Bachelorarbeit, 2015
38 Seiten, Note: 1,3
Geschichte Deutschlands - Erster Weltkrieg, Weimarer Republik
1 Propaganda als Kriegswaffe
1.1 Ziel und Abgrenzung dieser Arbeit
1.2 Definitionen der relevanten Begriffe
2 Der Hintergrund des Hohenzollern-Hasses
3 Die deutschen Soldaten als Zielgruppe
4 Die Methodik – Republikanische Flugblätter
4.1 Die äußeren (Gestaltungs-)Merkmale
4.2 Deutsche republikanische Autoren am Beispiel Wilhelm Ecksteins
4.3 Der Inhalt der Flugblätter
4.3.1 Der Kampf gegen Wilhelm II. und den preußischen Militarismus
4.3.2 Der Kampf für eine deutsche Republik
5 Untermauerung der Fassade – Die Hintergründe
5.1 Desertion als Weg in den Frieden
5.2 Freiheit und Demokratie
5.3 Politische Umstände
5.3.1 Kaiser Wilhelm II. und seine Politik
5.3.2 Karl Liebknecht und der Sozialismus
5.3.3 Der Sturz des russischen Zaren
6 Fazit: Konsequenzen der Republik-Propaganda
Die vorliegende Arbeit untersucht, mit welchen stützenden Fakten und Methoden französische Propagandisten im Ersten Weltkrieg eine sogenannte Republik-Propaganda gegen deutsche Soldaten aufbauten. Ziel ist es zu analysieren, wie durch das Vortäuschen einer demokratischen Fassade das Vertrauen der Soldaten gewonnen und eine Schwächung der deutschen Armee von innen heraus erreicht werden sollte.
4.2 Deutsche republikanische Autoren am Beispiel Wilhelm Ecksteins
Die Langversion dieser Flugabwurfkarte stammte von Wilhelm Eckstein, der unter dem Pseudonym Siegfried Balder schrieb. Er war einer mehrerer „deutsche[r] Staatsangehörige[r]“, die entweder in französischen Kriegsgefangenenlagern oder im neutralen Ausland, insbesondere der Schweiz, republikanische Schriften verfassten. Darunter Dr. Hermann Rösemeier, ehemaliger Chefredakteur der Berliner Morgenpost, Richard Grelling u.v.m. Von diesen Autoren berichtete sogar 1922, nach Erscheinen Hansis und Tonnelats Buch, eine französische Zeitung. Diese waren besonders geeignet, da sie mit ihrer Meinungsäußerung wegen ihrer (ehemaligen) Stellung für die Deutschen sehr glaubwürdig wirkten. Aufgrund der Authentizität, u. a. durch Detailinformationen zu den „deutschen Verhältnissen“, waren die Emigranten die stärkste Waffe der französischen Republik-Propaganda.
1 Propaganda als Kriegswaffe: Einführung in die strategische Nutzung von Flugblättern durch Frankreich, um durch moralische Kriegsführung eine schnelle Niederlage Deutschlands herbeizuführen.
2 Der Hintergrund des Hohenzollern-Hasses: Darstellung der historischen Demütigung Frankreichs durch das Kaiserreich und der damit verbundenen Revanche-Motivation der französischen Propagandisten.
3 Die deutschen Soldaten als Zielgruppe: Analyse der Soldaten als Adressaten der Propaganda, deren mangelnde innere Motivation durch gezielte Informationspolitik und Täuschung ausgenutzt wurde.
4 Die Methodik – Republikanische Flugblätter: Detaillierte Untersuchung der Gestaltung, der fälscherischen Taktiken und der Rolle von Emigranten wie Wilhelm Eckstein bei der Erstellung der Propagandaschriften.
5 Untermauerung der Fassade – Die Hintergründe: Untersuchung der eingesetzten psychologischen Faktoren, wie die Förderung von Desertion sowie die Instrumentalisierung von Idealen wie Freiheit, Demokratie und politischen Ereignissen zur Destabilisierung.
6 Fazit: Konsequenzen der Republik-Propaganda: Kritische Reflexion darüber, inwiefern die Republik-Propaganda tatsächlich zur Niederlage beitrug und welche negativen Auswirkungen diese Täuschung langfristig auf die Wahrnehmung der Demokratie in Deutschland hatte.
Republik-Propaganda, Erster Weltkrieg, Französische Flugblätter, Psychologische Kriegführung, Wilhelm II., Siegfried Balder, Preußischer Militarismus, Desertion, Demokratie, Hansi und Tonnelat, Feindpropaganda, Deutsche Revolution, Politische Täuschung, Moralische Kriegsführung, Kriegsmüdigkeit
Die Arbeit befasst sich mit der gezielten französischen Propaganda gegen deutsche Soldaten während des Ersten Weltkriegs, die darauf abzielte, durch eine vorgetäuschte „Republik-Propaganda“ das Vertrauen in die deutsche Monarchie zu untergraben.
Zentrale Themen sind die Gestaltung und Verbreitung von Flugblättern, die Rekrutierung von deutschen Emigranten als Autoren, die Instrumentalisierung politischer Begriffe wie Freiheit und Demokratie sowie die psychologische Zersetzung der deutschen Frontmoral.
Die Arbeit untersucht, mit welchen stützenden Fakten und Methoden die französischen Propagandisten eine Fassade aufbauten, die bei deutschen Soldaten so viel Vertrauen erweckte, dass sie einen gewinnenden Einfluss auf den Kriegsausgang ausüben konnte.
Es erfolgt eine quellenbasierte Analyse der Flugblätter und zeitgenössischer Werke wie denen von Hansi und Tonnelat sowie Hans Thimme, ergänzt durch eine Untersuchung der historischen Kontexte der damaligen Propagandatätigkeit.
Der Hauptteil analysiert die methodische Gestaltung der Schriften (Fälschungen, Layout), die Einbindung deutscher republikanischer Autoren (wie Siegfried Balder), die Taktiken zur Förderung von Desertion sowie die Instrumentalisierung historischer Ereignisse zur Diskreditierung des deutschen Kaiserhauses.
Republik-Propaganda, Erster Weltkrieg, Psychologische Kriegführung, Preußischer Militarismus, Desertion und Politische Täuschung sind die prägenden Begriffe dieser Untersuchung.
Ihre Beteiligung war entscheidend für die Glaubwürdigkeit der Schriften, da ihre ehemalige gesellschaftliche Stellung und ihre authentischen Detailkenntnisse über deutsche Verhältnisse die Soldaten deutlich eher überzeugten als offenkundig feindliche Texte.
Der Sturz des Zaren und der Aufstieg revolutionärer Kräfte in Russland wurden von französischen Propagandisten genutzt, um den deutschen Soldaten zu suggerieren, dass eine ähnliche Entwicklung auch in Deutschland notwendig und möglich sei, um Freiheit und Frieden zu erlangen.
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