Bachelorarbeit, 2015
54 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Grundlagen
2.1. Der Begriff „Green“
2.2. Nachhaltigkeit
2.3. Die Dimensionen der Nachhaltigkeit
2.4. Nachhaltigkeit in Unternehmen
2.4.1. Konzeptionalisierung von Nachhaltigkeit
2.4.2. Externe und interne Einflussfaktoren
2.4.3. Dimensionen ökologisch nachhaltiger Unternehmen
3. Green Controlling
3.1. Aufgaben und Funktionen des Green Controllings
3.2. Green Controlling Instrumente
3.2.1. Strategische Planung
3.2.1.1. Prozess der strategischen Planung
3.2.1.2. Strategische Analyse
3.2.1.3. Operationalisierung von Zielen und Maßnahmen
3.2.2. Operative Planung und Budgetierung
3.2.3. Ökobilanzierung
3.2.3.1. Stoff- und Energiebilanzierung
3.2.3.2. Ökobilanzierung gemäß dem Konzept des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW)
3.2.4. Ansätze auf Basis des traditionellen Rechnungswesens
3.2.4.1. Berücksichtigung im Jahresabschluss
3.2.4.2. Kosten- und Leistungsrechnung
3.2.4.3. Umweltkostenrechnung
3.2.5. Kennzahlen und Indikatoren
3.2.5.1. Kennzahlen
3.2.5.2. Indikatoren
3.2.6. Reporting
3.3. Integration des Green Controllings
3.3.1. Organisatorische Verantwortung
3.3.2. Beispiel aus der Praxis – Deutsche Post DHL
4. Problemfelder des Green Controllings
5. Aktueller Stellenwert des Green Controllings
6. Fazit
Ziel dieser Bachelor-Thesis ist es, die notwendige Erweiterung des Controllings um eine ökologische Perspektive zu untersuchen, um Unternehmen bei der nachhaltigen Transformation zu unterstützen. Dabei liegt der Fokus auf der Konzeption, den spezifischen Aufgaben und den Instrumenten des Green Controllings, um ökonomische und ökologische Ziele in Einklang zu bringen.
3.2.6. Reporting
Da ökologische Nachhaltigkeit immer mehr an Bedeutung gewinnt, ist es notwendig das interne und externe Reporting zu erweitern. Die Verantwortung des internen Reportings liegt darin, Informationen, die entscheidungsrelevant sind, empfängerbezogen bereitzustellen, sodass eine Steuerung der Zielerreichung möglich ist. Eine weitere Aufgabe ist es Transparenz herzustellen. Im internen Reporting werden beim klassischen Controlling meist finanzielle Kennzahlen dargestellt, was zu dem bekannten Problem der monetären Qualifizierbarkeit bei ökologischen Aspekten führt. Daher ist eine aktuelle Überlegung diese Aspekte in einem Management Cockpit darzustellen. Bei dem externen Reporting hingegen sind schon Standards und Kataloge mit ökologischen Kennzahlen und Indikatoren vorhanden, wie den bereits zuvor erwähnten GRI. Einige beispielhafte Kennzahlen aus dem GRI, die den Unternehmensprozess beschreiben sind: ... um den Input zu beschreiben, ... für den Durchsatz, ... für den Output und für das Ergebnis ... . Die externe Berichtserstattung wird entweder separat als Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht oder die ökologischen Kennzahlen werden in den Geschäftsbericht eingearbeitet.
Das interne Reporting hat besonders für die Unternehmenssteuerung eine hohe Bedeutung, dennoch wird es wenig behandelt. Kennzahlen, die für das interne Reporting benötigt werden, können aus den Katalogen, die auch für das externe Reporting verwendet werden, entnommen werden. Aus diesem Katalog müssen nun für die Steuerung relevanten ökologischen Kennzahlen ausgewählt werden. Zur Erstellung dieser Kennzahlen werden die jeweiligen Informationen benötigt. Diese Informationen kommen von verschiedenen Quellen, bspw. dem Rechnungswesen, der Nachhaltigkeitsabteilung oder dem klassischen Unternehmenscontrolling. Nach Erhalt dieser Informationen müssen sie empfängerbezogen aufbereitet und analysiert werden, um die Berichte erstellen zu können. Für diese Analyse ist neben Fachwissen aus dem Controllingbereich auch ökologisches Fachwissen nötig, nur so können die Zahlen und ihre Entwicklung richtig interpretiert werden. Durch die identischen Kataloge beim externen und internen Reporting werden zum Teil die gleichen Daten benötigt, sodass es möglich ist, eine gemeinsame Datenbasis aufzubauen, was den Berichtsaufwand reduziert. Zur Unterstützung des internen Reportings, speziell für ökologische Aspekte, werden spezifische IT-Lösungen angeboten. Hierbei handelt es sich um ein Cockpit, was ausschließlich ökologische Kennzahlen auf einem Blick anzeigt.
1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet den gesellschaftlichen Wandel und die steigenden regulatorischen Anforderungen, die Unternehmen dazu zwingen, Nachhaltigkeit in ihr Kerngeschäft und ihr Controlling zu integrieren.
2. Grundlagen: Hier werden die zentralen Begriffe „Green“ und „Nachhaltigkeit“ definiert sowie die Dimensionen der Nachhaltigkeit und ihr Einfluss auf die Unternehmensstrategie erläutert.
3. Green Controlling: Dieses Hauptkapitel beschreibt die Aufgaben, Funktionen und Instrumente des Green Controllings, von der strategischen Planung über die operative Budgetierung bis hin zur Ökobilanzierung und dem Reporting.
4. Problemfelder des Green Controllings: Dieses Kapitel identifiziert die wesentlichen Hindernisse bei der Implementierung, wie Mess- und Bewertungsschwierigkeiten sowie das Wissensdefizit in der Zusammenarbeit zwischen Fachabteilungen.
5. Aktueller Stellenwert des Green Controllings: Hier wird der gegenwärtige Stand der Anwendung in der Unternehmenspraxis und die Rolle der Controller bei der Umsetzung nachhaltiger Ziele kritisch hinterfragt.
6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass eine ökologische Ausrichtung für die Wettbewerbsfähigkeit unerlässlich ist und eine aktive, kooperative Rolle des Controllings erfordert, trotz der Herausforderungen bei der Implementierung.
Green Controlling, Nachhaltigkeit, Unternehmenssteuerung, Umweltmanagement, Ökobilanzierung, Strategische Planung, Budgetierung, Sustainability Balanced Scorecard, Flusskostenrechnung, Kennzahlen, Indikatoren, Reporting, Umweltschutz, Ressourcenknappheit, Triple-Bottom-Line-Ansatz.
Die Arbeit befasst sich mit der Integration einer ökologischen Perspektive in das klassische Unternehmenscontrolling, um dem wachsenden Stellenwert von Nachhaltigkeit gerecht zu werden.
Die zentralen Themen umfassen die Definition von Nachhaltigkeit, die externe und interne Einflussfaktoren auf Unternehmen, Instrumente des Green Controllings und die organisatorische Verantwortung für Nachhaltigkeitsziele.
Das Ziel ist die Untersuchung der Konzeption, der Aufgaben und der Instrumente des Green Controllings, um Unternehmen bei der Verankerung ökologischer Nachhaltigkeit in der Unternehmenssteuerung zu unterstützen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und wertet aktuelle Studien sowie Praxisbeispiele aus, um den Stand und die Entwicklungsmöglichkeiten des Green Controllings aufzuzeigen.
Im Hauptteil werden konkrete Instrumente für die strategische und operative Planung sowie für das Controlling vorgestellt, darunter die SBSC, Stoff- und Energiebilanzen, die Umweltkostenrechnung und moderne Reporting-Methoden.
Die wichtigsten Begriffe sind Green Controlling, Nachhaltigkeit, ökologische Dimension, Unternehmenssteuerung, Kennzahlensysteme und die Integration von Umweltaspekten in Controlling-Prozesse.
Die Studien verdeutlichen eine Diskrepanz: Während Nachhaltigkeit strategisch als sehr wichtig angesehen wird, sehen sich aktuell nur wenige Controller für die konkrete Umsetzung der ökologischen Anforderungen verantwortlich.
Die Arbeit nutzt das Beispiel der Deutschen Post DHL, die mit ihrem Programm „GoGreen“ und der Anwendung von Carbon Accounting eine Vorreiterrolle im Green Controlling einnimmt.
Die Arbeit stellt fest, dass Themen, die tief in der Unternehmenskultur verankert sind, einen hohen Stellenwert genießen und eine erfolgreiche Implementierung von Green Controlling fördern können.
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