Masterarbeit, 2015
97 Seiten, Note: 1,3
Germanistik - Komparatistik, Vergleichende Literaturwissenschaft
Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung von Kinderheldenfiguren im Wandel der Zeit. Anhand von drei Beispielen - Emmy von Rhodens Trotzkopf, Astrid Lindgrens Pippi Langstrumpf und Cornelia Funkes Tintenherz - wird die Konstruktion junger Heldinnen beleuchtet. Die Arbeit verfolgt das Ziel, die charakteristischen Eigenschaften dieser Heldinnen herauszustellen und die Veränderungen in Heldenbildern zwischen dem späten 19. und dem frühen 21. Jahrhundert zu analysieren.
Die Einleitung stellt die Forschungsfrage und die Zielsetzung der Arbeit vor. Anschließend wird in einem theoretischen Teil der Begriff des Helden beleuchtet und es wird ein Überblick über verschiedene Typologisierungen des Heroischen gegeben.
Der Analyseteil befasst sich mit den drei ausgewählten Heldinnenfiguren. Für jede Figur wird zunächst der rezeptionshistorische Hintergrund beleuchtet, um die Entstehung und Rezeption der Figuren im Kontext der jeweiligen Zeit zu verstehen. Anschließend erfolgt eine Figurenanalyse, die das charakteristische Verhalten, die Beziehungen zu anderen Figuren und den Neuheitswert im Vergleich zu etablierten Heldenbildern untersucht.
Kinderliteratur, Heldenfiguren, Heldenbild, Kinderhelden, Figurenanalyse, Rezeption, Wandel, Typisierung, Zeitgeschichte, Geschlechterrollen, Kulturgeschichte, Literaturwissenschaft.
Das Heldenbild wandelte sich von der Disziplinierung (Trotzkopf) über die Autonomie und Kraft (Pippi Langstrumpf) hin zu komplexen Identitätsentwürfen in modernen Fantasiewelten (Tintenherz).
Ein Held ist kein feststehender Typus, sondern seine Eigenschaften und seine Bedeutung ändern sich je nach Kulturkreis und historischem Zeitraum.
Helden dienen als Orientierungshilfe bei der Identitätsbildung. Kinder lernen durch sie, eigene Schwächen zu akzeptieren und Potenziale ihres Handelns zu erkennen.
Analysiert werden Emmy von Rhodens „Trotzkopf“, Astrid Lindgrens „Pippi Langstrumpf“ und Cornelia Funkes „Tintenherz“.
Die Figur wandelt sich vom „Wildfang“ zum „zahmen Vogel“, was die Erziehungsideale des späten 19. Jahrhunderts widerspiegelt.
Pippi Langstrumpf bricht mit konventionellen Machtverhältnissen und agiert als exzeptionelle Figur, die sich die Welt nach ihren eigenen Regeln gestaltet.
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