Examensarbeit, 2015
76 Seiten, Note: 1.3
Vorwort
1 Dyskalkulie
1.1 Begriffsbestimmung
1.2 Klassifikation
1.3 Diskrepanzkriterium
1.4 Epidemiologie
1.4.1 Prävalenz
1.4.2 Geschlechterverhältnis
1.4.3 Komorbidität
2 Entstehung und Erscheinungsformen
2.1 Symptomatik
2.2 Bedeutung des Zahlbegriffs – Zählentwicklung
2.2.1 Zählprinzipien
2.2.2 Modell der Entwicklung mathematischer Kompetenzen
2.3 Entwicklung und Verlauf
2.4 Psychische Faktoren
2.5 Verhaltensauffälligkeiten und Lernstörungen
3 Diagnostik
3.1 Schulleistungstests
3.2 Dyskalkulietests
3.3 Tests zu Erfassung der psychischen Symptomatik
4 Prävention – Förderung mathematischer Basiskompetenzen
4.1 Einfluss mathematischer Basiskompetenzen
4.2 Präventionsprogramme
4.2.1 Mengen, zählen, Zahlen - MZZ
4.2.2 Komm mit ins Zahlenland
5 Förderung und Intervention bei Rechenschwäche
5.1 Förderprogramme
5.2 Anschauungsmittel
5.3 Anforderungen an das Lernen mit rechenschwachen Kindern
5.4 Beratung im Umfeld
6 Rechtliche Aspekte
6.1 Dyskalkulie-Therapie und Finanzierung
6.2 Schulrechtliche Aspekte
7 Fazit und abschließende Fragestellung
Die Arbeit untersucht das komplexe Phänomen der Dyskalkulie, um Lehrkräften und Pädagogen fundierte Einblicke in den aktuellen Forschungsstand, diagnostische Verfahren und effektive Fördermöglichkeiten zu bieten. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie rechenschwache Kinder frühzeitig identifiziert und durch gezielte Interventionen in ihrer mathematischen Entwicklung sowie ihrer psychischen Stabilität unterstützt werden können.
Fehlendes Mengen- und Größenverhältnis
Konkrete Mengenzuordnungen bei Zahlwörtern und arabischen Ziffern misslingen, ebenso wie das Einschätzen von Mengen. Die Kinder zeigen Schwierigkeiten beim Erfassen kleiner Mengen, beim Überschlagsrechnen und beim Schätzen ob etwas „viel“ oder „wenig“ ist. Falsche oder gar unmögliche Rechenergebnisse werden nicht erkannt (zum Beispiel 10+15 = 325).
Mengenvarianzen werden nicht erkannt. Für das Verständnis von Zahlen ist es wichtig zu wissen, was ,gleich viel’, ,mehr’ und ,weniger’ bedeutet. Dass eine Anzahl gleich bleibt, wenn nichts weggenommen oder hinzugefügt wird, ist nicht selbstverständlich. Die Menge wird oft mit dem in Zusammenhang gebracht, was das Kind sieht. Ein anderes Gefäß beispielsweise, in dem die gleiche Menge Flüssigkeit nach mehr aussieht.38 „Mehr ist, was mehr aussieht“.39 In der Wissenschaft wird das als Varianz bezeichnet.
So zeigen sich bei Kindern mit einer Rechenschwäche häufig auch Schwierigkeiten beim Umrechnen und Abschätzen von Mengenangaben.
1 Dyskalkulie: Dieses Kapitel definiert den Begriff Dyskalkulie, grenzt ihn von anderen Rechenstörungen ab und erläutert Klassifikationssysteme sowie epidemiologische Daten.
2 Entstehung und Erscheinungsformen: Es werden die Symptomatik, die Entwicklung des Zahlbegriffs sowie psychische Faktoren und mögliche Verhaltensauffälligkeiten im Kontext einer Rechenschwäche beleuchtet.
3 Diagnostik: Dieser Abschnitt gibt einen Überblick über den diagnostischen Prozess und stellt verschiedene Schulleistungstests sowie Dyskalkulietests und Verfahren zur Erfassung der psychischen Symptomatik vor.
4 Prävention – Förderung mathematischer Basiskompetenzen: Das Kapitel widmet sich der Bedeutung mathematischer Vorläuferkompetenzen und stellt präventive Programme wie MZZ und "Komm mit ins Zahlenland" vor.
5 Förderung und Intervention bei Rechenschwäche: Hier werden Interventionsmöglichkeiten, konkrete Förderprogramme, der Einsatz von Anschauungsmitteln sowie die beratende Arbeit mit Eltern und dem Umfeld thematisiert.
6 Rechtliche Aspekte: Dieses Kapitel beleuchtet rechtliche Rahmenbedingungen für die Dyskalkulie-Therapie, Finanzierungsfragen sowie schulrechtliche Regelungen in Deutschland.
7 Fazit und abschließende Fragestellung: Die Arbeit schließt mit einer Reflexion über die Einordnung der Dyskalkulie als Krankheit im Sinne der WHO-Definition und betont die Wichtigkeit frühzeitiger Unterstützung.
Dyskalkulie, Rechenschwäche, Rechenstörung, Mathematik, Förderung, Intervention, Diagnostik, Prävention, Grundschule, Zahlbegriff, Schulleistungstest, Inklusion, Lernstörung, Basiskompetenzen, Teilleistungsschwäche.
Die Arbeit befasst sich umfassend mit der Dyskalkulie (Rechenschwäche), von ihrer theoretischen Definition bis hin zu praktischen Ansätzen für Prävention und Förderung im schulischen Kontext.
Die zentralen Felder umfassen die Begriffsklärung, Diagnostik, psychische Begleiterscheinungen, präventive Ansätze sowie Interventionsmethoden bei Rechenstörungen.
Das primäre Ziel ist es, Lehrkräften und Pädagogen einen fundierten Überblick über den aktuellen Forschungsstand zu geben und praktische Orientierungshilfen für die Arbeit mit rechenschwachen Kindern bereitzustellen.
Die Arbeit stellt verschiedene standardisierte Verfahren vor, darunter Schulleistungstests (z.B. DEMAT), Dyskalkulietests (z.B. ZAREKI-R) und Verfahren zur Erfassung der psychischen Symptomatik.
Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Entstehung, Diagnostik, präventive Förderung, spezifische Interventionsprogramme und rechtliche Rahmenbedingungen.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Dyskalkulie, Rechenschwäche, diagnostische Verfahren, mathematische Basiskompetenzen und Förderkonzepte.
Einige Programme verzichten darauf, da sie den Fokus auf die Vermittlung von Zahlen als Mengen legen und argumentieren, dass die Null in diesem spezifischen Kontext keine Zahl im Sinne einer Menge darstellt.
Die emotionale Unterstützung ist entscheidend, um zu verhindern, dass Misserfolge zu einem Teufelskreis aus Versagensängsten, Leistungsvermeidung und negativer Selbstkonzeptbildung führen.
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