Bachelorarbeit, 2015
71 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Volkshochschulen in Deutschland
2.1. Volkshochschulen – Versuch einer Definition
2.2. Statistische Angaben
2.3. Organisation und Rechtsformen der Volkshochschulen
2.4. VHS als Nonprofit-Dienstleistungsunternehmen
2.4.1. Merkmale einer Dienstleistung
2.4.2. Merkmale einer Nonprofit-Organisation (NPO)
2.4.3. Besonderheiten im Kundenverhältnis
2.4.4. Besonderheiten für das Marketing
3. Social Media
3.1. Definition Social Media
3.2. Übersicht der Sozialen Medien
3.3. Soziale Medien in Deutschland
3.3.1. Blogs und Microblogs
3.3.2. Soziale Netzwerke
3.3.3. Social Sharing und Wikis
3.3.4. Internetforen
3.3.5. Weitere Social Media
4. Möglichkeiten für Volkshochschulen
4.1. Personalpolitik
4.2. Finanzen und Kooperationen
4.3. Leistungspolitik
4.4. Preis- und Gebührenpolitik
4.5. Vertriebspolitik
4.6. Institutionelle Kommunikation
4.7. Marketingkommunikation
4.8. Dialogkommunikation
5. Strategieentwicklung und Controlling
5.1. Ist-Stand bei den Volkshochschulen
5.2. Zielgruppenanalyse
5.3. Zieldefinition
5.4. Aufbau der Strategiekonzeption
5.4.1. Rahmenbedingungen prüfen und Mitarbeiter auswählen
5.4.2. Themen definieren
5.4.3. Kanäle auswählen und Redaktionsplan aufstellen
5.4.4. Social Media Guidelines
5.5. Möglichkeiten des Controllings
6. Schlussbetrachtungen und Ausblick
Die vorliegende Bachelor-Thesis evaluiert die Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes von Social Media am Beispiel von Volkshochschulen (VHSen) in Deutschland. Ziel ist es, Handlungsempfehlungen für die strategische Integration sozialer Netzwerke in den Marketing- und Kommunikationsmix zu erarbeiten, um Kundenbindung zu stärken und dem demografischen Wandel sowie veränderten Kommunikationsgewohnheiten zu begegnen.
3.3.1. Blogs und Microblogs
Weblogs, oder auch Blogs sind Tagebücher im Internet. Die Autoren schreiben über ihr Tagesgeschehen authentisch und subjektiv. Andere Benutzer haben die Möglichkeit den Blog zu kommentieren. Auch Unternehmen nutzen das Blogging mittlerweile im Bereich des Marketings zur internen und externen Kommunikation. Es existiert häufig eine Verbindung von Weblogs zu anderen sozialen Medien, wie Facebook oder Twitter, so dass Interessierte auch auf diesem Wege über neue Einträge informiert werden können. In Weblogs werden oftmals auch Produkte und Dienstleistungen besprochen. Diese Blogs können dann zunächst dazu dienen, Meinungen zu den eigenen Produkten in Erfahrung zu bringen und über Kommentarfunktionen aktiv am Meinungsbild mitzuwirken. Ein unternehmenseigener Blog bietet die Möglichkeit, den Gesprächsstoff selbst zu liefern. Durch Einbeziehen des Kunden in die Diskussion über Produkte, bis hin zur Produktentwicklung. So kann Vertrauen und Kundenzufriedenheit erreicht werden. Auch schafft ein Blog eine zusätzliche Öffentlichkeitswirkung; das Unternehmen erhält mehr Treffer in Suchmaschinen.
Der bekannteste Anbieter von Microblog – Dienstleistungen ist Twitter. Hier kann der Nutzer kostenlose Textnachrichten mit einem Umfang von bis zu 140 Zeichen verschicken. Der Dienst wird in Deutschland von 2,4 Millionen, in den USA von 43,2 Millionen Anwendern benutzt. Dies zeigt, dass Twitter immer noch ein Randbereich der Sozialen Medien in Deutschland ist. Von etwa 50 Millionen Internetnutzern in Deutschland geben nur 1 Million an, den Dienst regelmäßig auch aktiv zu nutzen, um Beiträge zu veröffentlichen.
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Bedeutung des Web 2.0 ein und stellt die Forschungsfragen bezüglich der optimalen Social-Media-Ausrichtung für Volkshochschulen in Deutschland.
2. Volkshochschulen in Deutschland: Dieses Kapitel definiert VHSen als Nonprofit-Dienstleistungsunternehmen und analysiert deren Rechtsformen, Finanzierungsstrukturen sowie die Besonderheiten im Kundenverhältnis.
3. Social Media: Es erfolgt eine definitorische Einordnung sowie eine Übersicht gängiger Plattformen, wobei insbesondere Blogs, soziale Netzwerke, Wikis und Foren hinsichtlich ihrer Relevanz für den deutschen Markt betrachtet werden.
4. Möglichkeiten für Volkshochschulen: Hier werden die klassischen Marketinginstrumente um die Dimensionen Personal, Prozess und Umfeld ergänzt und auf ihren Einsatz im Bereich Social Media bei VHSen hin untersucht.
5. Strategieentwicklung und Controlling: Basierend auf einer eigenen Online-Umfrage werden Leitlinien für die Konzeption einer Social-Media-Strategie, die Zielgruppenanalyse, Redaktionsplanung und Erfolgsmessung entwickelt.
6. Schlussbetrachtungen und Ausblick: Zusammenfassend wird das Potenzial von Social Media für die Zukunft der VHS-Bildungsangebote betont und die Notwendigkeit für Strukturen und Kompetenzaufbau unterstrichen.
Volkshochschulen, VHS, Social Media, Social Media Marketing, Nonprofit-Organisation, Dienstleistungsmanagement, Kundenbindung, Marketingmix, Online-Umfrage, Strategiekonzeption, Bildungsangebot, Web 2.0, Dialogkommunikation, Facebook, Controlling.
Die Thesis untersucht, wie Volkshochschulen soziale Medien nutzen können, um ihre Dienstleistungen moderner zu präsentieren, mit Zielgruppen zu interagieren und Marketinginstrumente effizienter zu gestalten.
Die Schwerpunkte liegen auf der Schnittstelle zwischen klassischem Dienstleistungsmarketing für Non-Profit-Organisationen und der digitalen Kommunikation durch Social Media Plattformen.
Das Ziel besteht darin, eine fundierte Strategiekonzeption für VHSen zu entwickeln, um den Einsatz von Social Media von einer Option zu einem strukturierten Marketing-Bestandteil zu transformieren.
Neben einer ausführlichen Literaturanalyse wird eine empirische Online-Umfrage unter 132 Volkshochschulen in vier deutschen Bundesländern ausgewertet, um den Ist-Stand und die Anforderungen in der Praxis zu erfassen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Verortung von NPOs, die Untersuchung von Social-Media-Plattformen, die Anwendung spezifischer Marketing-Instrumente auf VHSen sowie die Ableitung konkreter Strategien und Controlling-Kennzahlen.
Die wichtigsten Schlagworte sind Volkshochschulen, Social Media Marketing, Dienstleistungsmanagement, Kundenbindung, Nonprofit-Organisation und Strategieentwicklung.
Die Ergebnisse zeigen, dass Facebook bei Volkshochschulen die höchste Verbreitung und Akzeptanz als primärer Kommunikationskanal genießt.
Erfolgreiche Social-Media-Auftritte erfordern nicht zwingend hohe Zeitbudgets, aber eine klare Verantwortlichkeit (idealerweise im Marketing-Bereich), authentische Betreuung und interne Leitlinien.
Die Studie belegt, dass bereits eine moderater Aufwand (ca. 1-2 Stunden pro Woche) ausreicht, um eine signifikante Fan-Basis und Interaktion aufzubauen.
Der Autor konstatiert, dass viele VHSen Potenziale durch expliziten Ausschluss sozialer Medien verschenken und empfiehlt den Aufbau digitaler Strukturen, um auf den demografischen Wandel vorbereitet zu sein.
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