begriff „Familie“ und seiner soziohistorischen Entwicklung. Es werden die etymologische Herleitung des Begriffs, die soziologische Definition von Familie nach Nave-Herz und die Rolle der Familie in der vorindustriellen Gesellschaft untersucht. Das zweite Kapitel beleuchtet die Entstehung des bürgerlichen Familienmodells als Normaltypus der Moderne, die damit verbundenen funktionalen Geschlechtsrollenspezialisierungen und die Universalisierung dieses Modells. Es werden zudem die Institutionalisierung der bürgerlichen Kleinfamilie und ihre Funktionen für das Individuum und die Gesellschaft behandelt.
Das dritte Kapitel präsentiert die Individualisierungsthese nach Ulrich Beck als theoretischen Erklärungsansatz für den Wandel familialer Lebensformen. Schließlich widmet sich das vierte Kapitel der Familie in der reflexiven Moderne. Hierbei werden die Deinstutionalisierung des bürgerlichen Familienmodells, die Pluralisierung familialer Lebensformen und die Veränderungen der Geschlechterrollen analysiert. Darüber hinaus wird der Einfluss auf die Kindheit in der modernen Gesellschaft untersucht.
Die Arbeit befasst sich mit zentralen Themen wie Familie, Familienentwicklung, Familienwandel, Individualisierungstheorie, bürgerliches Familienmodell, Geschlechterrollen, Pluralisierung, Deinstutionalisierung, reflexive Moderne.
Es beschreibt den Übergang von der bürgerlichen Kleinfamilie hin zu einer Pluralisierung der Lebensformen, geprägt durch Individualisierung und den Abbau traditioneller Bindungen.
Beck argumentiert, dass Individuen aus traditionellen Bindungen (wie der lebenslangen Ehe) freigesetzt werden und ihre Biographien selbst gestalten müssen, was zu mehr Freiheit, aber auch zu mehr Unsicherheit führt.
Die Arbeit diskutiert, ob hohe Scheidungsraten und Geburtenrückgang einen Zerfall oder lediglich eine Umbauphase hin zu neuen, vielfältigeren Familienmodellen darstellen.
Zu den heute verbreiteten Formen gehören Ein-Eltern-Familien, Stieffamilien (Patchwork) und nichteheliche Lebensgemeinschaften.
In der Zweiten Moderne weichen die starren Zuweisungen (Vater als Ernährer, Mutter als Hausfrau) zunehmend flexibleren Modellen der innerfamilialen Arbeitsteilung.
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