Bachelorarbeit, 2015
44 Seiten
1 Einleitung
1.1 Zielsetzung und Forschungsfrage
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Grundlagen der Kostenträgerrechnung
2.1 Kostenträgerstückrechnung
2.2 Kostenträgerzeitrechnung
3 Rechtliche Grundlagen der Krankenanstalten-kostenrechnung
3.1 Kostenartenrechnung
3.2 Kostenstellenrechnung
3.3 Kostenträgerrechnung
4 Finanzierungssystem und Kostenträgerrechnung in Krankenhäusern
4.1 Die leistungsorientierte Krankenanstalten-Finanzierung
4.2 Krankenhaus-Kostenträger
4.3 Implementierungshürden,- bzw. -anforderungen bei der Einführung einer Kostenträgerrechnung
5 Ist-Situation in ausgewählten Krankenhäusern
5.1 Krankenhaus A
5.2 Krankenhaus B
5.3 Krankenhaus C
5.4 Krankenhaus D
5.5 Krankenhaus E
6 Schlussfolgerung
Die vorliegende Arbeit untersucht die ausschlaggebenden Faktoren, die Krankenhäuser bei ihrer Entscheidung über die Einführung einer Kostenträgerrechnung beeinflussen, obwohl diese gesetzlich nicht zwingend vorgeschrieben ist. Ziel ist es, die Vor- und Nachteile sowie mögliche Implementierungshürden anhand theoretischer Grundlagen und einer empirischen Untersuchung in fünf ausgewählten Krankenhäusern kritisch zu beleuchten.
4.1 Die leistungsorientierte Krankenanstalten-Finanzierung
Die leistungsorientierte Krankenanstalten-Finanzierung (in Folge kurz LKF genannt) wurde von einem interdisziplinären Team aus Mediziner/innen, Ökonomen/innen und Statistikern/innen entworfen und ist seit 1.1.1997 im Großteil der österreichischen Spitäler in Kraft. Diese Änderung war die logische Konsequenz aus den überproportional steigenden Kosten, durch den zunehmenden Einsatz kostenintensiver Geräte und Behandlungsverfahren, sowie der immer größeren Bandbreite an Leistungen, die den Patienten/innen angeboten werden konnten.
Das vorangegangene Pflegetag-Vergütungssystem, bei dem der Krankenanstalt pro Aufenthaltstag des/der Patienten/in ein fixer Vergütungsbetrag überwiesen wurde, war aufgrund der neuen Technologien und Behandlungsmethoden nicht mehr zeitgemäß. Diese Lücke sollte durch ein adaptiertes Finanzierungssystem geschlossen werden. Mit dem LKF-Modell wurde ein bundesweit einheitliches System eingeführt, anhand welchem stationäre Krankenhausaufenthalte vergütet werden. Die Absicht dieses Modelles ist, eine reine Abrechnung nach Aufenthaltstagen mit einer leistungsorientierten Abrechnung zu kombinieren.
Jeder Behandlungsfall wird einer leistungsbezogenen Diagnose-Fallgruppe zugeordnet, welche mit bestimmten Punkten versehen ist. Anhand dieser Punkte erhält das Krankenhaus die Vergütung der erbrachten Leistung. Die vom Bundesministerium für Gesundheit offiziell angegebenen Zielsetzungen des LKF-Modelles sind unter anderem eine höhere Kosten und Leistungstransparenz, eine nachhaltige Eindämmung der Kostensteigerungsraten, eine Optimierung des Ressourceneinsatzes, eine kürzere Aufenthaltsdauer und ein bundesweit einheitliches und leicht administrierbares Vergütungssystem.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der steigenden Gesundheitskosten ein und definiert die zentrale Forschungsfrage zur Einführung der Kostenträgerrechnung.
2 Grundlagen der Kostenträgerrechnung: Das Kapitel vermittelt die theoretischen Grundlagen der Kostenträgerrechnung, unterteilt in Kostenträgerstück- und Kostenträgerzeitrechnung.
3 Rechtliche Grundlagen der Krankenanstalten-kostenrechnung: Hier werden die gesetzlichen Vorgaben der Kostenrechnungsverordnung (KVF) für landesfondsfinanzierte Krankenanstalten detailliert erläutert.
4 Finanzierungssystem und Kostenträgerrechnung in Krankenhäusern: Dieses Kapitel analysiert das LKF-Modell als Vergütungssystem sowie die spezifischen Anforderungen und Hürden bei der Implementierung einer Kostenträgerrechnung.
5 Ist-Situation in ausgewählten Krankenhäusern: Das Kapitel präsentiert die empirischen Ergebnisse aus der Befragung von fünf Krankenhäusern zu ihrem aktuellen Stand der Kostenrechnung.
6 Schlussfolgerung: Die Schlussfolgerung führt die Ergebnisse zusammen und beantwortet die Forschungsfrage hinsichtlich der Faktoren für oder gegen die Einführung einer Kostenträgerrechnung.
Kostenträgerrechnung, Krankenhausfinanzierung, LKF-System, Fallpauschalen, DRG, Kostenstellenrechnung, Kostenartenrechnung, Betriebswirtschaft, Implementierungshürden, Deckungsbeitragsrechnung, Gesundheitsökonomie, Kostenmanagement, Krankenhausmanagement, Wirtschaftlichkeit, Leistungstransparenz
Die Arbeit befasst sich mit der Frage, ob und warum österreichische Krankenhäuser eine detaillierte Kostenträgerrechnung einführen sollten, obwohl diese rechtlich nicht verpflichtend ist.
Die zentralen Themen umfassen die rechtlichen Rahmenbedingungen der Kostenrechnung im Krankenhaus, die Funktionsweise der leistungsorientierten Krankenanstalten-Finanzierung (LKF) und die Herausforderungen bei der Implementierung betriebswirtschaftlicher Kalkulationsmethoden.
Das primäre Ziel ist es, die ausschlaggebenden Faktoren zu identifizieren, die eine Entscheidung für oder gegen die Einführung einer Kostenträgerrechnung in österreichischen Krankenhäusern beeinflussen.
Neben einer umfassenden Literaturanalyse wurde eine empirische Untersuchung in Form von Experteninterviews in fünf verschiedenen Krankenhäusern durchgeführt, um die Ist-Situation und die Beweggründe der Verantwortlichen abzubilden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen der Kostenrechnung, die rechtlichen Aspekte der KVF, eine detaillierte Analyse des LKF-Systems und die Darstellung der empirischen Ergebnisse aus den Fallstudien.
Wichtige Begriffe sind Kostenträgerrechnung, LKF-System, Fallpauschalen, Krankenhausmanagement und Implementierungshürden.
Aufgrund der hohen Komplexität bei der Datenerfassung, der Notwendigkeit einer hohen Datenqualität und des erheblichen personellen Ressourcenaufwands, der oft erst nach Jahren zu validen Ergebnissen führt.
Da öffentliche Krankenhäuser eine Behandlungspflicht haben, sehen einige Geschäftsführer die Kostenträgerrechnung als weniger wichtig an, da die wirtschaftliche Steuerung durch Budgetvorgaben und Kostendeckungsquoten als ausreichend betrachtet wird.
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