Examensarbeit, 2015
235 Seiten
1 Einleitung
2 Begriffliche und theoretische Grundlage
2.1 Geschichte des Dopings
2.2 Definition: Doping
2.3 WADA-Code
3 Fußball und Doping
3.1 NADA-Bericht 2014
3.2 Dopingfälle im deutschen Fußball im Kalenderjahr 2014
3.3 FIFA-Dopingreglement
3.4 UEFA
3.4.1 UEFA und Kampf gegen Doping
3.4.2 UEFA- Dopingreglement
3.5 Deutscher Fußball Bund und Doping
4 Methodik
4.1 Das Interview
4.2 Der Interviewleitfaden
4.3 Stichprobe
4.4 Forschungsdurchführung
4.5 Gütekriterien
4.5.1 Objektivität
4.5.2 Reliabilität
4.5.3 Validität
5 Auswertung
5.1 Die qualitative Inhaltsanalyse
6 Ergebnisse der Auswertung
6.1 Einleitung (Karrierelaufbahn)
6.2 Erkältung und Grippe
6.3 Verletzungen
6.4 Allergien
6.5 Urlaub und Sommerpause
6.6 Fitnesstraining
6.7 Doping
7 Diskussion
8 Fazit
Ziel dieser Arbeit ist es, durch qualitative Interviews mit Fußballern und Betreuern den aktuellen Wissensstand sowie die Einstellung gegenüber Doping im Profi- und Amateurfußball zu erforschen und Problematiken im Umgang damit aufzuzeigen.
3.1 NADA-Bericht 2014
Anhand des aktuellen NADA-Berichts 2014 besteht die Erkenntnis, dass die Kontrollen bei Wettkämpfen in Deutschland meist von den Sportverbänden selbst organisiert und umgesetzt werden (NADA Jahresbericht, 2014, S.4). Der Nationale Anti-Doping Code 2015 sieht vor, dass die NADA ab diesem Jahr alle Kontrollen übernimmt:
„Die NADA ist zuständig für die Organisation und Durchführung von Trainingskontrollen und Dopingkontrollen innerhalb des Wettkampfs bei allen Athleten, die dem Anwendungsbereich des NADC unterliegen und Ihre aktive Karriere nicht beendet haben. Athleten, gegen die eine Sperre verhängt wurde, können während der Sperre Dopingkontrollen unterzogen werden“ (Nationaler Anti-Doping Code, 2015, S. 29).
Im Jahr 2014 wurden von der NADA 8.652 Dopingkontrollen außerhalb der Wettkämpfe organisiert. Ein Schwerpunkt lag auf den Kontrollen von Nationalspielern vor der Weltmeisterschaft in Brasilien im In und Ausland. Insbesondere standen hier Kontrollen in Trainingslagern im Fokus (NADA Jahresbericht, 2014, S.5). Zudem wurden von den 5.257 Wettkampfkontrollen, 1.375 von der NADA organisiert (NADA Jahresbericht, 2014, S.5). Die genauen Daten in welchen Sportarten die Kontrollen durchgeführt wurden, sind anhand der nachstehenden Abbildung 1 und Abbildung 2 dargestellt.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz von Doping im Fußball anhand einer kontroversen Aussage von Franz Beckenbauer und erläutert den strukturellen Aufbau der Arbeit.
2 Begriffliche und theoretische Grundlage: Dieses Kapitel definiert Doping aus historischer Sicht und erläutert die verbotenen Methoden und Substanzen gemäß des aktuellen WADA-Codes.
3 Fußball und Doping: Hier werden der Doping-Umgang im Fußball, spezifische Fälle aus dem Jahr 2014 sowie die Reglements der FIFA, UEFA und des DFB kritisch betrachtet.
4 Methodik: Das Kapitel beschreibt das methodische Vorgehen, die Auswahl der Interviewpartner und die Gütekriterien der qualitativen Forschung.
5 Auswertung: Es wird die Anwendung der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring zur Aufarbeitung des erhobenen Datenmaterials erläutert.
6 Ergebnisse der Auswertung: Dieses Kapitel präsentiert die Erkenntnisse aus den Interviews, unterteilt in Themenbereiche wie Erkältung, Verletzungen, Allergien, Urlaub und Doping.
7 Diskussion: Die Forschungsergebnisse werden kritisch hinterfragt und in den wissenschaftlichen Kontext eingeordnet.
8 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und leitet Ansätze für weiterführende Studien ab.
Doping, Fußball, NADA, WADA, Dopingkontrolle, Sportmedizin, Qualitative Inhaltsanalyse, Prävention, Medikamentenkonsum, Leistungssteigerung, Profifußball, Amateurfußball, Athletiktraining, Nahrungsergänzungsmittel, Sportethik
Die Arbeit untersucht den Wissensstand und die Einstellungen von Spielern und Betreuern gegenüber Doping und medizinischen Behandlungspraktiken im deutschen Fußball.
Die Schwerpunkte liegen auf der Prävention, dem Einfluss des medizinischen Personals, der Einstellung zu Nahrungsergänzungsmitteln und den spezifischen Herausforderungen im Profi- gegenüber dem Amateurbereich.
Das Ziel ist es, bestehende Problematiken im Umgang mit Doping und der medizinischen Betreuung im Fußball aufzuzeigen und Lösungsansätze zur Verbesserung der aktuellen Umstände zu liefern.
Es wird ein qualitativer Ansatz gewählt, bestehend aus problemzentrierten Experteninterviews, die im Anschluss mittels der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet werden.
Der Hauptteil analysiert theoretische Grundlagen, die Regelsysteme der Verbände sowie die konkreten Aussagen der befragten Spieler, Ärzte und Physiotherapeuten zu verschiedenen Behandlungskategorien.
Zu den Kernbegriffen gehören Doping, Fußball, NADA, Dopingkontrolle, qualitative Inhaltsanalyse sowie Leistungssteigerung und Prävention.
Die Arbeit zeigt, dass Physiotherapeuten oft die primäre Vertrauensperson und Hauptverantwortliche für die Aufklärung sowie Medikamentenvergabe in den Vereinen sind, was teilweise kritisch hinterfragt wird.
Die Befragten halten Doping generell für schädlich, räumen jedoch ein, dass es besonders zur Leistungssteigerung im Ausdauerbereich oder zur beschleunigten Regeneration bei Verletzungen attraktiv sein könnte.
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