Examensarbeit, 2012
52 Seiten, Note: 12 Punkte
Jura - Europarecht, Völkerrecht, Internationales Privatrecht
Diese Arbeit untersucht die Voraussetzungen und Rechtsfolgen des Rechtfertigungsgrundes eines Staatsnotstands im Völkerrecht. Sie analysiert die rechtliche Grundlage des Staatsnotstands, die relevanten Kriterien für seine Anwendung sowie die resultierenden Rechtsfolgen.
Kapitel A beleuchtet den Begriff des Staatsnotstands im Kontext des Völkerrechts. Es wird die Abgrenzung zum verfassungsrechtlichen Staatsnotstand sowie die problematische Geschichte des Begriffs beleuchtet. Kapitel B analysiert die Voraussetzungen des Staatsnotstandes. Es wird die rechtliche Anerkennung des Staatsnotstands diskutiert und die einzelnen Voraussetzungen im Detail erörtert, wie beispielsweise das völkerrechtswidrige Verhalten, das wesentliche staatliche Interesse sowie die Erforderlichkeit der Maßnahme.
Kapitel C behandelt die Rechtsfolgen des Staatsnotstandes. Es werden die Auswirkungen auf die Rechtswidrigkeit und Verantwortlichkeit, die Aussetzung der völkerrechtlichen Verpflichtungen, die Entschädigungspflicht sowie der Einfluss auf völkerrechtliche Verträge analysiert. Kapitel D befasst sich mit der Bedeutung des Staatsnotstands als unumgängliches Rechtsinstitut.
Staatsnotstand, Völkerrecht, Rechtfertigungsgründe, Staatenverantwortlichkeit, Rechtsfolgen, völkerrechtliche Verpflichtungen, Entschädigungspflicht, Gegenmaßnahmen, völkerrechtliche Verträge, ius cogens, Völkergewohnheitsrecht.
Es ist ein Rechtfertigungsgrund für völkerrechtswidrige Handlungen eines Staates, wenn eine unmittelbare Gefahr für wesentliche staatliche Interessen besteht.
Nur wenn die Maßnahme der einzige Weg ist, ein wesentliches Interesse gegen eine schwere Gefahr zu schützen, und die Interessen anderer Staaten nicht überwiegen.
Hoch verschuldete Staaten versuchen oft, den Staatsnotstand anzuführen, um Zahlungsverpflichtungen gegenüber privaten Gläubigern auszusetzen, was rechtlich sehr umstritten ist.
Er schließt die völkerrechtliche Verantwortlichkeit aus, entbindet aber nicht zwingend von der Pflicht zur Entschädigung für entstandene Schäden.
Zwingendes Völkerrecht (ius cogens), wie das Gewaltverbot, darf niemals durch die Berufung auf einen Staatsnotstand verletzt werden.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

