Examensarbeit, 2004
97 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Entwicklung des Holzbaus
2.1 Früher Holzbau in Mitteleuropa
2.2 Der moderne Holzbau
3. Anforderungen an tragende Wände
3.1 Architektonische Gestaltung
3.2 Statische Tragfähigkeit
3.3 Bauphysikalische Anforderungen
3.3.1 Wärmeschutz
3.3.2 Feuchteschutz
3.3.3 Dichtheit
3.3.4 Schallschutz
3.3.5 Brandschutz
3.3.6 Holzschutz
3.4 Hygienische Aspekte
3.5 Ökologische Aspekte
3.6 Ökonomische Aspekte
4. Holzbauwände
4.1 Massivholzbau
4.1.1 Blockbau
4.1.2 Ständer-Bohlenbau
4.1.3 Moderne Massivholzbausysteme
4.1.4 Bauphysikalische Besonderheiten
4.2 Fachwerkbau
4.2.1 Fachwerkhölzer
4.2.2 Verbindungen
4.2.3 Ausfachungen
4.2.4 Bauphysikalische Besonderheiten
4.3 Holzrahmenbau / Holztafelbau
4.3.1 Holzrahmenbau
4.3.2 Holztafelbau
4.3.3 Charakteristik des Tragwerkes
4.3.4 Bauphysikalische Besonderheiten
4.3.5 Anschlussdetails
5. Massivwände in Mauerwerk und Stahlbeton
5.1 Mauerwerk
5.2 Stahlbeton
5.3 Massivbau-Wandkonstruktionen
6. Gegenüberstellung Holz – Mauerwerk - Stahlbeton
6.1 Architektonische Gestaltung
6.2 Statische Tragfähigkeit
6.3 Bauphysikalische Anforderungen
6.3.1 Wärmeschutz
6.3.2 Feuchteschutz
6.3.3 Luftdichtheit
6.3.4 Schallschutz
6.3.5 Brandschutz
6.4 Hygienische Aspekte
6.5 Ökologische Aspekte
6.5.1 Energiebilanz der Herstellung
6.5.2 Lokale Verfügbarkeit
6.5.3 Nachhaltigkeit der Baustoffe
6.5.4 Recycling / Entsorgung
6.6 Ökonomische Aspekte
6.6.1 Herstellungskosten
6.6.2 Laufende Kosten
7. Vergleich Holz - Mauerwerk - Stahlbeton
8. Fazit
Die Arbeit untersucht verschiedene Wandkonstruktionen im Holzbau hinsichtlich ihrer Anforderungen, Konstruktionsprinzipien und Bauausführung im Vergleich zu massiven Bauweisen wie Mauerwerk und Stahlbeton.
1. Einleitung
Der Holzbau hat in den mitteleuropäischen Breiten eine lange Tradition. Neben dieser alten handwerklichen Baukunst erscheint Holz heutzutage auch in einem neuen Erscheinungsbild. Besonders in den 90er Jahren erlebte der Holzbau unter dem Gesichtspunkt von Ökologie und Ökonomie eine „Renaissance“. In seiner Geschichte entwickelte sich Holz vom Baumaterial einfachster Unterkünfte zum anspruchsvollen Rohstoff für hochkomplexe Bauprojekte, wie z.B. das Expodach in Hannover.
Technologische Entwicklungen in Bereichen der Verbindungsmittel, der Holzwerkstoffe und dem zunehmenden EDV-Einsatz ermöglichen es diesen Baustoff in den vielseitigsten Baukonstruktionen einzusetzen. Neben großen Sport-, Schwimm- und Konzerthallen, Brückenkonstruktionen und ähnliches hat Holz auch im Bereich des klassischen Hausbaus an Prestige gewonnen. Verschiedene Konstruktionsweisen und Fertigungsmethoden erlauben dabei Variationen in Preis, Lebensdauer, Materialaufwand und Aussehen.
Subjektiv verbindet man Holz mit Begriffen wie warm, natürlich, behaglich und gesund. Neben diesen lassen sich weitaus objektivere Vorteile finden: Nachwachsender Rohstoff, CO2 speichernd, Geringer Energieaufwand, Leicht und energiesparend zu verarbeiten, Trockene Bauweise, Kurze Bauzeit durch Vorfertigung, Guter Wärmeschutz ist leicht zu erreichen, Vollständige Verwertung leicht zu erreichen; kein Abfall, Neue Holzwerkstoffe ermöglichen moderne Holzbauweise, Angenehmes Wohnklima, Wohnflächengewinnung durch relativ „dünne“ Außenbauteile, Wiederverwertbarkeit: stoffliches Recycling, Bauen auch ohne Holzschutzmittel möglich, Resistent gegen viele Chemikalien, Regional verfügbar, Problemlos entsorgbar.
1. Einleitung: Beschreibt die Renaissance des Holzbaus unter ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten sowie dessen Entwicklung vom einfachen Baumaterial zum modernen Rohstoff für komplexe Bauvorhaben.
2. Entwicklung des Holzbaus: Analysiert die historische Entwicklung von frühen Zelt- und Pfahlbauten über den Flechtwerkwandbau bis hin zu Block- und Fachwerkbauweisen.
3. Anforderungen an tragende Wände: Definiert die zentralen Kriterien für Außenwände, darunter architektonische, statische und bauphysikalische Anforderungen wie Wärme-, Feuchte-, Schall- und Brandschutz.
4. Holzbauwände: Detailliert die verschiedenen Holzbauarten wie Massivholzbau, Fachwerkbau sowie Holzrahmen- und Holztafelbau und beleuchtet deren spezifische konstruktive Aufbauweisen.
5. Massivwände in Mauerwerk und Stahlbeton: Gibt einen Überblick über die Materialien Mauerwerk und Stahlbeton als alternative Massivbauweisen zu Holzkonstruktionen.
6. Gegenüberstellung Holz – Mauerwerk - Stahlbeton: Vergleicht die drei Bauweisen anhand von architektonischen, statischen, bauphysikalischen, ökologischen und ökonomischen Faktoren.
7. Vergleich Holz - Mauerwerk - Stahlbeton: Bewertet die Baustoffgruppen anhand von Kennzahlen und Einzeleigenschaften, um eine Entscheidungshilfe für die Wahl des geeigneten Wandbaustoffes zu bieten.
8. Fazit: Fasst das Potenzial von Holz als Baustoff der Zukunft zusammen und betont die Notwendigkeit einer fachgerechten Planung und Zusammenarbeit aller Beteiligten.
Holzbau, Außenwandkonstruktion, Massivholzbau, Fachwerkbau, Holzrahmenbau, Holztafelbau, Bauphysik, Wärmeschutz, Tauwasserschutz, Schallschutz, Brandschutz, Holzschutz, Nachhaltigkeit, Mauerwerk, Stahlbeton.
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse und dem Vergleich verschiedener Wandkonstruktionen im Holzbau, eingebettet in einen technischen Vergleich mit massiven Bauweisen wie Mauerwerk und Stahlbeton.
Die zentralen Themen umfassen die bauphysikalischen Anforderungen an Außenwände, die konstruktiven Unterschiede verschiedener Holzbauweisen sowie ökologische und ökonomische Bewertungskriterien für Baustoffe.
Ziel ist es, einen Einblick in moderne Außenwandkonstruktionen im Holzbau zu geben, deren Entstehung, Arten und Vor- bzw. Nachteile zu differenzieren und abschließend eine Bewertung gegenüber anderen Wandbaustoffen vorzunehmen.
Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse, den Vergleich technischer Normen (DIN) und die Auswertung bautechnischer Erkenntnisse zur Materialbeschaffenheit und Konstruktionsausführung.
Im Hauptteil werden die technischen Anforderungen an Wände im Detail definiert, gängige Holzbausysteme (Blockbau, Fachwerk, Rahmen-/Tafelbau) strukturell untersucht und schließlich mit massiven Wandkonstruktionen aus Beton und Mauerwerk verglichen.
Wesentliche Begriffe sind Holzbau, Bauphysik, Wärmeschutz, Holzschutz, Nachhaltigkeit sowie der Vergleich zwischen Holz, Mauerwerk und Stahlbeton hinsichtlich ihrer statischen und bauphysikalischen Eignung.
Da Holz ein feuchtesensibler Baustoff ist, führt Kondensationsfeuchtigkeit im Wandinneren leicht zu Schäden durch Pilzbefall oder Dämmungsverlust; daher sind bei Holzbauweisen spezielle konstruktive Maßnahmen wie Dampfbremsen oder diffusionsoffene Aufbauten essenziell.
Sie gilt als robuster, da eindringender Wasserdampf problemloser nach außen diffundieren kann und die Wandkonstruktion weniger anfällig für durch kleine Leckagen verursachte Feuchteschäden ist.
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