Bachelorarbeit, 2013
41 Seiten, Note: 1,0
Zusammenfassung
Disziplinäre Modelle des Verhaltens
Ökonomische Theorieansätze
Psychologische Theorieansätze
Die Theorie der kognitiven Dissonanz
Interdisziplinäre Diskussion von Verhalten
Die Eskalation der Vernunft
Ein unmoralisches Angebot
Qual der Wahl
Das „Hoeneß-Dilemma“
Konklusion
Die Arbeit verfolgt das Ziel, ökonomische und psychologische Verhaltensmodelle interdisziplinär zu diskutieren, um insbesondere irrationale oder abwegige Handlungsweisen mithilfe der Theorie der kognitiven Dissonanz erklärbar zu machen.
Die Theorie der kognitiven Dissonanz
Die Theorie der kognitiven Dissonanz von Leon Festinger, der als ehemaliger Student Kurt Lewins stark von dessen Werk beeinflusst wurde, gilt als „one of the most influential theories in the history of social psychology“ (Gawronski, 2012, S. 652). Menschliche Bewältigungsstrategien offenbar paradoxen, irrationalen oder unmoralischen Verhaltens können mithilfe der Theorie erfasst und begreiflich gemacht werden.
Der Wunsch nach einem gesunden und langen Leben ist, schon evolutionärbedingt, tief in uns verwurzelt. Ein Raucher könnte argumentieren, dass der Genuss des Tabaks für ihn derart hoch ist, dass er gesundheitliche Gefährdungen billigend in Kauf nimmt. Außerdem könnte er behaupten, Rauchen wäre gar nicht so gefährlich oder er sei auch anderen Gefahren ausgesetzt. Des Weiteren möchte man wohl kaum eine Gewichtszunahme durch das Aufhören riskieren. Diese gängigen Argumente können die Tatsache, dass Rauchen im Widerspruch zu dem Wunsch nach einem gesunden und langen Leben steht, nicht verschleiern. Eine Gegensätzlichkeit von wenigstens zwei individuellen Kognitionen, die in Beziehung zueinander stehen, wird auch als kognitve Dissonanz bezeichnet, deren Abschwächung Raucher mittels ihrer Argumentationskette bezwecken (Festinger, 1957).
Disziplinäre Modelle des Verhaltens: Einführung in die theoretischen Grundlagen der Ökonomie und Psychologie, wobei insbesondere die Grenzen des Modells des „Homo oeconomicus“ aufgezeigt werden.
Die Theorie der kognitiven Dissonanz: Detaillierte Darstellung der Theorie von Leon Festinger als Instrument zur Erklärung widersprüchlicher Wahrnehmungen und Handlungen.
Interdisziplinäre Diskussion von Verhalten: Anwendung der theoretischen Konzepte auf praxisnahe Szenarien, unterteilt in die Kapitel „Die Eskalation der Vernunft“, „Ein unmoralisches Angebot“, „Qual der Wahl“ und „Das „Hoeneß-Dilemma““.
Konklusion: Abschließende Synthese der Ergebnisse, welche die Überlegenheit psychologischer Erklärungsansätze bei komplexen, irrational wirkenden Verhaltensweisen bestätigt.
Kognitive Dissonanz, Rational-Choice-Theorie, Homo oeconomicus, Neue Erwartungstheorie, Verlustaversion, Psychologie, Ökonomie, Motivation, Moralische Entwicklung, Verlusteskalation, Verhaltensökonomie, Konsistenz, Entscheidungsfindung, Interdisziplinarität, Uli Hoeneß.
Die Arbeit untersucht das menschliche Verhalten an der Schnittstelle von Ökonomie und Psychologie und hinterfragt, warum sich Akteure in Situationen oft irrational oder moralisch widersprüchlich verhalten.
Die Schwerpunkte liegen auf der ökonomischen Rationalitätsannahme, der psychologischen Motivationstheorie sowie der Theorie der kognitiven Dissonanz.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie psychologische Theoriekonstrukte dabei helfen können, Verhalten zu deuten, bei dem rein ökonomische Modelle an ihre Grenzen stoßen.
Es erfolgt eine interdisziplinäre Diskussion, die theoretische Ansätze mit empirischen Studien und aktuellen Fallbeispielen aus dem Zeitgeschehen verknüpft.
Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Anwendung der Theorie der kognitiven Dissonanz auf Phänomene wie die Verlusteskalation bei Investitionen, ethische Entscheidungen von Managern und politisches Wählerverhalten.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Kognitive Dissonanz, Verlustaversion, Rational-Choice-Theorie und die interdisziplinäre Verhaltensanalyse bestimmt.
Das Verhalten von Uli Hoeneß wird als ein Zusammenspiel aus moralischem Anspruch und steuerlichem Fehlverhalten gedeutet, wobei die Selbstanzeige als Mechanismus zur Reduktion kognitiver Dissonanz interpretiert wird.
Sie dient als grafisches Modell des methodologischen Individualismus, um den Zusammenhang zwischen Makro- und Mikroebene in sozialen Systemen zu illustrieren.
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