Bachelorarbeit, 2014
30 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Vorüberlegungen, Grundlagen und Anforderungen
2.1. Zielgruppenorientierung
2.2. Physiologische und psychische Anforderungen des Tauchsports
2.2.1. Ausdauer
2.2.2. Kraft
2.2.3. Psychische Aspekte
2.3. Pro vs. Contra – Tauchen (in der Schule)?
3. Ausbildungsinhalte & Lehrmethodik
3.1. Begriffsdefinitionen
3.2. Tauchphysik
3.2.1. Druck, Kraft und Masse
3.2.2. Gas-Gesetze
3.2.3. Hören und Sehen unter Wasser
3.3. Tauchmedizin
3.3.1. Wasser-Nase-Reflex
3.3.2. Dekompression und Barotrauma
3.4. Tauchrechnen
3.5. Ausrüstung & Technik
3.5.1. ABC-Ausrüstung und Anzug
3.5.2. Atemregler und DTG
3.5.3. Tarierjacket
3.6. Praxis-Übungen und Handlungsmuster
4. Unterrichtsplanung
4.1. Sequenzplanung
4.2. Exemplarische Darstellung einer Unterrichtseinheit
5. Fazit
Diese Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Rahmenbedingungen für die Integration des Gerätetauchens in den schulischen Sportunterricht, wobei sowohl die didaktische Aufbereitung theoretischer Inhalte als auch die praktische Umsetzung sicherheitsorientierter Ausbildungsschritte im Vordergrund stehen.
3.2.1. Druck, Kraft und Masse
Die Kraft des Wasserdrucks ist enorm. Beim Ab- und Auftauchen wird der Körper starken Druckdifferenzen ausgesetzt, da er eine Vielzahl luftgefüllter Hohlräume aufweist. Diese Hohlräume werden mit steigendem Druck zusammengepresst, da deren Volumen proportional zum Druckanstieg abnimmt. Davon sind besonders Lungen und Ohren betroffen – diese Druckunterschiede gilt es auszugleichen. An der Wasseroberfläche herrscht ein konstanter Druck von 1 bar, dem jedes Lebewesen an Land permanent ausgesetzt ist. Steigt nun mit zunehmender Tiefe der Wasserdruck, so lastet zusätzlich noch der atmosphärische Druck von 1 bar auf den Menschen.
Innerhalb der Zone von 0 bis 10 m findet eine Verdoppelung des Drucks statt, wodurch diese Zone besonders gefährlich ist. Sofort nach dem Abtauchen ist während des gesamten Tauchgangs ein ständiger Druckausgleich durchzuführen, um dem auf das Trommelfell wirkenden Druck einen Gegendruck entgegenzusetzen und dieses wieder in eine neutrale Stellung zu bringen. Durch ein Zusammendrücken der Nase mit Daumen und Zeigefinger und sanftes Ausatmen durch die nun geschlossene Nase wird dies erreicht.
Ist ein Taucher auf die von ihm anvisierte Tiefe abgesunken oder gestiegen, ist es das oberste Ziel, auf jenem Level zu verharren und in einen Schwebezustand zu geraten. In der Physik wird hierbei vom hydrostatischen Gleichgewicht gesprochen. Erklärt wird dieses Naturgesetz durch das Archimedische Prinzip, welches das Verhältnis von Masse und Volumen in Flüssigkeiten beschreibt. Beim Abtauchen verdrängt ein Körper ein gewisses Wasservolumen, wobei er dabei soviel an Gewichtskraft verliert, wie die von ihm verdrängte Flüssigkeitsmenge wiegt. Das bedeutet also, dass ein Körper im Wasser schwebt, sobald seine Gewichtskraft identisch mit der Masse der verdrängten Flüssigkeit ist. Dieser Zustand erreicht, gilt ein Taucher als austariert. Bei Unter- oder Übergewicht herrscht entsprechender Auftrieb oder Abtrieb. Speziell für Tauchanfänger stellt dieses Phänomen in der Praxisausbildung zu Beginn die meisten Probleme dar, da es etwas Erfahrung und Fingerspitzengefühl und auch eine Anpassung der Atmung erfordert, um in den jeweiligen Tiefen austariert zu sein.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Faszination des Menschen für das Medium Wasser und begründet die wachsende Bedeutung des Tauchsports als modernen Trend- und Schulsport.
2. Vorüberlegungen, Grundlagen und Anforderungen: Dieses Kapitel klärt die notwendigen Voraussetzungen wie Tauglichkeit und körperliche Fitness und diskutiert die pädagogische Rechtfertigung sowie die Zielgruppeneignung für den schulischen Sport.
3. Ausbildungsinhalte & Lehrmethodik: Es werden die essenziellen theoretischen Grundlagen aus Physik und Medizin vermittelt sowie die notwendige Ausrüstung und die methodische Herangehensweise an die praktische Ausbildung erläutert.
4. Unterrichtsplanung: Hier wird ein konkreter acht-wöchiger Sequenzplan vorgestellt, der die theoretischen und praktischen Lerninhalte systematisch für eine Schulklasse aufbereitet und strukturiert.
5. Fazit: Das Fazit resümiert die Machbarkeit des Tauchunterrichts und betont, dass dieser trotz logistischer Herausforderungen einen wertvollen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung und sozialen Kompetenz von Schülern leisten kann.
Gerätetauchen, Schulsport, Tauchphysik, Tauchmedizin, Druckausgleich, Tarierung, Atemregler, Buddy-System, Unterrichtsplanung, Wassersport, Sicherheitsmanagement, Tauchausbildung, Bewegungslehre, Sozialkompetenz, ABC-Ausrüstung
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Integration des Gerätetauchens in den schulischen Sportunterricht und zeigt auf, wie theoretische und praktische Inhalte für Schüler fachgerecht vermittelt werden können.
Die zentralen Felder sind die physikalischen und physiologischen Grundlagen des Tauchens, die Sicherheitsaspekte der Ausrüstung sowie die methodische Unterrichtsplanung.
Ziel ist es, ein vereinfachtes und exemplarisches Ausbildungskonzept für Schulen zu entwickeln, das sowohl die fachlichen Anforderungen als auch die didaktische Umsetzbarkeit berücksichtigt.
Es handelt sich um eine auf Literaturrecherche basierende Konzeption, die theoretische Prinzipien der Tauchpraxis mit sportdidaktischen Grundsätzen für den Schulalltag verknüpft.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in die Tauchphysik und -medizin, eine detaillierte Erläuterung der Tauchausrüstung sowie die praktische Sequenzplanung für den Unterricht.
Die wichtigsten Schlagworte sind Gerätetauchen, Tauchphysik, Tauchmedizin, Schulsport, Tarierung und Sicherheitsmanagement.
Das Buddy-System fördert die soziale Verantwortung, gegenseitige Rücksichtnahme und die Kooperation, was im Tauchsport eine essenzielle Sicherheitsvoraussetzung darstellt.
Der Autor schlägt Kooperationen mit lokalen Tauchbasen oder Tauchschulen vor, um den hohen Investitionsbedarf für die Ausrüstung zu umgehen und auf professionelle Ressourcen zuzugreifen.
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