Bachelorarbeit, 2015
87 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Digitalisierung der Gesellschaft
2.2 Begriffsverständnis Geschäftsmodell
2.3 Charakterisierung und klassische Geschäftsmodelle des Bankensektors
3. Veränderte Rahmenbedingungen für das Geschäftsmodell von Banken
3.1. Veränderungen der Kundenbedürfnisse
3.2. Aktuelle Ertragssituation
3.3. Digitaler Strukturwandel am Beispiel des Retail Banking
4. Konkurrenz durch alternative Geschäftsmodelle der IKT-Branche
4.1. Ursachen für die Ausbreitung der neuen Konkurrenz
4.2. Zahlungsverkehr
4.3. Peer to Peer Lending (P2P)
4.4. Crowdinvesting
4.5. Social Trading
5. Erfolgsfaktoren für eine erfolgreiche IKT-Transformation des Geschäftsmodells
5.1. Modellannahmen
5.2. Das digitale Geschäftsmodell
5.2.1. Erfolgsfaktor IT-Infrastruktur
5.2.2. Erfolgsfaktor Kundenzentrierung und Fokussierung
5.2.3. Erfolgsfaktor Innovation und Kooperation
5.3. Hindernisse der digitalen Transformation
6. Praxisbeispiel
6.1. Consorsbank
6.2. Erste Bank Österreich: s-Lab und MyGeorge
7. Fazit und Ausblick
Die Arbeit analysiert, wie die Digitalisierung die Geschäftsmodelle klassischer deutscher Banken unter dem Einfluss veränderter Kundenbedürfnisse und neuer Wettbewerber beeinflusst. Das Ziel ist es, auf Basis einer Konkurrenzanalyse und unter Berücksichtigung technologischer Treiber ein digitales Geschäftsmodell zu entwerfen, das traditionelle Kreditinstitute im digitalen Zeitalter wettbewerbsfähig hält.
1. Einleitung
Bereits im Jahr 1994 warnte Bill Gates die Bankenlandschaft vor neuen Konkurren ten, ausgelöst durch den kommenden Strukturwandel auf Basis der Informations und Kommunikationstechnologien (IKT): „Banking is essential for a modern econo my, banks are not“. Nachdem bereits die Musikindustrie, Printmedien sowie die Telekommunikationsbranche stark von der Digitalisierung betroffen sind, gibt es erste Tendenzen der Veränderungen innerhalb des Bankensektors. Die Anzahl der Zweigstellen in Deutschland nimmt über alle Institutsgruppen hinweg ab, Direktban ken gewinnen bedeutende Marktanteile im Privatkundengeschäft und alternative Geschäftsmodelle erhöhen das Risiko der Disintermediation. Diese Arbeit widmet sich der aktuellen Forschungsfrage, wie stark die Geschäftsmodelle der Kreditinsti tute in Deutschland vom digitalen Strukturwandel betroffen sind. Dabei soll die Fra ge beantwortet werden, ob es sich lediglich um Konsolidierungstendenzen im Retail Banking handelt oder um Veränderungen des gesamten Geschäftsmodells.
Ziel dieser Arbeit ist es, wesentliche Treiber des digitalen Wandels sowie die das Geschäftsmodell bedingenden Faktoren herauszuarbeiten. Hierfür ist es essentiell, nach einer Einführung über die theoretischen Grundlagen, einerseits die sich än dernden Rahmenbedingungen für das Geschäftsmodell von Banken, andererseits die Substituierbarkeit eben jener Geschäftsmodelle mittels einer Konkurrenzanalyse der IKT-Branche aufzuzeigen. Die Ergebnisse dieses ersten Teils bilden die Modell annahmen, auf deren Basis ein digitales Geschäftsmodell entworfen wird, mit Hilfe dessen traditionelle Banken bestmöglich für den Wettbewerb im digitalen Zeitalter gerüstet sind. Bei der Ausgestaltung dieses Modells wird neben dem Erfolgsfaktor der Zielgruppenorientierung insbesondere Bezug auf die IT-Infrastruktur und die Innovationsfähigkeit genommen.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den durch die IKT ausgelösten Strukturwandel im Bankensektor und definiert das Ziel der Arbeit, die Auswirkungen der Digitalisierung auf das Geschäftsmodell von Banken zu untersuchen.
2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die Megatrends der Digitalisierung, den Begriff des Geschäftsmodells und die klassischen Bankleistungen im deutschen Bankensektor.
3. Veränderte Rahmenbedingungen für das Geschäftsmodell von Banken: Der Fokus liegt auf dem Wandel des Privatkunden, der aktuellen Ertragslage unter Druck von Regulierung und Niedrigzins sowie dem Strukturwandel im Retail Banking.
4. Konkurrenz durch alternative Geschäftsmodelle der IKT-Branche: Eine Konkurrenzanalyse in den Bereichen Zahlungsverkehr, P2P Lending, Crowdinvesting und Social Trading zeigt die wachsende Bedrohung durch alternative, technologiegetriebene Finanzdienstleister auf.
5. Erfolgsfaktoren für eine erfolgreiche IKT-Transformation des Geschäftsmodells: Dieses Kapitel erarbeitet zentrale Erfolgsfaktoren wie eine moderne IT-Infrastruktur, konsequente Kundenzentrierung sowie Innovationskraft und Kooperationsfähigkeit.
6. Praxisbeispiel: Anhand der Consorsbank und der Erste Bank Österreich wird veranschaulicht, wie Banken die identifizierten Erfolgsfaktoren in die Praxis umsetzen können.
7. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit für traditionelle Banken, ihre Geschäftsmodelle zügig an die digitalen Rahmenbedingungen anzupassen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Digitalisierung, Geschäftsmodell, Banken, Kundenbedürfnisse, IKT, Zahlungsverkehr, Peer to Peer Lending, Crowdinvesting, Social Trading, Transformation, Kundenzentrierung, IT-Infrastruktur, Disintermediation, Retail Banking, Innovation.
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der Digitalisierung auf das klassische Geschäftsmodell deutscher Banken, insbesondere im Retail Banking, und wie diese auf veränderte Kundenbedürfnisse und neue Konkurrenz reagieren können.
Die Arbeit beleuchtet den digitalen Strukturwandel, die Analyse neuer Finanz-Wettbewerber sowie die Definition strategischer Erfolgsfaktoren für die digitale Transformation von Kreditinstituten.
Das Ziel ist die Erarbeitung eines digitalen Geschäftsmodells, das traditionelle Banken in die Lage versetzt, durch IT-Optimierung, Innovationskraft und Kundenzentrierung erfolgreich im Wettbewerb mit digitalen Anbietern zu bestehen.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Fundierung zum digitalen Wandel und kombiniert diese mit einer Konkurrenzanalyse alternativer Geschäftsmodelle sowie einer Untersuchung von Best-Practice-Beispielen aus der Praxis.
Im Hauptteil werden die veränderten Rahmenbedingungen für Banken, die Konkurrenz durch FinTechs und IKT-Unternehmen sowie konkrete Erfolgsfaktoren für eine IKT-Transformation analysiert.
Die Arbeit wird maßgeblich durch die Themen Digitalisierung, Geschäftsmodellwandel, Disintermediation, Kundenzentrierung und innovative Finanzierungsformen definiert.
Der Autor sieht im Anstieg des Online-Bankings eine Herausforderung, die zur Konsolidierung des Filialnetzes führt, jedoch bietet eine exzellente persönliche Betreuung weiterhin einen Wettbewerbsvorteil für Filialbanken.
Beide Institute dienen als Vorbild für die digitale Transformation, da sie konsequent auf Kundenzentrierung, digitale Prozesse und moderne Instrumente zur Interaktion setzen, um sich vom Wettbewerb abzuheben.
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