Bachelorarbeit, 2014
46 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Gang der Untersuchung
2. Bestandsaufnahme
2.1 Gesetzesentwurf der Bundesregierung
2.2 Anzahl und Struktur der voraussichtlich Betroffenen
3. Verfassungsmäßigkeit eines gesetzlichen Mindestlohns
3.1 Eingriff in die Koalitionsfreiheit
3.2 Verfassungsrechtliche Rechtfertigung
3.2.1 Recht auf menschenwürdiges Existenzminimum
3.2.2 Verhältnismäßigkeit
3.2.3 Stabilität der sozialen Sicherungssysteme
4. Mindestlohn im Lichte der ökonomischen Theorien
4.1. Mindestlohn nach der Klassisch-Neoklassischen Theorie
4.1.1 Ausgangspunkt
4.1.2 Auswirkungen der Mindestlohneinführung
4.1.3 Kritische Bewertung des Modells
4.1.3.1 Veränderte Arbeitsangebotskurve
4.1.3.2 Substitutionseffekte
4.1.3.3 Steigung der Produktivität
4.1.3.4 Monopsonbildung
4.2 Mindestlohn nach der Keynesianischen Theorie
4.2.1 Ausgangspunkt
4.2.2 Auswirkungen der Mindestlohneinführung
5. Empirische Untersuchungen
5. 1 Weltweite Studien zum Mindestlohn
5.1.1 Mindestlohn in Europa
5.1.2 Weltweite Studienergebnisse
5.1.2.1 Erfahrungen aus den USA
5.1.2.2 Europäische Studien
5.1.2.3 Zusammenfassung der Ergebnisse
5.2 Evaluationen der Branchenmindestlöhne nach dem AEntG
5.2.1 Evaluationsmethode
5.2.2 Evaluationsergebnisse
5.2.3 Schlussfolgerungen
6. Fazit
Die Arbeit untersucht die ökonomischen und rechtlichen Auswirkungen der Einführung eines flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohns in Deutschland. Dabei wird die Forschungsfrage verfolgt, ob der Mindestlohn ein geeignetes Mittel zur Armutsbekämpfung darstellt oder ob er zu signifikanten Beschäftigungsverlusten führt, wobei sowohl theoretische Modelle als auch empirische Studien herangezogen werden.
4.1.3.4 Monopsonbildung
Schließlich ist durchaus denkbar, dass einige Arbeitgeber ein Monopson bilden können, d. h. eine derart starke Marktstellung innehaben, dass sie für eine Arbeitskraft weniger Lohn bieten, als deren Arbeitsleistung ihnen tatsächlich wert ist, dass also Löhne mangels ausreichender Gewerkschaftsmacht dauerhaft unterhalb des Gleichgewichtslohns verharren.
Eine solch große Marktmacht der Arbeitgeber gegenüber den Arbeitnehmern ist insbesondere bei gering Qualifizierten weit verbreitet. Denn berücksichtigt man, dass diese Beschäftigten aufgrund von etwaigen psychischen, sozialen oder familiären Bindungen nicht uneingeschränkt mobil oder flexibel sind, kann für sie das Angebot an ihren Qualifikationen entsprechenden Arbeitsplätzen sehr begrenzt sein. Oder es ist denkbar, dass etwa ein großes Unternehmen in einem eher ländlichen Gebiet als einziger Arbeitgeber auftritt und daher den Preis für den Faktor Arbeit einseitig bestimmen oder zumindest stark beeinflussen kann.
Sowohl der Lohnsatz als auch die Beschäftigung sind in solchen Monopson-Fällen niedriger als auf einem vollkommenen Konkurrenzmarkt des Klassisch-Neoklassischen Modells. Dann würde auch ein Mindestlohn, der diesen "Dumpinglohn" übersteigt, aber nicht über dem Gleichgewichtslohn liegt, jedenfalls keine negativen Beschäftigungseffekte nach sich ziehen. Im Gegenteil, es würden nach der Klassisch-Neoklassischen Theorie nun mehr Arbeitnehmer ihre Arbeitskraft anbieten, die auch alle eingestellt werden würden.
1. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die Debatte um den gesetzlichen Mindestlohn vor dem Hintergrund einer wachsenden Lohnschere und des umfangreichen Niedriglohnsektors in Deutschland.
2. Bestandsaufnahme: Es werden der Gesetzesentwurf der Bundesregierung sowie die Betroffenengruppen, insbesondere Frauen, Teilzeitkräfte und Geringverdiener in spezifischen Branchen, analysiert.
3. Verfassungsmäßigkeit eines gesetzlichen Mindestlohns: Das Kapitel prüft den Eingriff in die Koalitionsfreiheit und rechtfertigt diesen durch das Grundrecht auf ein menschenwürdiges Existenzminimum sowie die Stabilität sozialer Sicherungssysteme.
4. Mindestlohn im Lichte der ökonomischen Theorien: Es erfolgt eine theoretische Gegenüberstellung des klassisch-neoklassischen Modells (Marktgleichgewicht) mit der keynesianischen Theorie (Nachfrageorientierung).
5. Empirische Untersuchungen: Anhand internationaler Studien und Evaluationen deutscher Branchenmindestlöhne wird nach empirischen Belegen für Beschäftigungseffekte gesucht.
6. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Feststellung, dass eindeutige Beschäftigungseffekte theoretisch und empirisch schwer zu bestimmen sind, ein Mindestlohn jedoch politisch und sozial zur Verbesserung der Lohnbedingungen sinnvoll erscheint.
Mindestlohn, Deutschland, Beschäftigungsniveau, Koalitionsfreiheit, Klassische Theorie, Keynesianismus, Niedriglohnsektor, Tarifautonomie, Monopson, Arbeitsmarkt, Existenzminimum, Empirische Untersuchung, Branchenmindestlohn, Lohndumping, Sozialstaat.
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen der Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns von 8,50 Euro auf das Beschäftigungsniveau in Deutschland unter Berücksichtigung rechtlicher und ökonomischer Aspekte.
Die zentralen Themen sind die Verfassungsmäßigkeit des Mindestlohns, die theoretische ökonomische Fundierung (Neoklassik vs. Keynesianismus) sowie die Auswertung empirischer Studien aus dem In- und Ausland.
Ziel ist es zu klären, ob der Mindestlohn zu massiven Arbeitsplatzverlusten führt oder ob er ein legitimes und wirksames Instrument gegen Lohndumping und Armutslöhne darstellt.
Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse, bei der ökonomische Modelle sowie bereits existierende empirische Evaluationsberichte und Studien ausgewertet und kritisch bewertet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme, eine verfassungsrechtliche Prüfung, eine theoretische Modellanalyse und einen umfangreichen empirischen Teil zu internationalen Erfahrungen und deutschen Branchenmindestlöhnen.
Wichtige Begriffe sind Mindestlohn, Beschäftigungseffekte, Tarifautonomie, Lohnunterbietungswettbewerb, Monopson und das menschenwürdige Existenzminimum.
Der Autor argumentiert, dass Arbeitgeber mit starker Marktmacht Löhne unterhalb des Gleichgewichtslohns festsetzen können, wodurch ein Mindestlohn hier sogar beschäftigungssteigernd wirken könnte.
Diese dienen als empirische Vergleichsgrundlage, um zu untersuchen, wie Mindestlöhne in Deutschland in der Vergangenheit auf das Beschäftigungsniveau in spezifischen Wirtschaftszweigen gewirkt haben.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Einführung des Mindestlohns trotz der theoretischen Unsicherheiten angesichts der Machtlosigkeit der Gewerkschaften und der Notwendigkeit angemessenerer Arbeitsbedingungen politisch begrüßenswert ist.
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