Bachelorarbeit, 2015
50 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Relevanz der Thematik und Zielsetzung der Arbeit
1.2 Aufbau und Vorgehensweise
2 Einführung in die Thematik Work-Life-Balance
2.1 Betrachtung und Abgrenzung der einzelnen Begriffsbestandteile
2.2 Gesamtheitliche Definition im Sinne dieser Arbeit
3 Sozioökonomische Trends und daraus resultierende Beweggründe für das Streben nach Work-Life-Balance
3.1 Gesellschaftlicher Wertewandel
3.2 Generation Y
3.3 Fachkräftemangel als Folge des demografischen Wandels
4 Work-Life-Balance-Maßnahmen in Unternehmen
4.1 Primäre Work-Life-Balance-Maßnahmen
4.1.1 Flexible Arbeitszeitgestaltung
4.1.2 Flexible Gestaltung des Arbeitsortes durch Telearbeit
4.2 Sekundäre Work-Life-Balance-Maßnahmen am Beispiel des betrieblichen Gesundheitsmanagements
5 Praktische Umsetzung von Work-Life-Balance-Maßnahmen in Unternehmen
5.1 Ziel und Aufbau der Befragung
5.2 Untersuchungsmethoden, Auswahl und Ansprache der Betriebe
5.3 Auswertungen der Ergebnisse der quantitativen Untersuchung
5.3.1 Auswertung der ersten These
5.3.2 Auswertung der zweiten These
5.3.3 Auswertung der dritten These
6 Fazit
Die Bachelor-Thesis untersucht die Zusammenhänge zwischen den sozioökonomischen Trends, insbesondere dem Fachkräftemangel und den Ansprüchen der Generation Y, und der Implementierung von Work-Life-Balance-Maßnahmen in deutschen Unternehmen. Ziel ist es zu analysieren, ob Unternehmen einen Fachkräftemangel wahrnehmen und inwieweit sie Work-Life-Balance-Maßnahmen als Lösungsansatz nutzen.
3.1 Gesellschaftlicher Wertewandel
Die Bedürfnisse und Wertevorstellungen der Bevölkerung haben sich seit den 1960ern erheblich gewandelt. Dieses Phänomen des Wandels lässt sich mit der Sozialisationshypothese erläutern. Diese Hypothese unterteilt die Menschen in Materialisten und Postmateriallisten. Sie geht davon aus, dass deren grundlegende Wertevorstellungen die Bedingungen widerspiegeln, unter denen sie aufgewachsen sind.
Als materialistisch wird die Nachkriegsgeneration bezeichnet, welche besonders durch ihren Arbeits- und Aufbauwillen geprägt ist. Für sie sind Werte wie Ordnung, Sicherheit. Wohlstand, Recht und Geldstabilität bedeutsam. Für die postmaterialistische Generation, die im Wohlstand aufgewachsen ist, sind diese materiellen Werte selbstverständlich und sie haben daher Zeit, sich auf Freizeitgestaltung, Spaß und Genuss, persönliche Lebensgestaltung und Selbstverwirklichung zu konzentrieren. Sie streben nach Werten wie Meinungsfreiheit, Nachhaltigkeit, Toleranz und Mitbestimmung am Arbeitsplatz. Eine wichtige Gruppe, die den Postmaterialisten zuzuzählen ist und die unsere Gesellschaft heutzutage erheblich beeinflusst, ist die sogenannte Generation Y, die im Folgenden näher beschrieben wird.
1 Einleitung: Diese Einführung erläutert die Relevanz der Thematik, insbesondere den Fachkräftemangel und die Rolle der Generation Y, und beschreibt den Aufbau der Arbeit.
2 Einführung in die Thematik Work-Life-Balance: In diesem Kapitel werden die Bestandteile des Begriffs Work-Life-Balance analysiert, um eine ganzheitliche Definition für die Arbeit abzuleiten.
3 Sozioökonomische Trends und daraus resultierende Beweggründe für das Streben nach Work-Life-Balance: Hier werden der gesellschaftliche Wertewandel, die Generation Y und der demografische Wandel als zentrale Treiber für den Bedarf an Work-Life-Balance-Maßnahmen untersucht.
4 Work-Life-Balance-Maßnahmen in Unternehmen: Dieses Kapitel stellt verschiedene primäre Maßnahmen wie flexible Arbeitszeitmodelle und sekundäre Maßnahmen wie das betriebliche Gesundheitsmanagement detailliert vor.
5 Praktische Umsetzung von Work-Life-Balance-Maßnahmen in Unternehmen: Der empirische Teil umfasst eine quantitative Befragung von 34 Unternehmen zur Validierung aufgestellter Thesen über den Zusammenhang von Fachkräftemangel, Generation Y und Work-Life-Balance-Maßnahmen.
6 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der theoretischen und empirischen Erkenntnisse und ordnet diese in den Kontext der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen ein.
Work-Life-Balance, Generation Y, Fachkräftemangel, Wertewandel, Demografischer Wandel, Flexible Arbeitszeitmodelle, Telearbeit, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Personalmanagement, Mitarbeiterbindung, Rekrutierung, Arbeitgeberattraktivität, Unternehmenskultur, Empirische Untersuchung, Personalpolitik.
Die Arbeit untersucht die Wechselwirkungen zwischen dem demografischen Wandel, den Ansprüchen der Generation Y und der Bedeutung betrieblicher Work-Life-Balance-Maßnahmen.
Zentrale Themen sind der gesellschaftliche Wertewandel, die spezifischen Anforderungen der Generation Y an ihre Arbeitswelt sowie die Auswirkungen des demografischen Wandels auf den Fachkräftemangel in Deutschland.
Das Ziel ist die wissenschaftliche Analyse, ob Unternehmen einen Fachkräftemangel erkennen und ob sie Work-Life-Balance-Maßnahmen gezielt als strategisches Instrument zur Rekrutierung und Bindung von Fachkräften einsetzen.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie einem empirischen Teil, bestehend aus einer quantitativen Online-Umfrage unter 34 Unternehmen und einem qualitativen Experteninterview.
Der Hauptteil behandelt theoretische Definitionen, sozioökonomische Trends, konkrete Maßnahmen wie Arbeitszeitflexibilisierung und Gesundheitsmanagement sowie die Auswertung der empirischen Daten hinsichtlich der drei aufgestellten Thesen.
Wichtige Schlagworte sind Generation Y, Work-Life-Balance, Fachkräftemangel, Personalbindung und betriebliches Gesundheitsmanagement.
Die Arbeit klassifiziert Maßnahmen in primäre Ansätze, die direkt die Erwerbsarbeit betreffen (z.B. Arbeitszeit, Arbeitsort), und sekundäre Ansätze, die soziale oder gesundheitliche Unterstützung bieten.
Die Studie zeigt, dass nahezu alle befragten Unternehmen (97%) mindestens eine Maßnahme anbieten, wobei eine gewisse Unkenntnis über die inhaltliche Breite des Begriffs Work-Life-Balance bei einigen Personalleitern festzustellen ist.
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