Masterarbeit, 2014
104 Seiten, Note: 2
1. EINLEITUNG
1.1 ZIELSETZUNG DER ARBEIT
1.2 AUFBAU DER ARBEIT
2. TYPOLOGIE VON SPORTSTÄTTEN
2.1 ANSÄTZE DER TYPISIERUNG VON SPORTSTÄTTEN
2.1.1 Primärnutzung von Sportanlagen
2.1.2 Funktionalität von Sportanlagen
2.1.3 Widmung von Sportanlagen
2.1.4 Begriffliche Abgrenzung multifunktionaler Sportanlagen
2.2 NUTZUNGSKONZEPTE VON MULTIFUNKTIONALEN SPORTANLAGEN
2.2.1 Kernnutzung von multifunktionalen Sportanlagen
2.2.2 Mantelnutzung von multifunktionalen Sportanlagen
3. TYPOLOGIE VON BETREIBERKONZEPTEN
3.1 BETREIBEN EIGENER SPORTANLAGEN
3.2 ÜBERNAHME KOMMUNALER SPORTANLAGEN
3.3 PUBLIC PRIVATE PARTNERSHIP
3.4 FRANCHISING
3.5 FINANZIERUNG VON MULTIFUNKTIONALEN SPORTANLAGEN
3.5.1 Einnahmebestandteile
3.5.2 Ausgabenbestandteile
4. VERMARKTUNG MULTIFUNKTIONALER SPORTANLAGEN
4.1 GRUNDLAGEN DER VERMARKTUNG VON SPORTANLAGEN
4.1.1 Sportanlagenspezifische Nutzungsrechte
4.1.2 Vermarktungsmanagement von Sportanlagen
4.2 OPERATIVE VERMARKTUNG VON MULTIFUNKTIONALEN SPORTANLAGEN
4.2.1 Marketingansätze in der Sportanlagenvermarktung
4.2.2 Instrumente zur Vermarktung von multifunktionalen Sportanlagen
4.3 VERMARKTUNGSSTRATEGIEN VON MULTIFUNKTIONALEN SPORTANLAGEN
4.3.1 Vermarktung als Dienstleistungszentrum
4.3.2 Vermarktung an Sponsoren
4.3.3 Vermarktung an Medien
4.3.4 Vermarktung an Sportanlagenbesucher
4.3.5 Ticketmanagement
5. QUALITATIVE INHALTSANALYSE
5.1 BESTIMMUNG DES AUSGANSMATERIALS
5.1.1 Festlegung des Materials
5.1.2 Analyse der Entstehungsbedingungen
5.1.3 Formale Charakteristika des Materials
5.2 FRAGESTELLUNG DER ANALYSE
5.2.1 Festlegung der Richtung der Analyse
5.2.2 Theoriegeleitete Differenzierung der Fragestellung
5.3 ABLAUFMODELL DER ANALYSE
5.3.1 Festlegung der Analysetechnik
5.3.2 Festlegung der Analyseeinheit
5.3.3 Ablaufmodell der Analyse
6. ERGEBNISDARSTELLUNG
6.1 TYPOLOGIE DER SPORTANLAGE
6.1.1 Herausforderungen auf Grund der Sportanlagen Typologie
6.1.2 Bundes-Relevanz von Sportanlagen
6.1.3 Kernnutzung multifunktionaler Sportanlagen
6.1.4 Mantelnutzung multifunktionaler Sportanlagen
6.1.5 Nutzungskonzept multifunktionaler Sportanlagen
6.2 TYPOLOGIE VON BETREIBERKONZEPTEN
6.2.1 Finanzierung multifunktionaler Sportanlagen
6.2.2 Ausgaben- und Einnahmenbestandsteile einer multifunktionalen Sportanlage
6.3 VERMARKTUNGSSTRATEGIEN VON SPORTANLAGEN
6.3.1 Vermarktung als Dienstleistungsunternehmen
6.3.2 Vermarktung an Sponsoren
6.3.3 Vermarktung an Medien
6.3.4 Vermarktung an Sportanlagenbesucher
6.4 TENDENZEN IN DER MULTIFUNKTIONALEN SPORTANLAGENVERMARKTUNG
7. SCHLUSSBETRACHTUNG
Die Arbeit untersucht die Voraussetzungen und Herausforderungen der Vermarktung multifunktionaler Sportanlagen in Österreich. Das primäre Ziel besteht darin, durch eine theoretische Analyse und eine qualitative Expertenbefragung (nach Mayring) Maßnahmen für einen kostendeckenden Betrieb zu identifizieren und Vermarktungsstrategien für Sportstätten abzuleiten.
2.2.1.2 Tribünenkonzepte multifunktionaler Sportanlagen
Durch mobile Tribünenteile kann der Innenraum einer Sportanlage je nach Veranstaltung sowohl größer als auch kleiner konzipiert werden. Vor allem für Sportanlagen, die sowohl Fußball als auch Leichtathletik-Bewerbe anbieten, wie das Stade de France in St. Denis, ist dieses Nutzungselement ausschlaggebend, um den Besucher die Nähe zum Geschehen zu sichern.
Indem mobile Tribünenteile eine Laufbahn überlagern, kann aus einer kombinierten Fußball-Leichtathletik-Sportanlage eine reine Fußballanlage gemacht werden. Dieses Bauelement wurde beispielsweise auch bei der Fußballeuropameisterschaft 2008 im Wiener Ernst-Happel-Stadion einmalig zum Einsatz gebracht, um die Distanz zwischen den Tribünen und der Aktivfläche zu verringern. Andererseits kann der Zuschauerraum für Leichtathletik-Bewerbe sowie für Konzerte wiederum entsprechend adaptiert werden.
Abschließend muss festgehalten werden, dass alle drei baulichen Elemente den gestiegenen Komfortansprüchen der Sportanlagenbesucher entgegenkommen, indem zum einen ein vielfältiges Angebot an sportlichen und nicht sportlichen Veranstaltungen geschaffen werden kann. Zum anderen überdachte Sitzplatzanlagen mehr Komfort bieten und zu dem das Stattfinden jeder Veranstaltung sichern. Darüber hinaus erfüllen reine Sitzplatzsportanlagen erhöhte Sicherheitsanforderungen (Hahn, 2004, S. 24), wodurch vor allem Familien zum Besuch einer Sportanlage motiviert werden und das Potential, eine Sportanlage kostendeckend vermarkten zu können, steigt.
Ein weiterer Aspekt bei der Vermarktung einer Sportanlage und der Gewinnung neuer Besuchergruppen ist, neben einer multifunktionalen Kernnutzung, die Vermarktung des Sportanlagenumfeldes. Die sogenannte Mantelnutzung komplettiert somit das Nutzungskonzept einer Sportanlage und ist ebenso Bestandteil eines strategischen Vermarktungskonzeptes.
1. EINLEITUNG: Diese Einleitung setzt den sportökonomischen Kontext und beleuchtet den Handlungsbedarf bei Sportstätten sowie das Ziel der Arbeit, Vermarktungsmaßnahmen für einen kostendeckenden Betrieb zu definieren.
2. TYPOLOGIE VON SPORTSTÄTTEN: Das Kapitel definiert den Begriff der multifunktionalen Sportanlage und gliedert Sportstätten nach Nutzungen sowie Konzepten wie Kern- und Mantelnutzung.
3. TYPOLOGIE VON BETREIBERKONZEPTEN: Hier werden verschiedene Organisationsformen und Betreibermodelle, von kommunaler Eigenverwaltung bis hin zu Public-Private-Partnerships, hinsichtlich ihrer ökonomischen Anforderungen analysiert.
4. VERMARKTUNG MULTIFUNKTIONALER SPORTANLAGEN: Es werden die theoretischen Grundlagen des Sportanlagenmarketings sowie spezifische Strategien für verschiedene Zielgruppen, wie Sponsoren, Medien und Besucher, erarbeitet.
5. QUALITATIVE INHALTSANALYSE: Dieses methodische Kapitel beschreibt den Prozess der empirischen Datenerhebung durch Experteninterviews und deren Auswertung nach dem Modell von Mayring.
6. ERGEBNISDARSTELLUNG: Die empirischen Ergebnisse aus den Experteninterviews werden präsentiert, wobei die Praxiserfahrungen mit den theoretischen Ansätzen aus den vorherigen Kapiteln verglichen werden.
7. SCHLUSSBETRACHTUNG: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und empfiehlt, insbesondere für den Betrieb in Wiener Neustadt, ein modernes Betreibermodell im Kontext einer Public-Private-Partnership.
Multifunktionale Sportanlage, Sportstättenmanagement, Vermarktung, Nutzungskonzept, Betreiberkonzept, Finanzierung, Dienstleistungsmarketing, Sponsoring, Eventmarketing, Ticketing, Sportökonomie, Österreich, Infrastruktur, Stadionvermarktung, Zielgruppenanalyse
Die Arbeit untersucht die Herausforderungen und Vermarktungsstrategien von multifunktionalen Sportanlagen in Österreich, um einen langfristigen und kostendeckenden Betrieb zu ermöglichen.
Die zentralen Felder umfassen die Typologie von Sportstätten, verschiedene Betreibermodelle, die Finanzierung von Sporteinrichtungen sowie konkrete Marketingstrategien zur Auslastungssteigerung.
Das Hauptziel liegt in der Beantwortung der Frage, welche Maßnahmen und Strategien erforderlich sind, um multifunktionale Sportanlagen wirtschaftlich erfolgreich und kostendeckend zu vermarkten.
Die Arbeit kombiniert eine fundierte theoretische Literaturanalyse mit einem empirischen Teil, bei dem Experteninterviews durchgeführt und mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen (Typologie, Betreiberkonzepte, Marketing) sowie eine detaillierte Ergebnisdarstellung der Experteninterviews, die den Praxisbezug herstellt.
Wesentliche Begriffe sind unter anderem Sportanlagenmanagement, Vermarktung, Nutzungskonzept, Betreiberkonzept, Finanzierung und Dienstleistungsmarketing.
Die Studie zeigt, dass eine ganzjährige Nutzung der Mantelnutzung (z.B. Gastronomie, Hotellerie) essenziell ist, um Besucher auch an veranstaltungsfreien Tagen zu binden und Einnahmen zu generieren.
Obwohl Vereine wichtige Partner sind, betonen Experten, dass eine professionelle Verwaltung (oft durch GmbHs) nötig ist, da rein ehrenamtliche Strukturen bei der Komplexität moderner Sportanlagen oft an ihre Grenzen stoßen.
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