Lizentiatsarbeit, 2004
67 Seiten, Note: 1.5
Einleitung
A. Grundlegung zum Markencontrolling für Dienstleistungen
I. Einführung in die Thematik
a) Begriff und Systematisierung von Dienstleistungen
b) Marken und Markenbewertung
(1) Definition von Marken
(2) Funktionen der Marke
(3) Begriff des Markenwerts und der Markenstärke
II. Besonderheiten von Dienstleistungsmarken
a) Notwendigkeit der Markierung von Dienstleistungen
b) Visualisierung des Markenzeichens
c) Erscheinungsformen von Dienstleistungsmarken
III. Stellenwert und Gegenstand des Markencontrollings
a) Begriffliche Abgrenzung des Markencontrolling
b) Ziele und Aufgaben des Markencontrolling
c) Anforderungen an das Markencontrolling
B. Konzeption eines Markencontrollingsystems für Dienstleistungsunternehmen
I. Zielgrössen des Markencontrollings
a) Ableitung von Zielgrössen aus übergeordneten Unternehmenszielen
b) Anforderungen an Zielgrössen im Rahmen des Markencontrolling
c) Markenstärke als Zielgrösse
d) Markenwert als Zielgrösse
II. Die Funktionen des Markencontrollingsystems
a) Die Koordinationsfunktion
b) Die Planungs- und Kontrollfunktion
(1) Strategisch
(2) Operativ
c) Die Informationsversorgungsfunktion
(1) Ermittlung des Informationsbedarfs
(2) Informationsbeschaffung
(3) Informationsübermittlung
d) Aufgabe eines strategischen Früherkennungssystems
III. Instrumente des Markencontrollings
a) Strategische Instrumente
b) Operative Instrumente
c) Balanced Scorecard als integratives Markencontrollinginstrument
C. Umsetzung des Markencontrollings in Banken
I. Der Aufbau einer Dienstleistungsmarke im Bankensektor
a) Hintergründe für die Markenfokussierung
b) Markenpolitische Besonderheiten
(1) Merkmale der Branche
(2) Die Markenarchitektur
c) Ziel einer Markenstrategie bei Banken
II. Entwicklung einer Markenstrategie für die UBS
a) Bestimmung der markenpolitischen Ziele
b) Abgrenzung strategischer Optionen
c) Umsetzung der Markenstrategie
III. Sicherung der Markenentwicklung mittels einer Balanced Scorecard
a) Grundstruktur einer Balanced Scorecard für die Markenführung
b) Auswahl und Gestaltung markenrelevanter Kennzahlen in einer Balanced Scorecard
Die Arbeit verfolgt das Ziel, den Controllingzyklus von Dienstleistungsmarken innerhalb einer wertorientierten Unternehmensführung zu konzipieren und darzustellen. Dabei wird die zentrale Forschungsfrage behandelt, wie ein Markencontrollingsystem für Dienstleistungsunternehmen ausgestaltet sein muss, um den Markenwert nachhaltig zu steigern und als Steuerungsgröße zu dienen.
b) Visualisierung des Markenzeichens
Die Immaterialität stellt auch für die Anbringung einer Markierung und die Benennung des Produkts eine Herausforderung dar. Ein Sachgut bedarf streng genommen keinen Namen, da sich jeder von der physischen Beschaffenheit am Gut selbst überzeugen kann. Bei Dienstleistungen ist dies nicht der Fall, da die Leistung erst mit dem Erstellungsprozess Realität wird. Voraussetzung für das Zustandekommen einer ökonomischen Transaktion ist dabei eine der Leistung vorgelagerte Verhandlung zwischen Transaktionspartnern. Dies erfordert eine Benennung der auszutauschenden Leistungsbestandteile. Eine hinreichende Spezifizierung erfährt die Leistung jedoch erst mit der Nennung desjenigen, der die Leistung erbringt, da ohne dessen Potentialfaktoren die Dienstleistung nicht erstellt werden kann. Damit ist die Bezeichnung als Voraussetzung einer Markierung und insbesondere als grundsätzliche Bedingung für das Zustandekommen von Dienstleistungstransaktionen anzusehen.
Ein offensichtlich markentechnisches Problem besteht anschliessend darin, das Markenzeichen aufgrund der Nichtgreifbarkeit der Dienstleistung auf dem Produkt anzubringen. Die Kundenbeteiligung am Leistungserstellungsprozess bedingt, dass die Dienstleistungsnutzung nicht als punktueller Eindruck, sondern als Prozess erlebt wird. Das generiert dem Leistungsersteller eine Fülle von Kundenkontaktpunkten (Touchpoints), die der eigentlichen Kernleistung vor- und nachgelagert sind. Diese Kundenkontaktpunkte enthalten eine Reihe von materiellen Elementen, die vom Kunden als Schlüsselinformationen genutzt werden, um sich einen Eindruck von der Gesamtqualität der Dienstleistung zu machen. Zu diesen Kontaktpunkten gehören zum einen die direkten persönlichen Kontakte zwischen dem Kundenkontaktpersonal des Dienstleisters und dem Kunden, zum anderen die vielfältigen tangiblen Elemente des physischen Umfeldes.
Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz von Marken für Dienstleistungsunternehmen ein und begründet den Bedarf eines spezifischen Controllings zur Steigerung des Unternehmenswertes.
A. Grundlegung zum Markencontrolling für Dienstleistungen: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Dienstleistung, beleuchtet die Besonderheiten bei deren Markierung und grenzt das Markencontrolling als Subsystem des Marketing-Controllings ab.
B. Konzeption eines Markencontrollingsystems für Dienstleistungsunternehmen: Der Hauptteil entwickelt ein systematisches Controllingmodell, das Zielgrößen wie Markenwert und Markenstärke integriert sowie Funktionen und Instrumente zur Koordination und Frühwarnung beschreibt.
C. Umsetzung des Markencontrollings in Banken: Abschließend wird das erarbeitete Konzept auf die Bankenbranche übertragen, wobei insbesondere der Aufbau einer Dienstleistungsmarke und die Implementierung einer Balanced Scorecard bei der UBS erläutert werden.
Markencontrolling, Dienstleistungsmarken, Markenwert, Markenstärke, Balanced Scorecard, Markenstrategie, Markenführung, Kundenkontaktpunkte, Wertorientierte Unternehmensführung, Controllingzyklus, Markenidentität, Finanzdienstleister, Markenbewertung, operative Steuerung, strategische Planung.
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und Gestaltung eines Markencontrollingsystems, das speziell auf die Bedürfnisse und Besonderheiten von Dienstleistungsmarken zugeschnitten ist.
Im Fokus stehen die theoretische Grundlegung der Markenbewertung für Dienstleistungen, die Ableitung von Zielgrößen für ein Controllingsystem sowie die methodische Umsetzung in der Unternehmenspraxis.
Das primäre Ziel ist es, den Controllingzyklus von Dienstleistungsmarken innerhalb einer wertorientierten Unternehmensführung theoretisch fundiert darzustellen und praktisch anwendbar zu machen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zu aktuellen Markenbewertungsmodellen und Controllingkonzepten sowie deren systematischer Übertragung auf Dienstleistungskontexte und der praktischen Fallstudie einer Großbank.
Der Hauptteil gliedert sich in die Konzeption eines Markencontrollingsystems (Zielgrößen, Funktionen, Instrumente) sowie die detaillierte Anwendungsbeschreibung dieses Systems im Bankensektor.
Zentrale Begriffe sind Markencontrolling, Markenwert, Dienstleistungsmarken, Balanced Scorecard und wertorientierte Unternehmensführung.
Die Arbeit schlägt die Verwendung von sowohl monetären als auch psychographischen Kennzahlen vor, die in einer Balanced Scorecard integriert werden, um Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge sichtbar zu machen.
Die BSC ermöglicht es, neben klassischen Finanzkennzahlen auch nicht-monetäre Aspekte wie Kundenzufriedenheit und Markenwahrnehmung ganzheitlich abzubilden und so den "immateriellen" Wert der Marke in das operative Management zu integrieren.
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