Bachelorarbeit, 2015
71 Seiten, Note: 1,3
Theoretischer Hintergrund
Einleitung
Empathie
Empathietheorie
Empathie bei sozialen Berufen
Eigenschaft versus Fähigkeit
Einflussfaktoren auf die Empathiefähigkeit
Vorliegende Untersuchung
Methode
Versuchspersonen
Versuchsmaterial
Versuchsdurchführung
Ergebnisse
Diskussion
Ziel dieser Arbeit ist es, den Einfluss der Berufsgruppe (sozial vs. nicht-sozial) und der Berufserfahrung auf die Empathiefähigkeit von Personen zu untersuchen, wobei soziodemografische Kovariaten wie Geschlecht und Alter berücksichtigt werden.
Einleitung
Als Ben seinen Großeltern berichtet, dass er sein Abitur erfolgreich abgeschlossen hat, brechen sie mit ihm gemeinsam in Jubel aus, als wenn sie selbst vor kurzem erst die Abiprüfung bestanden hätten. Anna schießen die Tränen in die Augen, als sie erfährt, dass die Mutter ihrer besten Freundin gestorben ist. Max verspürt einen unwillkürlichen Schmerz, als er sieht wie eine Tür zugeschlagen wird und sein Freund sich dabei die Finger zwischen Tür und Rahmen einklemmt. Alle haben eins gemeinsam: Empathie. „Freude an der Freude und Leid am Leid des Anderen, das sind die besten Führer der Menschen“ sagte bereits Albert Einstein (1931, zitiert nach Einstein & Calaprice, 2005, S. 131). Das Zusammenleben der Menschen würde ohne Empathie nicht gelingen. Empathie ist ohne Frage eine wichtige Fähigkeit. Sie ermöglicht uns zu erkennen, wie sich eine andere Person fühlt oder was diese vielleicht denkt (Baron-Cohen & Wheelwright, 2004).
Empathie erlaubt uns, die Absichten anderer zu verstehen, ihr Verhalten vorherzusagen und ein Gefühl zu erleben, welches durch die Emotion anderer ausgelöst wird. Kurz gesagt, ermöglicht uns die Empathie in der sozialen Welt effektiv zu interagieren (Baron-Cohen & Wheelwright, 2004). Es gibt dennoch interindividuelle Unterschiede im Ausmaß des Erlebens der Empathie. Warum ist eine Person empathischer als die andere? Gibt es Merkmale, in denen sie sich unterscheiden? Empathie spielt besonders in sozialen Berufen eine essentielle Rolle, wie zum Beispiel bei der Beziehung zwischen Therapeut und seinem Patienten (Burns & Nolen-Hoeksema, 1992; Clark, 2010; Rogers, 1975).
Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel definiert Empathie als multidimensionales Konstrukt, beschreibt das Vier-Komponenten-Modell nach Davis und erörtert die Bedeutung von Empathie in sozialen Berufen sowie Einflussfaktoren.
Methode: Hier wird das Studiendesign erläutert, welches 1676 Versuchspersonen mittels Online-Fragebogen, dem "Reading the Mind in the Eyes Test" und dem Saarbrücker Persönlichkeitsfragebogen untersuchte.
Ergebnisse: Das Kapitel präsentiert die statistische Auswertung der Daten, wobei signifikante Unterschiede in der Empathiefähigkeit bezüglich Berufsgruppe, Geschlecht und Alter aufgezeigt werden.
Diskussion: Dieses Kapitel reflektiert die Ergebnisse kritisch, hinterfragt die Hypothesen und diskutiert Implikationen für die zukünftige Forschung sowie die berufliche Praxis.
Empathie, Soziale Berufe, Berufserfahrung, Saarbrücker Persönlichkeitsfragebogen, Reading the Mind in the Eyes Test, Kognitive Empathie, Affektive Empathie, Perspektivübernahme, Soziodemografische Faktoren, Psychologie, Berufswahl, Empirische Untersuchung.
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Empathiefähigkeit einer Person und ihrem beruflichen Hintergrund (sozialer vs. nicht-sozialer Beruf) sowie der vorhandenen Berufserfahrung.
Die Arbeit fokussiert auf die theoretische Abgrenzung von Empathiekomponenten, die Rolle von Empathie in sozialen Berufsfeldern und die Prüfung von Faktoren, die Empathie beeinflussen können.
Das Ziel ist festzustellen, ob Personen, die in sozialen Berufen arbeiten oder diese anstreben, über eine höhere Empathiefähigkeit verfügen als Personen in nicht-sozialen Bereichen.
Die Untersuchung basiert auf einer quantitativen Online-Befragung von 1676 Probanden unter Verwendung des Saarbrücker Persönlichkeitsfragebogens (SPF) und des "Reading the Mind in the Eyes Test".
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Überblick, eine detaillierte Beschreibung der empirischen Methode sowie die Darstellung der statistischen Ergebnisse und deren Diskussion.
Empathiefähigkeit, Soziale Berufe, Berufserfahrung, kognitive/affektive Empathie und psychologische Eignungsdiagnostik.
Entgegen der Hypothese konnte kein positiver Effekt der allgemeinen Berufserfahrung auf die Empathiefähigkeit nachgewiesen werden.
Die Daten bestätigen die Ergebnisse früherer Studien, dass Frauen im Vergleich zu Männern ein höheres Ausmaß an Empathie aufweisen.
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