Examensarbeit, 2015
102 Seiten, Note: 2,0
Diese Arbeit analysiert die Entwicklung der deutschen Ausländerpolitik im Zeitraum von 1980 bis 1990, die durch eine bedeutende Wende gekennzeichnet ist. Sie befasst sich insbesondere mit den Ursachen und Folgen der Begrenzungspolitik, die in dieser Phase dominierte, und untersucht, warum dieses Jahrzehnt für die deutsche Ausländerpolitik als „verlorenes Jahrzehnt“ bezeichnet werden kann.
Die Arbeit beginnt mit einer Einleitung, die die historische Entwicklung der deutschen Ausländerpolitik bis 1980 beleuchtet. Sie unterteilt diese Entwicklung in drei Phasen: die „Gastarbeiter“- Anwerbephase, die Konsolidierungsphase und die Phase der Integrationskonzepte. Im Hauptteil werden die Jahre 1980 bis 1990 im Detail betrachtet, wobei die Wende in der Ausländerpolitik und die damit verbundene Begrenzungspolitik im Vordergrund stehen. Die einzelnen Kapitel befassen sich mit den verschiedenen Aspekten der Begrenzungspolitik, wie z.B. der Förderung der Rückkehr, der Eindämmung des weiteren Zustroms und der Auswirkungen dieser Maßnahmen. Außerdem wird die Rolle des „Türkenproblems“ in der Ausländerdebatte der 1980er Jahre untersucht. Abschließend befasst sich die Arbeit mit der Novellierung des Ausländergesetzes in den Jahren 1987-90.
Die Arbeit behandelt zentrale Themen und Konzepte der deutschen Ausländerpolitik in den 1980er Jahren. Zu den wichtigsten Schlüsselwörtern gehören: Begrenzungspolitik, Integration, Rückkehr, Ausländerrecht, „Türkenproblem“, Migrationspolitik, Einwanderungsland, Soziale Integration, Bundesrepublik Deutschland.
Der Prozess begann 1955 mit dem ersten Anwerbeabkommen mit Italien, initiiert durch Wirtschaftsminister Ludwig Erhard, um den Arbeitskräftemangel des Wirtschaftswunders zu decken.
Man ging davon aus, dass ihr Aufenthalt nur vorübergehend sei. Sie sollten als "Gäste" für eine begrenzte Zeit arbeiten und dann in ihre Heimatländer zurückkehren (Rotationsprinzip).
Unter Kanzler Helmut Kohl vollzog sich eine Wende hin zur Begrenzungspolitik. Ziel war es, die Zahl der Ausländer zu vermindern und die Rückkehr in die Heimatländer finanziell zu fördern.
In der öffentlichen und politischen Debatte fokussierte sich die Kritik an der Einwanderung zunehmend auf die größte Gruppe, die türkischen Mitbürger, was zu einer einseitigen Problematisierung der Integration führte.
Trotz der offensichtlichen Tatsache, dass Deutschland ein Einwanderungsland geworden war, hielt die Politik an der Rückkehrförderung fest, statt nachhaltige Integrationskonzepte für die bleibende Bevölkerung zu entwickeln.
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