Masterarbeit, 2014
93 Seiten, Note: 1,3
1 Problemstellung
2 Zur Relevanz der geplanten Änderungen der Rechnungslegung für Versicherungsunternehmen
2.1 Zum Geschäftsmodell von Versicherungsunternehmen
2.2 Zur Bilanzierung der Aktiva von Versicherungsunternehmen – Regelungen zur Bilanzierung von Finanzinstrumenten nach IFRS 9 im Vergleich zu IAS 39
2.3 Zur Bilanzierung der Passiva von Versicherungsunternehmen - Geplante Regelungen zur Bewertung von Versicherungsverträgen nach dem Exposure Draft ED/2013/7: Insurance Contracts
2.3.1 Status Quo des Insurance Contracts Projekts
2.3.2 Bestimmung der zukünftig erwarteten Zahlungsströme
2.3.3 Bestimmung des Diskontierungszinses
2.3.4 Bestimmung der Risikomarge
2.3.5 Berechnung der Servicemarge
2.3.6 Weitere Regelungen des ED/2013/7
3 Kritische Analyse des Einflusses geplanter Änderungen der internationalen Rechnungslegung auf die Berichterstattung von Versicherungsunternehmen anhand eines Jahresabschlussmodells
3.1 Grundlegende Annahmen zum Aufbau des Jahresabschlussmodells nach den neuen Rechnungslegungsvorschriften
3.2 Modellierung der Umkategorisierung finanzieller Vermögenswerte in die Bewertungskategorien nach IFRS 9
3.3 Simulation des Eintritts möglicher Ereignisse und die Bilanzierung dieser nach den Regelungen des IFRS 4 Phase II des Standardentwurfs ED/2013/7
3.3.1 Erst- und Folgebewertung der Versicherungsverpflichtung bei konstanten Bewertungsparametern
3.3.2 Folgebewertung der Versicherungsverpflichtung bei Änderungen der zukünftig erwarteten Zahlungsströme und der Risikomarge
3.3.3 Folgebewertung der Versicherungsverpflichtung bei Änderung des Diskontierungszinses
3.4 Darstellung ausgewählter Effekte der Interaktion von IFRS 9 und IFRS 4 Phase II und ihre Auswirkungen auf den Jahresabschluss eines Lebensversicherungsunternehmens
3.4.1 Der Accounting Mismatch in der Versicherungsbilanz
3.4.2 Der Mirroring Approach
4 Aus dem Jahresabschlussmodell ableitbare Implikationen zum Einfluss der neuen internationalen Rechnungslegungsvorschriften auf ausgewählte Kennzahlen
4.1 Zur Volatilität der Ergebnisse und damit einhergehenden Auswirkungen auf erfolgswirtschaftliche Kennzahlen
4.1.1 Zu den erfolgswirtschaftlichen Konsequenzen erhöhter Volatilität
4.1.2 Auswirkungen auf den Jahresüberschuss und damit einhergehende Kennzahlen
4.1.3 Auswirkungen auf das Eigenkapital und damit einhergehende Kennzahlen
4.2 Konsequenzen für die Geschäfts- und Produktgestaltung von Lebensversicherern
5 Thesenförmige Zusammenfassung
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Auswirkungen künftiger internationaler Rechnungslegungsstandards (insbesondere IFRS 9 und IFRS 4 Phase II) auf die Berichterstattung von Versicherungsunternehmen. Ziel ist es, durch die Analyse eines fiktiven, aber realitätsnahen Jahresabschlussmodells zu verdeutlichen, wie sich diese Änderungen auf zentrale Kennzahlen auswirken, die für Investitionsentscheidungen von Eigen- und Fremdkapitalgebern relevant sind.
3.4.1 Der Accounting Mismatch in der Versicherungsbilanz
Die Zinssensitivitäten der Zahlungsströme aus Kapitalanlagen und Vertragsverpflichtungen in der Versicherungsbilanz sind aufgrund kürzerer Laufzeiten und Durationen der Kapitalanlagen unterschiedlich stark ausgeprägt. Eine Marktzinsänderung hat demnach unterschiedliche Auswirkungen auf Aktiva und Passiva des Lebensversicherers. Es handelt sich hierbei um einen ökonomischen Mismatch, da die Zahlungsströme aus den Kapitalanlagen und der Versicherungsverpflichtung unterschiedlich auf eine Änderung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen reagieren (IFRS 4.BC172(b); ED/2013/7.BC45). Wird dem ökonomischen Mismatch nicht durch das ALM entgegengesteuert, z.B. durch Abstimmung der Zahlungsströme (Cashflow Matching) oder der Durationen (Duration Matching), führt er zu erheblichen Volatilitäten der Ergebnisse.
Ein Accounting Mismatch entsteht, wenn sich eine Änderung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf gleiche Weise auf Vermögenswerte und Schulden auswirkt, diese jedoch aufgrund von Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften unterschiedlich dargestellt werden (IFRS 4.BC172(a); ED/2013/7.BC45).
Mit der Einführung einer FVOCI Kategorie für finanzielle Vermögenswerte sowie der FV-Option nach IFRS 9 und der Erfassung von Diskontierungszinsänderungen der Versicherungsverpflichtung im OCI nähert sich das IASB seinem Ziel, Accounting Mismatches zu vermeiden. Dennoch gelingt es dem Standardsetzer nicht, alle rechnungslegungsinduzierten Diskrepanzen in der Bewertung der Aktiva und Passiva zu beseitigen.
1 Problemstellung: Dieses Kapitel erläutert die Harmonisierung der internationalen Rechnungslegung und die Notwendigkeit adäquater Standards für die Versicherungsbranche zur Abbildung ihrer komplexen wirtschaftlichen Tätigkeiten.
2 Zur Relevanz der geplanten Änderungen der Rechnungslegung für Versicherungsunternehmen: Hier werden das Geschäftsmodell der Versicherer sowie die zentralen Bewertungsvorschriften für Aktiva (IFRS 9) und Passiva (ED/2013/7) detailliert analysiert.
3 Kritische Analyse des Einflusses geplanter Änderungen der internationalen Rechnungslegung auf die Berichterstattung von Versicherungsunternehmen anhand eines Jahresabschlussmodells: Dieser Teil enthält die praktische Simulation der Auswirkungen neuer Rechnungslegungsvorschriften anhand eines fiktiven Versicherungsunternehmens (InsuranceCo AG).
4 Aus dem Jahresabschlussmodell ableitbare Implikationen zum Einfluss der neuen internationalen Rechnungslegungsvorschriften auf ausgewählte Kennzahlen: Es wird untersucht, wie sich die neuen Standards auf Volatilität, Rentabilität und Eigenkapital auswirken und welche strategischen Konsequenzen dies für die Produktgestaltung hat.
5 Thesenförmige Zusammenfassung: Dieses Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf die Herausforderungen bei der Implementierung der neuen Standards.
IFRS 9, IFRS 4, Versicherungsverträge, Lebensversicherung, Fair Value, Accounting Mismatch, Risikomarge, Servicemarge, Diskontierungszins, Ergebnisvolatilität, Eigenkapital, Jahresabschlussmodell, Kennzahlen, Geschäftsmodell, Versicherungsaufsicht.
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen der geplanten internationalen Rechnungslegungsänderungen, insbesondere der neuen Standards für Finanzinstrumente (IFRS 9) und Versicherungsverträge (IFRS 4 Phase II), auf die Berichterstattung von Versicherungsunternehmen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Fair-Value-Bewertung, dem Management von ökonomischen und Accounting Mismatches sowie der Auswirkung dieser Bilanzierungspraktiken auf zentrale Leistungskennzahlen von Versicherern.
Das Ziel ist die Verdeutlichung der Konsequenzen künftiger Rechnungslegungsvorschriften für Lebensversicherungsunternehmen anhand eines Jahresabschlussmodells, um die Auswirkungen auf Rentabilität, Liquidität und Eigenkapital besser abschätzen zu können.
Die Arbeit nutzt eine deduktive Modellbildung in Form eines fiktiven Jahresabschlussmodells ("InsuranceCo AG"), um die Auswirkungen von Regulierungsänderungen auf Bilanzen und Kennzahlen zu simulieren.
Der Hauptteil umfasst die detaillierte Darstellung der Bilanzierungsregeln, die Modellierung von Umkategorisierungseffekten, die Simulation von Ereignissen bei Versicherungsverbindlichkeiten sowie die Analyse der Volatilität von Kennzahlen.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie IFRS 9, Versicherungsverträge, Fair Value, Accounting Mismatch, Ergebnisvolatilität und Kennzahlenanalyse beschreiben.
Er entsteht, wenn Änderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen Aktiva und Passiva gleich beeinflussen, diese aber aufgrund unterschiedlicher Bewertungsvorschriften bilanziell verschieden erfasst werden, was zu künstlicher Volatilität führt.
Ein Bewertungsansatz für Verträge, bei denen Versicherungsleistungen direkt an die Wertentwicklung von zugrundeliegenden Kapitalanlagen gekoppelt sind, um durch parallele Bewertung ökonomische Mismatches bilanztechnisch zu eliminieren.
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