Diplomarbeit, 2015
63 Seiten, Note: 1
1. Einleitung
1.1 Steigende Abfallmengen
1.2 Wertvolle Inhaltsstoffe des PV-Moduls
1.3 Ziele
2. Methodik - Klimabilanz
2.1 Prozesskette eines PV-Moduls
3. Durchführung
3.1 Funktionelle Einheit und Systemgrenzen
3.2 Sachbilanz
3.3 Monokristalline Zellen
3.3.1 Das Czochralski – Verfahren
3.4 Polykristalline Zellen
3.4.1 Blockgießverfahren
3.5 Szenario 1: Monokristallines Modul, primäre Rohstoffe
3.6 Szenario 2: Polykristallines Modul, primäre Rohstoffe
3.7 Berechnungen mit Recycling – GEMIS
3.7.1 Recycling
3.7.2 Gewählte Recyclingverfahren
3.8 Szenario 3: Monokristallines Modul, 50 % sekundäre Rohstoffe
3.9 Szenario 4: Polykristallines Modul, 50 % sekundäre Rohstoffe
4. Ergebnisse und Diskussion
4.1 Ergebnisse des monokristallinen Moduls
4.1.1 Ergebnisse Szenario 1: Monokristallines Modul, primäre Rohstoffe
4.1.2 Ergebnisse Szenario 3 . Monokristallines Modul, 50 % sekundäre Rohstoffe
4.2 Ergebnisse des polykristallines Moduls
4.2.1 Ergebnisse Szenario 2: Polykristallines Modul, primäre Rohstoffe
4.2.2 Ergebnisse Szenario 4 . Polykristallines Modul, 50 % sekundäre Rohstoffe
4.3 Auswertung und Interpretation der Ergebnisse
4.4 Offene Fragen und Ausblick
4.5 Verbesserungen im PV-Recycling
4.5.1 PV CYCLE
5. Anhang
5.1 Quellen
Das Ziel dieser Diplomarbeit ist es, die Auswirkungen des Recyclings von PV-Modulen auf deren Klimabilanz zu untersuchen und zu vergleichen. Dabei wird die Forschungsfrage verfolgt, in welchem Maße der Einsatz von sekundären Rohstoffen bei mono- und polykristallinen Modulen den CO2-Fußabdruck im Vergleich zur rein primären Rohstoffverwendung senken kann.
Upcycling statt Downcycling
Bis jetzt konnten PV-Unternehmen bei der Verwertung alter Solarmodule meist keine ausreichend reinen Stofffraktionen erreichen. In so einem Fall spricht man von „Downcycling“, das nur geringe Verkaufserlöse bringt. Die Kosteneffizienz des Modulrecyclings hängt jedoch stark davon ab, ob eine Rückgewinnung auf hohem Wertniveau erreicht werden kann („Upcycling“). Die Wiederverwertung auf Produktniveau wäre auch im Hinblick auf die Energiebilanz vorteilhaft und anstrebenswert. Jedoch müssen leider aus wirtschaftlichen Gründen Kompromisse eingegangen werden, auch wenn es technisch möglich wäre, alle Komponenten bis zum reinen Rohstoff zu trennen.
1. Einleitung: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über den Aufschwung der Photovoltaik und verdeutlicht die Notwendigkeit einer Entsorgungsstrategie angesichts steigender Abfallmengen.
2. Methodik - Klimabilanz: Hier werden die Grundlagen für die Erstellung einer Klimabilanz erläutert, einschließlich der Definition von Systemgrenzen und der Vorgehensweise bei der Sachbilanz.
3. Durchführung: Dieses Kapitel detailliert die Prozessketten für die Herstellung monokristalliner und polykristalliner Zellen sowie die Szenarien für primäre und sekundäre Rohstoffnutzung.
4. Ergebnisse und Diskussion: Hier werden die berechneten CO2-Fußabdrücke der verschiedenen Szenarien präsentiert, interpretiert und kritisch hinsichtlich der Einflussfaktoren wie Produktionsstandort und Lebensdauer diskutiert.
5. Anhang: Enthält die verwendeten Quellen sowie Verzeichnisse der Abbildungen und Tabellen.
Photovoltaik, PV-Module, Klimabilanz, Recycling, CO2-Fußabdruck, Monokristallin, Polykristallin, Wertschöpfungskette, Upcycling, Sekundärrohstoffe, Nachhaltigkeit, Treibhausgasemissionen, GEMIS, PV-Sol, Lebenszyklusanalyse
Die Diplomarbeit untersucht die ökologischen Auswirkungen der Modulherstellung und zeigt auf, wie durch Recyclingprozesse die Klimabilanz von Photovoltaikmodulen verbessert werden kann.
Die zentralen Themen sind die Prozesskette der PV-Modulfertigung, die methodische Erstellung von Klimabilanzen und die Untersuchung des Nutzens von sekundären Rohstoffen im Recyclingkontext.
Das primäre Ziel ist der direkte Vergleich der CO2-Äquivalente von PV-Modulen, die aus primären Rohstoffen gefertigt werden, gegenüber Modulen mit einem 50%igen Recyclinganteil.
Es wird eine Klimabilanz (Life Cycle Assessment) auf Basis der GEMIS-Datenbank durchgeführt, ergänzt durch Simulationsberechnungen mit PV-Sol für die energetische Ertragsanalyse.
Der Hauptteil beschreibt detailliert die Fertigungsschritte von der Gewinnung des Quarzsandes bis zum fertigen Modul und die spezifischen Anpassungen in den Szenarien für Recyclingmaterialien.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Photovoltaik, CO2-Fußabdruck, Recycling, Upcycling und Lebenszyklusanalyse gekennzeichnet.
Der Produktionsstandort beeinflusst den dortigen Strom-Energiemix maßgeblich, welcher wiederum die CO2-Emissionen bei der energieintensiven Siliziumherstellung bestimmt.
Der CO2-Fußabdruck kann bei monokristallinen Modulen um etwa 7,6 % und bei polykristallinen Modulen um ca. 8 % gesenkt werden, wenn 50 % der Hauptmaterialien recycelt werden.
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