Masterarbeit, 2015
69 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Merkmale qualitativ hochwertigen Sportunterrichts
3 Legitimation und Auftrag des Schulsports
4 Anforderungen und Aufgaben an eine Sportlehrkraft
5 Sportlehrerprofessionalität
5.1 Ansätze zur Bestimmung von Lehrerprofessionalität
5.2 Definition des Kompetenzbegriffs
5.3 Kompetenzen eines Sportlehrers nach Uwe Pühse (1995)
5.4 Kompetenzmodell nach Michael Bräutigam (2003)
5.4.1 Fachkompetenz
5.4.2 Selbstkompetenz
5.4.3 Sozialkompetenz
5.4.4 Sachkompetenz
5.4.5 Systemkompetenz
6 Persönliche Eigenschaften
7 Ausbildungsphasen der Sportlehrerbildung
7.1 Phasenmodell nach Fuller und Bown (1975)
8 Sportlehrerfortbildung
8.1 Organisationsformen
8.2 Funktion und Bedeutsamkeit
8.3 Bochumer Schulsporttag
9 Fazit/ Ausblick
Das Hauptziel der Arbeit ist es, die Merkmale und Kompetenzentwicklung von Sportlehrern vor dem Hintergrund aktueller schulischer Anforderungen zu untersuchen sowie die Rolle von Sportlehrerfortbildungen bei der langfristigen Professionalisierung der Lehrkräfte zu erörtern.
5.4.1 Fachkompetenz
Die Fachkompetenz zielt auf die Unterrichtstätigkeit des Sportlehrers ab und wird durch die didaktische Kompetenz und die diagnostische und Beratungskompetenz charakterisiert (vgl. Abb. 5). Unter der didaktischen Kompetenz versteht Bräutigam (2003) die Fähigkeiten, Fertigkeiten und Potenziale der Schüler richtig einzuschätzen und die Unterrichtsinhalte an diese Aspekte anzupassen. Grundlage für diese Kompetenz besteht in sportwissenschaftlichen Theorien und entwickelten Vorstellungen über Handlungsanforderungen, Strukturen und Kennzeichen des Sports (vgl. Bräutigam, 2003) Die didaktische Kompetenz umfasst die Fähigkeiten
• Erscheinungsformen und Erlebnisdimensionen des Sports systematisch zu analysieren und perspektivenreich zu deuten
• Fragen, Probleme und Phänomene des Sports auf pädagogische Zielsetzung hin auszulegen und sie als Unterrichtsthemen zu legitimieren
• Unterrichtsideen und -vorhaben analytisch und konstruktiv auf die zentralen Strukturmomente des Unterrichts (Ziele, Inhalte und Methoden) hin zu bearbeiten
• Unterrichtsthemen auf größere curriculare Zusammenhänge hin auszulegen
• Unterrichtspraxis differenziert zu entwerfen, zu gestalten und auszuwerten (ebd., S. 41).
1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert die steigenden Anforderungen an Sportlehrer durch neue Bildungsstandards und die damit verbundene Notwendigkeit einer kontinuierlichen Kompetenzentwicklung.
2 Merkmale qualitativ hochwertigen Sportunterrichts: In diesem Kapitel werden wissenschaftlich fundierte Gütekriterien für Sportunterricht definiert, die über die rein sportmotorische Leistung hinausgehen.
3 Legitimation und Auftrag des Schulsports: Dieses Kapitel kontextualisiert den Sportunterricht im Bildungssystem und erläutert dessen gesellschaftlichen sowie pädagogischen Auftrag.
4 Anforderungen und Aufgaben an eine Sportlehrkraft: Es wird ein Überblick über das komplexe Anforderungsprofil gegeben, welches Sportlehrer im Schulalltag bewältigen müssen.
5 Sportlehrerprofessionalität: Hier werden zentrale Begriffe der Professionalität sowie spezifische Kompetenzmodelle zur Beschreibung von Sportlehrerkompetenzen vorgestellt.
6 Persönliche Eigenschaften: Dieses Kapitel widmet sich der Bedeutung der Lehrerpersönlichkeit und ihrem Einfluss auf die Vorbildfunktion und den Unterrichtserfolg.
7 Ausbildungsphasen der Sportlehrerbildung: Der Professionalisierungsprozess wird in drei Phasen unterteilt und anhand theoretischer Modelle analysiert.
8 Sportlehrerfortbildung: Es werden Organisationsformen der Fortbildung sowie deren Funktion als wichtiges Instrument zur Qualitätssicherung und Weiterentwicklung von Kompetenzen dargestellt.
9 Fazit/ Ausblick: Das Fazit fasst die Bedeutung lebenslangen Lernens für Sportlehrer zusammen und reflektiert die Ergebnisse der Arbeit.
Sportlehrerprofessionalität, Sportunterricht, Kompetenzentwicklung, Lehrerbildung, Fortbildung, Schulsport, Unterrichtsqualität, Fachkompetenz, Selbstkompetenz, Sozialkompetenz, Didaktik, Berufseinstieg, Reflexion, Bildungsstandards, Professionalisierung.
Die Arbeit behandelt die professionelle Entwicklung von Sportlehrern, insbesondere die Merkmale, die einen qualitativ hochwertigen Sportunterricht ausmachen und wie Sportlehrkräfte ihre Kompetenzen über die gesamte Berufsbiografie hinweg entwickeln können.
Die zentralen Felder umfassen die Qualitätsmerkmale von Sportunterricht, das Anforderungsprofil von Lehrkräften, Kompetenzmodelle (speziell nach Bräutigam und Pühse) sowie die Rolle der Lehrerfortbildung.
Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen Unterrichtsqualität, Lehrerprofessionalität und der Notwendigkeit kontinuierlicher Fortbildung zu klären, um sportpädagogische Herausforderungen erfolgreich zu meistern.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der Aufarbeitung theoretischer Konzepte zu Lehrerbildung, Kompetenzmodellen und sportdidaktischen Qualitätskriterien.
Der Hauptteil analysiert die Aufgaben eines Sportlehrers, die verschiedenen Phasen der Ausbildung (Studium, Referendariat, Beruf) und die Bedeutung von Fortbildung als drittem, lebenslangen Lernprozess.
Wichtige Begriffe sind Sportlehrerprofessionalität, Kompetenzentwicklung, Sportunterrichtsqualität, Berufseinstiegsphase und Lehrerfortbildung.
Der Sportlehrerberuf ist durch seine "berufstypische Grundspannung" geprägt, da er nicht in einem Klassenzimmer stattfindet, sondern in einem hochkomplexen, unvorhersehbaren Feld agiert, das ständige spontane Anpassungen erfordert.
Die Vorbildfunktion ist ein wesentliches Kriterium, da Schüler nicht nur durch fachliche Instruktion, sondern stark durch das Handeln und Auftreten des Sportlehrers geprägt werden.
Er dient als Praxisbeispiel für eine innovative, staatliche Fortbildung, die Theorie und Praxis verbindet und Sportlehrern ermöglicht, Kompetenzen in Trend- und traditionellen Sportarten zu erwerben.
Fortbildungen werden als unabdingbarer Bestandteil des lebenslangen Lernens gesehen, um das Fundament für qualitativ hochwertigen Sportunterricht zu sichern und beruflichen Krisen vorzubeugen.
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