Masterarbeit, 2015
104 Seiten, Note: 2,0
1 PROBLEMSTELLUNG
2 E-LEARNING
2.1 Entwicklung des E-Learning
2.2 E-Learning – Definition
2.3 Eine E-Learning Taxonomie
2.3.1 Lernen mit dem Computer
2.3.2 E-Learning Kategorie 1
2.3.3 E-Learning Kategorie 2
2.3.4 E-Learning Kategorie 3
3 E-LEARNING - TECHNOLOGIE
3.1 „Klassische“ Technologien
3.1.1 Drill-and-Practice-Anwendungen
3.1.2 Tutorielle Systeme
3.1.3 Hypertext und Hypermedia
3.1.4 Lernspiele
3.1.5 Vorlesungsaufzeichnungen
3.1.6 Web-basierte kollaborative Technologien
3.2 Web 2.0
3.2.1 Mobile Learning
3.2.2 Weblogs (Blogs)
3.2.3 Wikis
3.2.4 Podcasting
4 KURZÜBERBLICK: E-ASSESSMENT & E-CONTENT
4.1 E-Assessment
4.1.1 Grundlagen
4.1.2 E-Portfolio
4.2 E-Content
5 ADOPTIONSKONTEXT HOCHSCHULE
5.1 Lehrprozesse und Akteure
5.2 Veranstaltungsformen
5.2.1 Vorlesung
5.2.2 Seminar
5.2.3 Übung und Tutorium
5.2.4 Blended Learning
5.3 Impulsgeber der E-Learning Nutzung
5.4 Entwicklungsbedingungen von E-Learning an Hochschulen
6 E-TEACHING: DISKUSSION ZEITGEMÄßER EINSATZSZENARIEN FÜR DIE HOCHSCHULLEHRE
6.1 Das „Inverted Classroom Model” (ICM)
6.2 Podcast-Vorlesungen
6.3 Die umgedrehte Mathematikvorlesung
6.4 MOOCs
6.5 Allgemeine Potenziale und Probleme
7 UMSETZUNG VON E-LEARNING MAßNAHMEN IM FACHBEREICH WIRTSCHAFTSPÄDAGOGIK AN DER UNIVERSITÄT BAMBERG
7.1 Adoptionskontext: Der Fachbereich Wirtschaftspädagogik der Universität Bamberg
7.2 Methoden und Ergebnisse der Lehr-Lern-Forschung
7.3 Komplexe Lehr-Lern-Arrangements
7.4 Schulpraktische Übungen Vorbereitung und Nachbereitung
8 AUSBLICK
Die vorliegende Arbeit untersucht den sinnvollen und zeitgemäßen Einsatz von E-Learning-Szenarien in der universitären Lehre. Ziel ist es, auf Basis didaktischer Konzepte und technologischer Möglichkeiten Einsatzszenarien zu identifizieren, die über eine bloße Bereitstellung von Materialien hinausgehen und die Qualität der Lehr-Lernprozesse im Fachbereich Wirtschaftspädagogik der Universität Bamberg nachhaltig verbessern.
1 Problemstellung
Seit den 1980er Jahren entwickeln sich die Neuen Medien unaufhaltsam. Heutzutage finden sich moderne Technologien in nahezu allen Lebensbereichen. Seit der rasanten Verbreitung des Internets, bzw. der Informations- und Kommunikationstechnologien im Allgemeinen, sind neue Medien mittlerweile zu einer Selbstverständlichkeit avanciert und aus unserem Alltag nicht mehr weg zu denken. Ein Beleg dafür ist, dass in Deutschland mittlerweile mehr als 80% der Haushalte über einen Internetanschluss verfügen (STATISTISCHES BUNDESAMT 2014,172). Die neuen Medien prägen nicht nur den privaten Bereich, sie beeinflussen mittlerweile zunehmend auch die gegenwärtigen Möglichkeiten des Lehrens und Lernens, da sie vielfältige Einsatzszenarien hinsichtlich der Information und Interaktion zwischen den Akteuren von Lernprozessen ermöglichen (BÖHLER, LIENHARDT, ROBES, SAUTER, SÜß & WESSENDORF 2011, 378; HUGGER & WALBER 2010, 10). Durch den rasanten Fortschritt im Bereich der technischen Möglichkeiten eröffnet sich eine Welt von neuartigen Einsatzmöglichkeiten gerade auch im Bereich des E-Learning in der universitären Lehre (FELLBAUM, GÖCKS, MALYS 2004, 4).
Neben vielzähligen Angeboten von interaktiven Lernsituationen, initiierte das globale Rechnernetz vor allem den Wandel unseres Kulturraums hin zu einer Wissensgesellschaft. Diese Entwicklung ist ebenso bedeutend wie die industrielle Revolution im 19. Jahrhundert, auch wenn ihre sichtbaren Veränderungen weit weniger bezeichnend sind, hat sie doch Potenzial die Menschen nachhaltig zu beeinflussen. In der öffentlichen Diskussion zeichnet sich E-Learning durch hohe Bildungspotenziale aus, die insbesondere im Hinblick auf den wachsenden Bedarf an unkomplizierten und flexiblen Bildungsformen, welcher aufgrund des angesprochenen Wandels hin zu einer Wissensgesellschaft entstanden ist, realisiert werden können (DITTLER & JECHLE 2009, 420; MANKEL 2008, 1; SCHIERSMANN 2007, 16).
Als Folge dieser Entwicklung sind in den letzten Jahren in die Implementierung und Erprobung von elektronischen, netzgestützter und multimedialer Lehr-und Lernangebote viele Hundert Millionen Euro an Fördergelder geflossen. Nahezu jedes Bundesland in Deutschland initiierte ein eigenes Programm, mit dem Ziel den Ausbau von E-Learning Angeboten speziell in der Hochschullehre zu fördern.
1 PROBLEMSTELLUNG: Analyse der Bedeutung Neuer Medien im Alltag und deren wachsende Rolle für die Gestaltung universitärer Lehr-Lernprozesse in der heutigen Wissensgesellschaft.
2 E-LEARNING: Historische Entwicklung und theoretische Herleitung einer facettenreichen Definition von E-Learning sowie Vorstellung einer Taxonomie zur Kategorisierung von E-Learning-Systemen.
3 E-LEARNING - TECHNOLOGIE: Differenzierung zwischen klassischen Technologien wie Drill-and-Practice-Anwendungen und modernen Web 2.0-Ansätzen für die akademische Lehre.
4 KURZÜBERBLICK: E-ASSESSMENT & E-CONTENT: Darstellung der Bedeutung von E-Assessment und E-Content als essenzielle, in didaktische Konzepte zu integrierende Komponenten der digitalen Hochschullehre.
5 ADOPTIONSKONTEXT HOCHSCHULE: Untersuchung der universitären Rahmenbedingungen, Lehrprozesse und spezifischen Anforderungen an die Implementierung digitaler Bildungsangebote.
6 E-TEACHING: DISKUSSION ZEITGEMÄßER EINSATZSZENARIEN FÜR DIE HOCHSCHULLEHRE: Vorstellung konkreter didaktischer Modelle wie Inverted Classroom, Podcast-Vorlesungen und MOOCs zur Entlastung der Präsenzlehre.
7 UMSETZUNG VON E-LEARNING MAßNAHMEN IM FACHBEREICH WIRTSCHAFTSPÄDAGOGIK AN DER UNIVERSITÄT BAMBERG: Konkrete Anwendungsbeispiele und Gestaltungskonzeptionen für den Einsatz digitaler Medien in spezifischen Lehrveranstaltungen der Universität Bamberg.
8 AUSBLICK: Kritisches Fazit zur Rolle des E-Learnings und Reflexion zukünftiger Entwicklungen im Hinblick auf einen echten Mehrwert für Studierende und Lehrende.
E-Learning, E-Teaching, Hochschullehre, Inverted Classroom Model, Mobile Learning, E-Assessment, E-Portfolio, Web 2.0, Blended Learning, Wirtschaftspädagogik, Didaktik, Wissensgesellschaft, E-Content, Digitale Medien, Lernplattformen
Die Arbeit befasst sich mit der sinnvollen Integration von E-Learning und E-Teaching in die akademische Lehre, um bestehende Probleme wie hohe Studierendenzahlen und ineffiziente Präsenzformate zu adressieren.
Die Arbeit deckt die technologischen Grundlagen, didaktische Modelle, E-Assessment-Methoden sowie die spezifische Implementierung dieser Konzepte an der Universität Bamberg ab.
Das Hauptziel ist es, aufzuzeigen, wie digitale Technologien didaktisch sinnvoll in bestehende Lehrveranstaltungen eingebettet werden können, ohne die Bedeutung des persönlichen Kontakts zwischen Lehrenden und Studierenden zu vernachlässigen.
Es handelt sich um eine theoriegeleitete Untersuchung, die den Adoptionskontext von Hochschulen analysiert und auf Basis der Lehr-Lern-Forschung Gestaltungskonzeptionen für den Fachbereich Wirtschaftspädagogik entwickelt.
Im Hauptteil werden neben einer historischen Einordnung und Taxonomie verschiedene E-Teaching-Szenarien (z. B. Inverted Classroom) sowie E-Assessment-Methoden theoretisch diskutiert und auf ihre praktische Anwendbarkeit hin geprüft.
Die Arbeit zeichnet sich insbesondere durch Begriffe wie E-Learning-Szenarien, Inverted Classroom Model, Hochschullehre und didaktische Einbindung aus.
Es erlaubt die Verlagerung der Inhaltsvermittlung in autonome Lernphasen, wodurch die kostbare Präsenzzeit für interaktive Vertiefungen, Diskussionen und Problemlösung genutzt werden kann.
Sie unterstützt Studierende dabei, Reflexionsprozesse durchzuführen und Materialien kompakt zu verwalten, während sie gleichzeitig den Verwaltungsaufwand für Dozenten bei steigenden Studierendenzahlen reduziert.
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